Die magische 7
Über sieben Brücken musst du gehen…
oder
…durch sieben Fenster musst du sehen.

Und das am Rosenmontag…
Solltet ihr euch von mir vernachlässigt fühlen, dann liegt das daran, dass ich im Ausnahmezustand bin, wie die Überschrift vielleicht schon andeutet, und das liegt NICHT an Karneval.
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Ich habe nämlich Windows 7 zum Geburtstag bekommen und die passende Office Home Version dazu. Cool.
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Und so eine Neuinstallation ist ja manchmal ein Abenteuer, nicht wahr? Es muss gut vorbereitet sein, Daten müssen gesichert werden, ein bisschen hier aufräumen und dort Ballast raus löschen usw.

Und die vielen Fotos bei mir auf der Festplatte… Mit DVDs zur Sicherung richte ich da nix mehr aus.
Mein Weihnachtswunsch steht daher schon fest: Eine externe RIESIGE Festplatte. Ob die wohl hier in mein kleines Büro passt? Aber noch ist ja kein Weihnachten, widmen wir uns also erst mal den sieben Fenstern.

Erst sah es so aus, als würde das Ratzfatz gehen. Zack, war das neue Betriebssystem drauf. „Geht ganz schnell und problemlos“, habe ich zu Herrn Buchstabenwiese gesagt, während ich schon am schönen Design rumbastelte. Schwuppdiwupp, gleich die neue Office Version hinterher. Voilà, der Grundstein war gelegt!
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War wohl etwas voreilig… wie war das mit den sieben Brücken?
Die Sieben-Fenster-DVD war raus und die restlichen Installationen konnten beginnen. Doch schon beim ersten Mal neu starten war klar, dass etwas nicht stimmte…
Öh, wie jetzt, Bootmgr fehlt… Ist doch alles frisch installiert, wie kann da was fehlen???
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DVD wieder rein. Reparieren. PC fährt hoch. Prima.
DVD raus. Bootmgr fehlt. Boah!
DVD rein, PC fährt hoch. Hmm.
DVD raus, PC fährt nicht hoch, besteht hartnäckig auf den Bootmanager. Grrr…
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Wäre der PC eine Frau, hätte ich ja gesagt „Selbst ist die Frau, wozu brauchen wir einen Manager“, aber so…
Nach verschiedenen Überlegungen, Neuinstallationen, Formatierungen, mal auf der einen und mal auf der anderen Festplatte, inklusive zeitraubendem Hin- und Herschieben meiner Fotos (!) und Daten zwischen den verschiedenen Partitionen und Festplatten, waren meine Nerven zum Zerreißen gespannt.

Vor meinem geistigen Auge sah ich den PC inklusive der sieben Fenster aus dem nur einen Fenster meines Büros fliegen.

Ein Warnschild wäre angebracht gewesen: Achtung, hochexplosiv! Nicht ansprechen, nicht berühren, nicht mal angucken.
Und nun?

Internet! Internet weiß immer Rat.
Also habe ich die DSL Software unseres Anbieters aufs Mini-Netbook installiert und… hat schon mal jemand von euch auf einem Mini-Netbook das Internet besucht? Ich sag euch was: Informationen im Miniformat sind nicht geeignet Probleme zu lösen, wenn die Nerven eh schon blank liegen, besonders wenn da keine Maus dran ist. *seufz*

Offensichtlich haben schon mehrere Leute den Bootmanager vermisst. Scheint ein unzuverlässiger Kerl zu sein. Dann lese ich was von Festplatte abklemmen, wenn mehr als eine Festplatte vorhanden ist. Ich hatte zwar schon überlegt, ob meine beiden Festplatten Kompetenzprobleme haben könnten… aber abklemmen? Löst man so Probleme?

Nä, da habe ich ja nun gar keine Lust zu! Da MUSS es doch noch was anderes geben.
Da Herr Buchstabenwiese wesentlich bessere Nerven hat als ich… übergab ich das Netbook vertrauensvoll in seine Hände.
Was soll ich sagen… einige Zeit später… Herr Buchstabenwiese klemmt in seiner ruhigen Art eine meiner zwei Festplatten ab… Dass ER das macht, schont meine Nerven und auch die Gesundheit des PCs.

Resultat nach erneuter Installation: Bootmanager ist offensichtlich endlich da, wo er hingehört und das System fährt einwandfrei hoch. Warum nicht gleich so? Ich könnte ihn knutschen. Also nicht den Bootmanager. Ph, der ist ja nicht da, wenn man ihn braucht. Nein, Herrn Buchstabenwiese natürlich.

Also, wenn ihr auch mal durch sieben Fenster sehen wollt und mehr als eine Festplatte habt, klemmt lieber gleich ab. Schont die Nerven und spart eine Menge Zeit.
Natürlich stellten sich noch ein paar der üblichen Hürden in den Weg.

Immerhin hatten wir vorher XP 32bit und haben jetzt W7 64bit. Die CD vom DSL-Anbieter wollte zum Verrecken nicht mit dem neuen Betriebssystem zusammenarbeiten, war ja klar. Die andere wollte, fand aber offensichtlich den Weg zum Modem nicht. Ts, wer braucht schon diese Software, mit ihrem zickigen Verhalten hat sie sich ins Aus gekickt, so! Herr Buchstabenwiese fand einen anderen Weg. Das Betriebssystem ist echt cool. Herr Buchstabenwiese auch.
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Fehlende Treiber im Internet finden ist ebenfalls eindeutig ein Job für den geduldigen Herrn Buchstabenwiese. Etwas im Internet finden, aufspüren, das ist sein Ding, meins überhaupt nicht. So findet er auch den passenden Treiber von einem etwas älteren Gerät.

Sind wir fertig? Nein. Um drei Uhr heute Nacht beschlossen wir, dass Rom auch nicht in einem Tag erbaut wurde.
Und Pepper? Der schlief schon längst, in unserem Bett.
Fazit: Herr Buchstabenwiese und ich sind ein gutes Team.
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Der PC läuft, alle meine Geräte auch und ich bin wieder ansprechbar, berührbar und anguckbar… Und nun kann ich endlich die Welt durch sieben Fenster betrachten, eigentlich ja durch acht, wenn ich das im Büro mitzähle.

Martina Hildebrand
Nachtrag:
Ich habe mich natürlich gefragt, wo der Bootmanager wohl gewesen sein könnte. Nun weiß ich es. Auf Abwegen. Er ist durch eins der sieben Fenster geflüchtet, um Karneval zu feiern…
