Irgendwann - Mein Hängezeit-Beitrag

Abgelegt unter: Zeit, Herausgefunden, Gedankensplitter, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:40 pm on Freitag, Januar 8, 2010

Lichtspiele im Schnee © Martina Hildebrand 2009 

Irgendwann… 

 

Stellt euch vor, ich stehe unter der Dusche…

*räusper* Die Männer machen gefälligst die Augen zu!

…und was mir einfällt ist dies hier:

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“

Zack! Bumm! Einfach so.

 

Kennt ihr das, dass Worte plötzlich eine andere Bedeutung für euch bekommen, als bisher?

Ihr glaubtet die Bedeutung einer Weisheit verstanden zu haben und auf einmal seht ihr sie mit anderen Augen?

So als sei sie durch den Duschkopf gleich ins Gehirn geflossen?

 

“Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.”

 

Ich mochte diesen Spruch nicht besonders, er war für mich gleichbedeutend mit all den elenden Pflichten, zu denen man keine Lust hat. Und stets sah ich den erhobenen Zeigefinger dabei. So in der Art: „Nu mach aber mal voran, sei nicht so faul!“

Daher wandelte ich ihn gerne ab in: „Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe ruhig auf morgen.“

 

Doch an jenem Morgen unter der Dusche bekam ausgerechnet dieser blöde Spruch eine völlig andere Bedeutung für mich.

 

Tannenzapfen im Schnee © Martina Hildebrand 2009

 

Schon seit geraumer Zeit plagt mich die Angst schwerwiegend zu erkranken, dass mir irgendwann ein Arzt sagt, da ist nix mehr zu machen.

Okay, dazu müsste mich erst mal ein Arzt zu Gesicht bekommen… Aber im Ernst, ich denke oft daran plötzlich zu sterben, ohne all die Dinge getan zu haben, die ich „irgendwann“ mal machen möchte. Was ist, wenn ich gar nicht mehr bis „irgendwann“ lebe? Was ist, wenn ich zu einem Zeitpunkt sterbe, an dem ich unglücklich bin? Was, wenn ich sterbe und ich habe kein einziges Buch geschrieben?

 

Nein, um ehrlich zu sein, finde ich diese Gedanken gar nicht so abwegig. Zu viele Menschen sind um mich herum schon durch Unfälle und Krankheiten gestorben. Einige davon viel zu jung. Mir ist bewusst, dass das Leben von einer Sekunde zur nächsten ausgelöscht werden kann. Bei jedem von uns. Einfach so. Schnipp.

Mir macht das Angst. Mal mehr, mal weniger. Und all die Meldungen über Krebserkrankungen, sonstige Krankheiten und Todesnachrichten, die von überall in den Medien auf uns einstürmen, geben mir das Gefühl, dass ich nicht immer verschont bleiben kann, wo es doch fast jeden zu treffen scheint. Es scheint einfach logisch zu sein, dass ich irgendwann dran bin.

 

Natürlich muss jeder irgendwann sterben. Irgendwann. Doch irgendwann kann schon im nächsten Moment sein.

 

Ist es da nicht riskant, all die Dinge, die man gerne noch getan hätte, immer wieder auf morgen zu verschieben, auf „irgendwann“?

 

Schattenbild © Martina Hildebrand 2009

Martina Hildebrand, angezogen und nachdenklich

43 Kommentare »

Kommentar von Frau Wolkenlos

8. Januar 2010 @ 22:33

Liebe Martina,
ich kann diese Gedanken nachvollziehen. Ich denke auch oft daran, dass es von einem Moment auf den anderen vorbei sein kann. Wir Menschen haben Verstand. Wir wissen, dass uns nur eine “gewisse Zeit” bleibt. Aber, und das ist das tröstliche, wir können unser Leben selbst gestalten. Wir können etwas aus unserem Leben machen, wenn wir uns nicht selbst im Weg stehen. Dazu braucht man nicht unbedingt wer weiß wie viel Geld, sondern die Gesundheit. Die Gesundheit ist das Kostbarste was wir haben und wir sollten dankbar dafür sein, wenn wir gesund durchs Leben gehen dürfen.

Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt ist vielleicht auch wie man innere Zufriedenheit erreicht. Ich vermute jetzt mal, dass Du eine Heidenangst vor Ärzten hast. Ich frage mich, woher das kommt. Ist Dir mal etwas schlimmes widerfahren bei einem Arztbesuch? Wenn dies so ist, müsste man überlegen wie Du dieser Angst Herr werden könntest.

Naja, mir geht es auf Grund meiner Depressionen manchmal auch nicht so dolle. Ich habe aber jetzt die Zeit darüber nachzudenken wo der Grund für diese Krankheit liegen könnte und was ich mit meinem Leben sinnvolles anstellen könnte.
Mein Tipp an Dich wäre - Es gibt Ärzte die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben. Du könntest bei Deiner Krankenkasse erfragen wo es solche Ärzte in Deiner Umgebung gibt. Die Sorge um Deine Gesundheit wird ja nicht besser wenn Du Dich nicht doch mal durchchecken lässt.

Du kannst eine Erkrankung nur dann ausschließen wenn Du Dich Untersuchen lässt. Ansonsten wird Dich vielleicht schon die Sorge um Deine Gesundheit krank machen. Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden sonst machst Du Dich verrückt. Du bist eine junge Frau die etwas tolles auf die Beine gestellt hat. Du hast einen lieben Mann, einen tollen Hund und sicher auch Freunde. Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, liebe Martina.

Du musst aber Deinen inneren Frieden erlangen, Altlasten abwerfen, Trauer verarbeiten und nach vorne schauen. Das Leben ist einfach zu kostbar um es mit trüben Gedanken zu verschwenden.

Ich hoffe Du verzeihst mir mein Oberlehrerhaftes Geschreibsel. Vielleicht liege ich mit meiner Vermutung was Dich betrifft, auch voll daneben.
Liebe Grüße und fühl’ Dich lieb gedrückt.

Kommentar von Sabine

8. Januar 2010 @ 22:43

Oh Menno, liebe Martina
:shock:
ich hab so drei Bücher geschrieben und bin immer noch nicht tot …
mir geht es gesundheitlich auch nicht schlecht (eigentlichsehrgut)
:shock:
Ich hab - im Gegensatz zu dir - das Gefühl, ich schreib und schreib und träum und träum und nicht ein Werk bekommt mehr Leute als mich und mein schizophrenes Ich zu sehen …
Kackapipi … (ist ein Geheimfluch)
Du schreibst - Es scheint einfach logisch zu sein, dass ich irgendwann dran bin - mir scheint eher logisch, dass, statistisch gesehen, wenn die anderen schon dran waren, du jetzte nicht dran sein kannst … alles klar?
:-)
Und überhaupt - der immer zuverlässige Sensenmann steht ständig neben uns; er hat Zeit - alle Zeit der Welt. Es kann heute in diese Nacht sein, dass er den Lebensfaden abknipst … kann aber noch sein, dass das fünfzig Jahre dauert.
Also … es kommt wie es kommt … und zwischendrin mach das Beste daraus …
Wir wollten ja noch unsere Tour überlappen lassen - und denk an die Marmortreppe
:-)

Liebe Grüße
lass dich drücken
Sabine

P.S.: ich kenn den Spruch anders: was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen
:mrgreen:
P.P.S.: ich hoffe, du hast dich gut abgetrocknet … sonst wird das nix …

Kommentar von GZi

8. Januar 2010 @ 22:50

Liebe Martina,
ich denke schon, dass wir beginnen sollte, im Jetzt zu leben - natürlich kann es Morgen zu spät sein, aber wir können das Morgen auch nur im Jetzt vorbereiten und gestalten. Nicht dem Gestern und was wäre wenn nachhängen, nicht nur in Visionen träumen, sondern hier und jetzt leben, genießen, handeln, gestalten, weil es nur dann so wird, wie wir es auch möchten. HEUTE beginnt der Rest Deines Lebens - mach’ das Beste daraus, ich wünsche es Dir!

Kommentar von Xienna

8. Januar 2010 @ 23:26

Ja, genau so ist es.
Alles kann genau dann vorbei sein, wenn man nicht darauf gefasst ist.
In der Regel ist es sogar meistens so.
Ich hab das Gefühl schon oft gehabt “zu spät gekommen zu sein”.
Bei dem Tod meiner Großeltern zum Beispiel. Oder Dinge, die man ganz unbedingt mit seinen Freunden hätte erleben sollen. Oder mal etwas zu machen, was nicht jeder von einem erwartet …
Ich selber hab es ziemlich schwer mit sowas. Ich halte mich gerne von solchen Dingen ab, weil tief in mir drin das Tadelnde und Verurteilende sitzt (praktisch also der “erhobene Zeigefinger”, wenn man so will).
So wird es bei vielen sein … man steht sich selber im Weg. Zumeist sind es gar nicht die anderen.
Steht man zu dem, was man tut, dann sind andere kein Problem mehr.
Aber dorthin zu kommen ist eine Schwierigkeit für sich. Ein ziemlich steiniger Weg.
Ich bin jemand, der ziemlich schnell von den eigenen Fehlern in die Enge getrieben wird. Ich mag mir keine Fehler “gönnen”.
Das lässt einem nicht viel Freiraum um so zu leben, dass man alles willkommen heißt, was einem auf dem Weg begegnet. Man ist nicht offen genug dafür.
Die Ketten, die man sich selber auferlegt, sind nicht mehr und nicht weniger als ein Spiegelbild der Anforderungen und Regeln, die von außen kommen/ gekommen sind.
Um äußerlich unabhängig und ungebunden zu sein, muss man es irgendwie auch innerlich sein.
Schade, dass das manchmal ein so “qualvoller” Weg ist. :/

Kommentar von andrea2007

8. Januar 2010 @ 23:40

Liebe Martina, puh, das sind ja düstere Gedanken, mit denen Du Dich schon morgens unter der Dusche (oder duschst Du abends?:-) ) beschäftigst. Wenn Du einen ernstzunehmenden Grund hast, zu denken, dass Du krank bist, würde ICH auch schnellstens zum Doktor.

Wenn das jedoch “nur” düstere Gedanken sind, weil Dein Umfeld sich mit sowas beschäftigt, dann würde ICH mir schnellstens ein neues Umfeld, nein natürlich nicht, aber ICH würde dann meine Gedanken auf positive Dinge umleiten, mich auf positives und Gesundheit fokussieren, denn davon gibt es auch sehr viel in der Welt, ich glaube fest, davon gibt es sogar viel mehr!

Und dann würde ICH mir ganz schnell das Resonanzbuch kaufen und es lesen und dann wüsste ich auch, wie ich meine Ängste wertschätzen und loslassen könnte. Aber wie gesagt, dass würde ICH tun, liebe Martina…

Liebe Grüsse Andrea

Kommentar von Babsi

9. Januar 2010 @ 00:39

liebe martina

ich kanns irgendwie gut verstehen, deine gedanken.

der richtige zeitpunkt ist immer JETZT. wann immer das auch für dich sein mag.
es heißt ja nicht umsonst, lebe jeden tag so, als ob es dein letzter wäre. für mich ein zweischneidiges schwert. einerseits stimme ich dem zu denn wie gesagt ich lebe JETZT.
andererseits gibt es auch tage an denen mir mal nach decke übern kopg ziehen ist oder gemütlich in der kuscheldecke verweilen.
wichtig finde ich, dass ích mir bewußt mache, wies mir geht, was ich will und wenn ich mir dieses oder jenes schon mit allen sinnen vorstelle leite ich auch meine aufmerksamkeit dahin.

ich versteh inzwischen auch die, die nie tv guggen wollen (Nicht so ich, denn ich bin mit dem ding groß geworden und schau heut noch viel)

liebe martina ich wünsche dir einfach, dass du genießen kannst, wás du auch gerade tust und deine energien auf deine schönen gedanken noch mehr fallen
und wenn du etwas tun WILLST, mache es :)))

alles liebe sendet dir babsi
ps: dein abgewandelter spruch ist auch mein motto gggg

Kommentar von Elisabeth

9. Januar 2010 @ 10:32

Liebe Martina,
deine Gedanken bewegen mich selbst sehr… Schon seit vielen Monaten denke ich über den Tod nach und weiß und spüre auch, dass ich Angst davor habe. Ich arbeite nun ganz konkret daran - mit externer Unterstützung -, mich dem Tod, mich MEINEM Tod anzunähern, denn die Angst vor dem Tod ist zugleich eine Angst vor dem LEBEN. Durch die Angst vor dem Tod verbauen wir uns selbst alle Chancen, richtig und ausgefüllt zu leben, weil uns diese Angst lähmt, in eine Art Totenstarre verfallen lässt.
Ich schaue nun mit Meditationen meinem Tod immer mehr in die Augen, freunde mich mit ihm an und werde mir bewusst darüber, was JETZT wichtig ist, wie sich das LEBEN anfühlt, was ich spüre, was ich leben möchte, wie klein die Angst wird, die immer zu mir gehören wird, aber einfach kleiner wird.
Ich kann dir folgendes Buch empfehlen, das mir sehr geholfen hat: “Das Leben lebt - Der Tod stirbt” von Reinhold Dietrich. Hier sind auch schöne Texte und Meditationen drin, die dich hin zu einem erfüllten Leben führen.
MIR hat das sehr geholfen, aber auch ich bin noch dabei zu lernen und auch ich lebe noch nicht wirklich… es wird…
Alles, alles Liebe für dich, Elisabeth

Kommentar von Jouir la vie

9. Januar 2010 @ 10:55

Sowas kenne ich auch und werde künftig darauf hören und auch handeln. Irgendwie kommen solchen abrupten Gedanken wohl doch nicht so einfach nur aus heiterem Himmel. Wer weiß schon was dahintersteckt, aber etwas muß ja sein.
So, habe mir die Hand vor Augen gehalten und nicht geschaut…
Sei lieb gegrüßt
Kvelli

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 14:22

Oberlehrerhaftes Geschreibsel? Hi,hi, klar liebe Frau Wolkenlos, da sehe ich locker drüber hinweg. :D
Empfinde ich gar nicht so, aber wenn du meinst. :D
Ich finde das eher lieb von dir, dass du dir so viele Gedanken um mich gemacht hast. Danke.

Ja, die Gesundheit ist wirklich das Wichtigste, das finde ich auch. Physisch und psychisch.
Es ist nicht so, dass ich jetzt Panik vor Ärzten habe und ich kann mich auch nicht erinnern selbst etwas Schlimmes bei einem Arzt erlebt zu haben, außer mal als Kind bei einem Zahnarzt (wovor ich dann auch tatsächlich mehr Angst als normal habe), aber zum Arzt gehe ich tatsächlich erst, wenn es sich wirklich so gar nicht vermeiden lässt. Aber dann gehe ich auch, na ja meistens. Ich habe das Glück selten etwas Akutes zu haben.
In den acht oder neun Jahren, die ich jetzt hier wohne, war ich ca. zweimal beim Doc. Irgendwie habe ich hier auch noch nicht so den “Arzt meines Vertrauens” gefunden. Den ich vorher hatte, der war top.

Schlimmer für mich war die Zeit, als meine Mutter und mein Paps so krank waren. Da habe ich so viele Krankenhäuser gesehen, dass ich k… könnte. Und das, obwohl ich selbst noch nie (!) im Krankenhaus gelegen habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass die meisten Ärzte sich nicht wirklich gut um ihre Patienten kümmern. Nur das Notwendigste und manchmal nicht mal das. Auch die “Seelenklempner” im Krankenhaus waren nicht besser. Ich denke sie haben nicht die Zeit dafür. Da habe ich Sachen erlebt… das glaubt man nicht. Nee, das bestätigt mir mal wieder, dass ich selbst möglichst niemals in ein Krankenhaus gehe. Es ist wie es heißt KRANKENhaus. Mein Vertrauen zu Ärzten ist seitdem noch weniger geworden. Ich finde nicht, dass Ärzte tun was sie können um den einzelnen Menschen zu helfen. Ausnahmen mag es geben. Und manchmal kann ich es den Ärzten gar nicht verdenken. Ich wollte kein Arzt im Krankenhaus sein. Viel Verantwortung, viele Arbeitsstunden, kaum Zeit für den einzelnen Patienten und nicht gerade viel Geld, hört man immer so. Kann auch nicht erfüllend sein. Aber das ist ein anderes Thema, ich schweife ab. :-)

Es drehte sich hier jahrelang alles nur noch um Krankheit und das mag sicher der Grund dafür sein, warum ich Ärzte noch mehr meide als vorher. Ich habe einfach genug davon. Seit dem habe ich auch vermehrt Angst krank zu werden, den Ärzten ausgeliefert zu sein.

“Du kannst eine Erkrankung nur dann ausschließen wenn Du Dich Untersuchen lässt. Ansonsten wird Dich vielleicht schon die Sorge um Deine Gesundheit krank machen.” Das ist natürlich der Punkt. *seufz* Irgendwie habe ich davor Angst, dass doch etwas entdeckt wird. Zurzeit betreibe ich da die Vogel-Strauß-Taktik. Solange keiner was sagt, ist auch nichts da. :-)

Weißt du, meine Mama ist an Krebs gestorben und drei ihrer Geschwister auch, ein Cousin von mir in jungen Jahren ebenfalls und kurz vor unserer Hochzeit ist meine älteste Schwester daran erkrankt, sie bekommt zurzeit Chemo. Da ist meine Angst groß. Wenn ich auch so etwas hätte, ich hätte jetzt nicht die Kraft das alles durchzustehen, zumal ich bei meiner Mutter erlebt habe wie Kräftezehrend die Behandlungen sind.

Depressionen - ich war nie beim Arzt damit, wen wunderts ;-) - hatte ich auch in den letzten Jahren, denke ich. Ich weiß ja woher sie bei mir kommen. Und bestimmt bin ich davon noch nicht ganz befreit. Es ist kein Zuckerschlecken. Es geht dir manchmal nicht so dolle… hey, das ist mit Sicherheit völlig untertrieben, liebste Frau Wolkenlos. Ich weiß, wie man sich da fühlen kann… obwohl es sich sicher bei jedem auch noch etwas unterschiedlich auswirkt.

Nichtsdestotrotz bin ich niemand, der einfach so aufgibt. Ich rappel mich immer irgendwann wieder auf. Das mache ich schon mein ganzes Leben so. Also werde ich es auch dieses Mal schaffen. Dieses Mal dauert es eben etwas länger, was ja auch nicht verwunderlich ist. War eben zu viel.

Und du schaffst das auch. Ich weiß nicht allzu viel von dir, aber du hast jetzt die Chance etwas zum Positiven zu verändern. :-)

Puh, der Antwort-Kommentar ist jetzt lang geworden, glaube ich. :shock:

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 14:37

Liebe Sabine,

“ich hab so drei Bücher geschrieben und bin immer noch nicht tot …” :D
*lach* Du bist eine. Du bringst mich jedes Mal zum Lachen. :D
Drei Bücher… wow und wieso gibt es noch keins davon zu kaufen? ;-) Wenn das mal so einfach wäre, nicht wahr?
Kakapipi? *prust* Was für ein Geheimfluch.

“…mir scheint eher logisch, dass, statistisch gesehen, wenn die anderen schon dran waren, du jetzte nicht dran sein kannst … alles klar?”
Hey, das gefällt mir viel besser, als meine Version. Das ist natürlich ein Blickwinkel, der zu überlegen wäre. Klar ist alles klar. Du hast Recht. Die anderen haben diese ganzen Krankheiten schon auf sich genommen, so brauche ich das nicht mehr zu tun. Finde ich gut. Danke schön ihr anderen. Ist gebongt. Wird gleich notiert.

Ja, und die überlappende Tour… stimmt ja… und die Marmortreppe… ja klar… der Sensemann hat sicher noch woanders zu tun. Er kann sich noch eine ganze Menge Zeit lassen. Ja, so fünfzig Jahre wären okay, denke ich. :D

Gut, ich lasse mich dann mal drücken, ich bin inzwischen auch gut abgetrocknet und angezogen. ;-)

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Lilie

9. Januar 2010 @ 14:44

Liebe Martina,
deine Gedanken verstehe ich nur zu gut. Zu viele Schicksalsschläge führen dazu, dass die Angst vor Krankheit und Tod wächst. Bei mir ist es so, dass ich immer mehr im Hier und Jetzt lebe und die Gedanken, wie z.B. “wenn ich mal in Rente bin” oder “wenn ich mal genug Geld habe” oder “vielleicht mal in ein paar Jahren” oder gar “nächstes Jahr” sind fast vollständig aus meinem Wortschatz verbannt. Zu schnell kann sich alles ändern, zu schnell ist nichts mehr wie es war. Doch die Angst bleibt, bin ich doch jeden Tag mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert. Und doch ist gerade diese jeztige Zeit sehr wertvoll, da sie sehr intensiv ist. Und daran klammere ich mich, ganz fest, für die nächsten drei Monate bis zur nächsten Untersuchung. Drei Monate intensiv leben, das ist das Ziel.
Siehst du, und hier erkennst du auch meine “Silvester-Gedanken” ;-)
Sei lieb umarmt
Iris

Kommentar von Sabine

9. Januar 2010 @ 16:01

… das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt …
Seneca

Also -lass uns leben, liebe Martina
:-)

Kommentar von Andreas

9. Januar 2010 @ 18:45

Also liebe Martina,
wenn Du unter der Dusche stehst da machen die Männer bestimmt die Augen nicht zu!!!, und sagen (100%)
“könntes Du mir besorgen, und verschiebe nicht auf morgen” :-O
Du hast erkannt- gewisse Zeit ist nichts gegen die Ewigkeit, und die Zeit vergeht so verdamt schnell!
Tuen wir die Dinge bevor es zu spät wird, und dann nicht zu bereuen wenn den Arzt kommt und sagt
“nix mehr zu machen”, dann ist es zu spät:-(
Liebe Grüße

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 19:54

Danke schön, liebe GZI.

Das Jetzt ist ja eigentlich auch der einzige “Ort” an dem wir leben können. Gestern existiert nicht mehr und Morgen ist noch nicht.
Ich arbeite immer wieder daran.

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 20:24

Liebe Xienna,

“Alles kann genau dann vorbei sein, wenn man nicht darauf gefasst ist.”
So ist es. Aber kann man jemals darauf gefasst sein? Ich glaube nicht.

Sich selbst keine Fehler zugestehen wollen… ja das kenne ich nur zu gut. Was das betrifft bin ich oft zu hart zu mir selbst. Ich war immer eine Perfektionistin, wollte alles richtig machen. Im Job hat mir gerade diese Eigenschaft sogar einen guten Ruf eingebracht. Ich galt als sehr zuverlässig und eine die kaum Fehler macht. Man kam gerne zu mir, denn wenn ich etwas sagte, konnte man davon ausgehen, dass es stimmt. Klar, ich habe ja auch alles x-mal überprüft. ;-) Es hat also auch Vorteile, aber das war auch sehr sehr anstrengend. Ständig mit der Angst vor einem Fehler zu leben.

Allerdings habe ich es tatsächlich geschafft, mich in dieser Hinsicht ein wenig zu verändern. Mich selbst auch als einen Menschen zu sehen, der Fehler machen kann und darf. Und nicht nur als funktionierende Maschine. Ich hatte in Bezug auf den Tod meiner Mutter auch oft gedacht, hätte ich doch dies oder das noch mit ihr gemacht, dann wäre ich sicher eine noch bessere Tochter gewesen und sie hätte noch ein bisschen mehr Freude gehabt. Aber ich musste irgendwann ehrlich zu mir selbst sein, dass ich die Kraft dazu einfach nicht hatte. Ich habe alles gegeben, was ging und manchmal mehr. Wenn das nicht reichte, dann ist es leider so, aber es nicht zu ändern. Ich denke, jeder von uns tut das, was er kann und mehr kann man von niemandem erwarten. Auch nicht von sich selbst, liebe Xienna. Sei nicht so hart zu dir selbst, gönne dir ein bisschen mehr Nachsicht und Menschlichkeit, das wird dir gut tun.

Natürlich ist das nicht immer leicht, auch mir geht es noch so, dass ich mit mir oft selbst unzufrieden bin, aber ich arbeite immer wieder daran, ehrlich zu mir selbst zu sein, realistisch darüber nachzudenken, was ich von mir selbst fordere und mir ab und zu mal die Frage zu stellen, ob ich das von anderen Menschen auch fordern würde. Wäre ich zu den anderen auch so hart? Manchmal hilft das schon.

Liebe Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 20:40

Liebe Andrea,

nee, ich dusche in der Regel morgens. :-) Beim Duschen gehen mir immer alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Gott sei Dank nicht immer düstere. Ganze Dialoge spielen sich manchmal in meinem Kopf ab. *grins* Manchmal habe ich auch geniale Einfälle, dann kann ich es gar nicht abwarten, fertig geduscht zu sein, hüpfe im Bademantel mit nackten Füßen rüber in mein Büro und schreibe schnell ein paar Stichworte auf. ;-) Eigentlich müsste ich immer was zu schreiben in der Dusche haben, aber das geht ja schlecht. :-)
Noch so eine Inspirationsquelle ist das Zähneputzen bei mir. :-)
Vielleicht weil ich dabei oft besonders entspannt bin und einfach nur meinen Gedanken nachhänge.

So so, das würdest du also tun… na ja, manchmal kann man sich ja was abgucken von dem was andere Menschen so tun würden… ;-)

Zurzeit bin ich mir mit mir noch sehr uneins, was mit mir los ist. Aber es hilft ja immer, sich mit anderen Menschen auszutauschen.

Ich fühle mich tatsächlich nicht immer so gesund, aber das kann natürlich auch alles psychisch bedingt sein. Wenn die Seele krank ist, fühlt man sich oft auch körperlich krank. Wäre bei mir ja nicht abwegig. Dennoch geht es mir ja schon viel besser als die Jahre zuvor. Das vergesse ich nur manchmal, wenn ich ungeduldig werde. Es ist also ein Aufwärtstrend da. :-)

Ja, das Buch könnte möglicherweise auf meinen Wunschzettel landen. Ich habe ja nächsten Monat Geburtstag. :D

Liebe Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 20:51

Danke schön, liebe Babsi.

Sich mal die Decke übern Kopf ziehen… ich finde das muss auch mal sein und tut ja auch mal gut. Wichtig ist, dass man auch wieder hervorkommt. :-)

“…ich versteh inzwischen auch die, die nie tv guggen wollen…” Ja, die verstehe ich auch. Das käme für mich allerdings nicht in Frage. Dennoch, wenn ich zu viele negative Nachrichten sehe, dann schalte ich gleich weg. :-) Informiert sein ist eine Sache, aber mit all den negativen Dinge überschüttet zu werden, immer und immer wieder, das ist was völlig anderes. Da könnte man manchmal denken, es gibt nur noch Negatives auf der WElt und das stimmt ja definitiv nicht. Aber ich gucke einfach zu gerne Filme, daher könnte ich nicht komplett auf Fernsehen verzichten. :-)

“…wichtig finde ich, dass ích mir bewußt mache, wies mir geht, was ich will und wenn ich mir dieses oder jenes schon mit allen sinnen vorstelle leite ich auch meine aufmerksamkeit dahin…” Ja, das finde ich ist ein sehr wichtiger Punkt.

Dir auch alles Liebe,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 21:24

Liebe Elisabeth,

Angst vor dem Tod… ich denke jeder hat das ein wenig. Einer mehr, einer weniger.
Es gab eine Zeit, da konnte ich mit dem Tod überhaupt gar nicht umgehen. Es war das Schlimmste für mich, dass ich mir vorstellen konnte. Wenn jemand starb habe ich mich sogar vor der Beerdigung gedrückt, wenn es irgendwie ging. Es hat mir viel zu viel Angst gemacht. Bis zu dem Zeitpunkt, als der Verlobte einer damaligen Kollegin, die von mir eingearbeitet wurde, mit dem Motorrad tödlich verunglückte. Da wurde ich plötzlich ganz nah damit konfrontiert. Die Kollegin hatte niemanden, der für sie da war, so fühlte ich mich verpflichtet ihr zur Seite zu stehen, zumal wir uns gut verstanden haben. Sie tat mir so leid, ich konnte sie nicht einfach sich selbst überlassen. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als mich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Viele Gespräche hatte ich mir ihr und sie sagte später einmal, ich hätte ihr das Leben gerettet. Ob ihr je bewusst war, was sie für mich getan hat, nicht nur ich für sie? Seit dem kann ich mit dem Tod viel besser umgehen. Gut wäre übertrieben, aber besser.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich Angst davor habe tot zu sein. Mir machen Krankheiten viel mehr Angst. Der Weg zum Tod. Das Sterben selbst. Dahinsiechen müssen. Das, was ich bei meinen Eltern, besonders bei meinem Vater gesehen habe, das macht mir Angst. Der langsame Zerfall, bei dem der Tod eine Erlösung ist. Es hat mich sehr erschüttert das zu sehen, besonders da mein Vater für mich immer der Starke war, mein Beschützer. Es hat nicht nur mich sehr mitgenommen, meine Geschwister auch.

Und der Gedanke, dass ich mein Leben, das ich geschenkt bekommen habe, nicht genoßen habe, wenn ich sterbe, das nichts von mir zurückbleibt, es keinen Sinn hatte. Alles nur blöd war. Der macht mir auch irgendwie Angst. Denn Kinder werde ich keine haben, in denen ich weiterlebe.

Wenn die Angst vor dem Tod einem am Leben hindert… kein guter Gedanke. Dann ist man schon tot, bevor man stirbt. Och, Mann, liebste Elisabeth, ich drücke dich mal feste. Wir arbeiten einfach beide daran, wieder mehr zu leben, im Hier und Jetzt.
Vielleicht ist es gar nicht wichtig, wie lange man lebt, sondern wie intensiv man lebt?

Liebe Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 21:29

Lieber Kvelli,

jetzt darfst du wieder gucken, ich bin angezogen. ;-)

“Irgendwie kommen solchen abrupten Gedanken wohl doch nicht so einfach nur aus heiterem Himmel.”
Ja, das denke ich mir auch manchmal. Es hat vielleicht einen Grund. Auf jeden Fall sollte man sich damit auseinandersetzen, denke ich.

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 22:05

Liebe Iris,

“…deine Gedanken verstehe ich nur zu gut.” Ja, das denke ich mir. Ich habe auch an dich denken müssen, als ich das hier geschrieben habe.

“Und doch ist gerade diese jeztige Zeit sehr wertvoll, da sie sehr intensiv ist.”
Das kann ich mir gut vorstellen. Ich erinnere mich daran, wie ich jeden Tag mit der Angst lebte, dass das Telefon klingelt und wieder eine Hiobsbotschaft brachte. Dennoch habe ich mich in dieser Zeit - nicht immer im positiven Sinne - sehr intensiv mit mir und dem Leben auseinandergesetzt. Ich habe viele Dinge viel stärker empfunden, was auch sehr schön war und vieles was ich gar nicht missen möchte, auch wenn ich das alles lieber nicht erlebt hätte. Klingt jetzt irgendwie wirr. Ich kann es gar nicht richtig erklären, aber ich denke, das muss ich bei dir auch gar nicht. Du wirst mich auch so verstehen.

Nicht für die Zukunft planen, im Hier und Jetzt leben… so habe ich gelebt, als ich mich von meinem Exmann getrennt habe und auch danach heftig enttäuscht wurde. Mein ganzes schönes geplantes Leben, all meine Träume waren futsch. Was blieb da noch? So ging es mir zumindest. Nachdem ich nicht mehr leben wollte, ordnete ich mein Leben irgendwie und begann einfach im Hier und Jetzt zu leben, weil nichts anderes ging. Was spielte es für eine Rolle, was morgen war. Ich lebte von einem Tag zum anderen. Pläne… nee, allerhöchstens für maximal eine Woche, wenn überhaupt. Ich nahm das was kam an, so wie es kam. (Aber bitte nicht falsch verstehen. :-) ) Ich brauchte auf niemanden Rücksicht nehmen, konnte das tun, was ich in dem Moment wollte und ich konnte nein sagen, wenn mir danach war. Ich wurde mutiger, lebte. Es ging einfach mal um mich. Es war auch eine intensive und schöne Zeit, in der ich mir selbst nah war. Die Zukunft hatte ich ausgeblendet, weil ich gar nicht wusste, wie diese Zukunft hätte aussehen sollen. Es ging mir zu der Zeit nach langer Zeit mal wieder gut. Nicht immer natürlich, ich war viel alleine, aber es gab viele gute Momente und mir ging es immer besser. Und ich hatte ein GEfühl von Freiheit, weil ich nicht über die Zukunft nachdachte. Ich tat alles nur für den Moment. ABer ich habe gelebt. Jetzt. Nicht irgendwann.

Auch wenn das natürlich etwas völlig anderes ist, als bei dir, so kann ich aber dieses GEfühl nachempfinden, keine Pläne zu machen, wenn nur das Jetzt zählt.

Liebe Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 22:06

Ja, liebe Sabine, das ist wirklich übel. :-)

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

9. Januar 2010 @ 22:10

Lieber Andreas,

na, wirst du wohl die Augen zu machen? ;-) Also, so was. ;-)

Du hast es auf den Punkt gebracht. Nichts bereuen müssen, wenn alles zu Ende ist. Genau, das möchte ich. Und ja, die Zeit vergeht so verdammt schnell.

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Babsi

9. Januar 2010 @ 23:54

liebe martina

und ich hoffe es kam nicht zu oberlehrenhaft rüber :))
glg babsi

Kommentar von Nila

10. Januar 2010 @ 01:26

Hmmm, vielleicht solltest du den gedanken mal nachgehen. warum plagen sie dich gerade jetzt so. Lass dich einfach mal beim Doc durchcecken. Vielleicht nimmt dir das deine Angst.
Trotzdem finde ich gut, dass du in dich gehst. Deine Ängst und sorgen nicht hinunterschluckst, sondern auch darüber nachdenkst.
Aber weißt du was: Gut finde ich, dass man Dinge macht, die man schon immer machen wollte. Das ewige vor sich herschieben, das sollte man bleiben lassen. Denn es kann immer irgend etwas dazwischen kommen.
Ganz liebe Grüsse
Nila

Kommentar von Helmut

10. Januar 2010 @ 02:35

Liebe Martina,
was du hier sehr persönlich über deine Ängste vor Krankheit und Tod schreibst kann ich sehr gut nachvollziehen. Zu Beginn dieses Jahres hatte ich einen extremen Durchhänger: Alle Brücken hinter mir abbrechen, irgendwo ein anderes Leben beginnen. Mein Geld verbraten und mich dann vom TGV überrollen lassen. Ich konnte mich wieder aufrappeln, plane lauter schöne Dinge für dieses Jahr. Aufgeschoben wird NIX und schon gar nicht bis zur Rente!! Ich lebe JETZT !! Zum Thema Tod: Menschen gehen in eine andere Dimension (sterben NICHT). Unser Leib (Materie) vergeht, Seele und Geist bleiben.
Deinem Herzblatt wünsche ich heute alles Gute zum Geburtstag.
Liebe Grüße
Helmut

Kommentar von Lilie

10. Januar 2010 @ 07:45

Liebe Martina,

“Ich habe viele Dinge viel stärker empfunden, was auch sehr schön war und vieles was ich gar nicht missen möchte, auch wenn ich das alles lieber nicht erlebt hätte. Klingt jetzt irgendwie wirr.”

Sehr schön und gar nicht wirr, besser hätte ich es auch nicht sagen können. Denn es gibt so wunderbare Momente, die wir wahrscheinlich ohne die uns begleitende Krankheit nie so stark und intensiv empfunden hätten. Was gibt es schöneres als Glück und Liebe so intensiv zu spüren? Leider ist der Preis dafür, dass man die Angst und die Sorge ebenso stark und intensiv spürt. Ich habe auch einmal mit einer Ärztin darüber gesprochen, die mir dann bestätigte, dass viele Menschen in ähnlicher Situation so empfinden würden.
Liebe Martina, lass’ dich einfach mal durchchecken (habe ich im Dezember auch hinter mich gebracht) und dir bestätigen, dass du physisch vollkommen gesund bist, auch wenn du dich krank fühlst. Sie Seele verursacht so manchen Schmerz, der dann durch die Angst noch verstärkt wird. Und das ist unnötig! Mir ging es auf jeden Fall nach dem Arztbesuch besser.

Einen schönen Sonntag noch
sei ganz lieb gegrüßt
Iris

Kommentar von Andrea

10. Januar 2010 @ 07:55

Liebe Martina,
als ich deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich, was hat sie nur? Ich lebe auch für das jetzt, ich mache keine großartigen Pläne, denke nicht an Morgen und bin trotzdem zufrieden mit meinem Leben. Nachdem ich die Kommentare hier gelesen habe, ist mir natürlich klar geworden, warum du solche Angst hast. Eine schwere Krankheit auszufechten … nein, das möchte niemand. Leider ist niemand davor gefeit, tatsächlich mal irgendwann in seinem Leben schwer krank zu werden. Ich sage mir aber einfach, das ich sowas einfach nicht bekommen werde. Und glaube fest daran!
Sonntagsgrüße
von Andrea

Kommentar von Lilo

10. Januar 2010 @ 11:36

Liebe Martina,

jetzt läuft es mir aber kalt den Rücken hinunter. Natürlich hast du Recht, aber andererseits darf man auch nicht immer mit dem Schlimmsten rechnen, sonst kann man die Dinge die gerade anstehen gar nicht richtig genießen und auskosten.

Den Spruch den du da nennst verstehe ich auch als Drohung mal nicht so faul zu sein. Und genau wie du wandele ich ihn gerne ab. Natürlich weiß ich auch, dass man nicht immer alles vor sich herschieben kann und vermutlich viel glücklicher wäre, wenn man das was man sich vornimmt auch wirklich erledigt. Das muss gar nicht mal die elendige Hausarbeit sein, sondern Dinge, die einen froh machen würden, die einem aber zuviel Arbeit sind.

Liebe Grüße
Lilo

Kommentar von Buchstabenwiese

10. Januar 2010 @ 21:11

Liebe Babsi,

nö, habe ich nicht so empfunden. :-)

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

10. Januar 2010 @ 21:14

Liebe Nila,

“Aber weißt du was: Gut finde ich, dass man Dinge macht, die man schon immer machen wollte. Das ewige vor sich herschieben, das sollte man bleiben lassen. Denn es kann immer irgend etwas dazwischen kommen.”
Da kann ich dir nur beipflichten.

Mit einer Bestätigung, dass ich gesund bin, würde ich mich sicher besser fühlen. Das weiß ich auch. Kommt Zeit, kommt Rat. :-)

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

10. Januar 2010 @ 21:29

Lieber Helmut,

mein Herzblatt dankt dir für deine Geburtstagsgrüße.

Da hattest du aber einen ganz schlimmen Durchhänger. :-( Solche GEdanken, alle Brücken abzubrechen und woanders neu anzufangen, hatte ich auch schon, aber dann dachte ich mir, vor mir selbst kann ich nicht davonlaufen, ich nehme alles mit, außer das Umfeld. Na ja, auch die anderen Gedanken hatte ich ganz ernsthaft, nur auf eine andere WEise, ich konnte es dann doch nicht tun und ich habe erkannt, dass ich leben will, nur nicht so wie zu dem Zeitpunkt damals. Und das habe ich geändert, auch wenn es schwer war. Immer wenn ich solche GEdanken habe, dann denke ich an diesen einen Tag zurück. Den vergesse ich nie.

Es freut mich sehr, dass du dich wieder aufgerappelt hast. Wirklich. Und deine Einstellung, nichts aufzuschieben, die finde ich prima. Denn niemand weiß, was morgen ist.

Herzliche Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Babsi

10. Januar 2010 @ 21:31

da bin ich nun beruhigt liebe martina :_)))))

Kommentar von Buchstabenwiese

10. Januar 2010 @ 21:56

Liebe Iris,

ich wusste, dass du mich verstehst. Ganz genau so ist es.

Das mit dem Durchchecken, das ist ja schon lange in meinem Hinterkopf. Irgendwie fehlt mir einfach noch so der letzte Schubs. *seufz* Aber das wird schon.

Ganz liebe Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

11. Januar 2010 @ 03:30

So ging es mir früher auch, liebe Andrea.
Die Ereignisse haben mich in dieser Hinsicht verändert.
Aber ich arbeite dran, dass es wieder ein wenig anders wird. :-)

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

11. Januar 2010 @ 03:35

Liebe Lilo,

genau, es gibt ja auch schöne Dinge, die man immer wieder aufschiebt, auf später, auf irgendwann, wenn… dann… manchmal sollte man sich einfach tun. :-) Alles geht ja auch nicht immer sofort. Aber das ein oder andere ginge schon, wenn man es denn einfach täte. :-)

Immer mit dem Schlimmsten rechnen, das sollte man nicht, da gebe ich dir vollkommen Recht, denn so kann man tatsächlich auch die schönen Dinge nicht genießen.
Aber wenn Ängste da sind, müssen sie raus. Für mich ist es eine Art, damit umzugehen und eine Art Arbeit daran, dass ich wieder anders denken kann.
Ich danke dir für deine lieben Zeilen.

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Elisabeth

12. Januar 2010 @ 09:55

Danke dir, du Liebe!
Deine letzten Zeilen beinhalten die Quintessenz :-) Ist nicht alles eine Frage der Qualität? Sich reinstürzen ins Leben, LEBEN, intensiv, auskosten, genießen, etwas wagen, kein Risiko scheuen - ich hab noch viel zu lernen ;-)
Eine ganz liebe Umarmung für dich, Elisabeth

Kommentar von Buchstabenwiese

12. Januar 2010 @ 20:50

Liebe Elisabeth,

immer wieder gerne. :-)

Qualität geht vor Quantität, das würde ich auch sagen. Was das Lernen betrifft… da schließe ich mich an. ;-)

Alles Liebe,
Martina

Kommentar von Erika

12. Januar 2010 @ 21:43

Liebe Martina,
erst jetzt habe ich diesen Beitrag gelesen und die Kommentare überflogen. Es geht mir sehr nahe Deine Worte , weil ich weiß, wovon Du schreibst.
Ich habe es schon einmal bei Dir erwähnt, dass ich wegen schwerster Depressionen schon zweimal in Kliniken war, einmal mit 30 Jahren 4 Monate lang und einmal vor 7 Jahren 11 Wochen, davon zwei Wochen in der geschlossenen Abteilung. Dort will in niiiieeeeeee mehr hin. Das gibt mir die Kraft, auszuhalten und an mir zu arbeiten, wenn es mir schlecht geht. Niemand, auch kein Arzt und keine Tabletten können mir das wirklich ganz wegnehmen, wenn nicht ich meine Kräfte, die in mir verborgen sind, aktiviere. Eine Verhaltenstherapie bei einer Psychologin hat mir sehr geholfen. Ich nehme keine Tabletten mehr. Aber ich habe schon oft bei Elisabeth geschrieben, dass mich auch mein Glaube stärkt. Dieser ist gewachsen, als mein Sohn mit knapp 3 Jahren von drei Schäferhunden lebensgefährlich verletzt wurde. Das war eine schlimme Zeit, heute ist er 20 und es geht ihm gut. Ich habe Vertrauen und Hoffnung, dass ich nicht alleine bin. Auch durch den Tod und dem Begleiten im Sterben meiner Mama habe ich die Nähe und die Kraft Gottes gespürt. Kein Mensch kann mir das wegnehmen, die Trauer, die Angst, aber ich kann dagegen was tun, annehmen, aber mich nicht beherrschen lassen. Ich wollte einmal nicht mehr leben, und bekam eine zweite Chance, ich lebe gerne , und dankbar, aber einfach ist es nicht immer. Aber wenn ich an Menschen denke, die auch ein Schicksal durchleben, fühle ich mich nicht alleine. Und alles trifft auch nicht auf einen zu. Ich gebe mir selbst Antwort (das habe ich in der Verhaltenstherapie gelernt)wenn Ängste in mir hochkommen, habe gelernt mich so anzunehmen, und zu lieben. Ich wünsche Dir alles Gute liebe Martina und wenn man wirklich professionelle Hilfe vorübergehend in Anspruch nimmt, ist das auch o .k. Es muss aber passen, das ist auch ein langer Weg, etwas zu finden, was wirklich Erfolg hat. Therapie ist schwere Arbeit, aber danach kann man sich selbst therapieren, ich habe das Gefühl , dass ich ganz genau spüre, was mir und meinem Körper und meiner Seele guttut und darauf achte ich.
Alles Liebe und hoffentlich habe ich Dich nicht mit meinen Worten überfahren.
herzlichst Erika

Kommentar von Wally

13. Januar 2010 @ 13:11

Liebe Martina

Mein Hausarzt und ebenso mein Gynäkologe haben mich schon ´ewig´ nicht mehr gesehen, wahrscheinlich denken sie, ich hätte den Arzt gewechselt *lach* . Der einzige Arztbesuch zu dem ich mich 1x jährlich aufraffe ist beim Zahnarzt, und dies auch nur deshalb, weil mir sonst der Stempel im Bonusheft fehlt :roll: . Und nach der letzten Zahn-Kontrolluntersuchung im Novemer fühlte ich mich anschließend mal wieder fröhlich, frei und wie “über den TÜV” :-) . Und genauso fühlte ich mich auch damals immer, wenn ich von der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt kam, also ich meine damals, als ich noch regelmäßig hin ging ;-) *seufz* .
Mir geht es ähnlich, wie dir, ich hab auch immer Angst, dass irgendwas Schlimmes entdeckt wird. Und dadurch schrecke ich immmer wieder davor zurück, mir einen Kontroll-Termin zu nehmen, und akut ist ja nix, also muss ich nicht unbedingt einen Arzt aufsuchen ;-) . Noch nicht mal zum Check-Up beim Hausarzt schaffe ich es, dabei ist seine Praxis in der Nähe und er ist auch der `Arzt meines Vertrauens´, schon seit mehr als zwanzig Jahren.

“Irgendwann” , ja es könnte sein, dass wir “irgendwann” nicht mehr erleben. Darum sollte es uns besonders wichtig sein mehr im Hier und Jetzt zu leben und schöne Momente besonders zu genießen. … und uns hinsetzen und zumindest mal damit zu beginnen, unsere Bestseller zu schreiben :mrgreen: . Okay, auch wenn es kein Bestseller wird, wäre es super, endlich mal ein Werk vollendet zu haben ;-) . Und anstatt immer nur Romananfänge zu schreiben :roll: hab ich jetzt mal meinen Blickwinkel verändert und mich dazu entschlossen mich an einem Thema für ein Sachbuch zu versuchen. Vielleicht klappt das ja besser :cool:

Ganz viele positive Gedanken :-)
schickt dir
Wally

Kommentar von Buchstabenwiese

13. Januar 2010 @ 17:47

Liebe Erika,

heute Vormittag hatte ich hier schon mal einen Antwortkommentar geschrieben, und gar nicht mal so kurz, *seufz* und als ich ihn abgeschickt habe, war die Internetverbindung weg und der ganze schöne Kommentar ist im Nirgendwo gelandet. :-(
Nun bekomme ich das auch gar nicht mehr so zusammen. Dann schreibe ich jetzt eben was anderes. :-)

Zunächst mal, du hast mich nicht überfahren. :-) Wenn ich hier etwas veröffentliche, dann mag ich mich damit auch auseinandersetzen und mich gerne mit euch austauschen. Mir geht es da so wie dir, zu wissen, dass es noch andere Menschen mit gleichen oder ähnlichen Sorgen und Ängsten gibt, gibt mir das Gefühl nicht alleine damit zu sein. Daher auch herzlichen Dank für deine offenen Worte.

“…und wenn man wirklich professionelle Hilfe vorübergehend in Anspruch nimmt, ist das auch o .k. Es muss aber passen…” Selbstverständlich ist das okay, liebe Erika. Manchmal geht es sogar nicht anders. Aber wie du schon schreibst, es muss passen. Ja, ich habe tatsächlich auch schon mal vor ca. 10 oder 11 Jahren einen Therapeuten aufgesucht, als ich mich von meinem Exmann getrennt habe. Da war ich so zerfressen von Schuldgefühlen, die von Außen noch forciert wurden, da ging es mir sehr schlecht. Es hat mir ein wenig geholfen die Trennung zu vollziehen, aber ich weiß heute, dass es nicht der richtige Therapeut für mich war, da ich mich ihm nicht öffnen konnte. So habe ich auch die letzten Sitzungen nicht mehr in Anspruch genommen.

Es gab in den letzten Jahren eine Zeit, als meine Mutter krank war, da hätte man mich auch einweisen können. Hört sich jetzt so locker an, aber das meine ich ganz ernst. Das mag ich jetzt auch gar nicht näher erläutern, die Zeit ist Gott sei DAnk vorbei. Da kamen halt auch noch andere Dinge gleichzeitig auf mich zu. Das konnte ich nicht mehr bewältigen. Es ist erstaunlich, dass man sich dann plötzlich selbst nicht mehr wieder erkennt.

Ich war früher viel verschlossener als ich es heute bin. Mir hilft jetzt das Schreiben und diese Offenheit, nicht mehr alles verstecken, was mich bewegt, sondern dazu zu stehen, dass es so ist, wie es ist. Ich bin so erzogen, dass man nicht alles nach Außen trägt. Viel für sich behält, selbst damit klarkommt, ohne Hilfe von anderen. Was aber heißt, dass man nach außen so tut als sei alles gut, alles ist perfekt und innerlich weint man. Das kostet sehr viel Kraft, immer so kontrolliert zu sein. Lachen, wenn man weinen möchte. Weinen nur im stillen Kämmerlein. Ich bewundere es sehr, wenn Menschen den Mut haben, ihren Tränen freien Lauf zu lassen, ihre Gefühle zeigen können, ich kann das noch immer nicht gut in Gegenwart von anderen, dabei bin ich ein sehr gefühlvoller Mensch.

Ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin, da ich bereit bin offener zu sein, mein Inneres nicht mehr zu verstecken und vor allem ehrlich mir selbst gegenüber zu sein. Es ist ja manchmal gar nicht einfach, manche Dinge vor sich selbst zuzugeben, zuzulassen, sich so anzunehmen, wie man gerade ist.
Aber ich arbeite dran. Und der Austausch mit euch, der hilft mir sehr dabei. :-)

Herzliche Grüße an dich,
Martina

Kommentar von Buchstabenwiese

13. Januar 2010 @ 18:13

Liebe Wally,

wie schön, dass du mich verstehen kannst. :-) Immerhin gehst du zum Zahnarzt. *seufz* Wozu so ein Bonusheft doch gut ist. :-) Hat man erst einmal geschlabbert, spielt es keine Rolle mehr, wie du bei mir siehst. Bei mir liegt es unter anderem auch daran, dass ich mich nicht zu einem neuen Zahnarzt traue, jetzt schon gar nicht mehr. *seufz* Bei meiner alten Zahnärztin bin ich sogar mindestens zweimal im Jahr gewesen, reine Selbsttherapie gegen meine übermäßige Angst. :-) Funktionierte aber.

Wie über den TÜV… *lach* Ja, ich weiß genau was du meinst. Es ist ein befreiendes Gefühl. :-)

Anderes Thema… ja, lass uns endlich unseren Bestseller schreiben. Von wegen einfach nur Werk vollenden… nee, ich finde wir sollten einen Bestseller anstreben. In irgendeinem Blog habe ich das hier von Daniel Hudson Burnham aufgeschnappt (weiß leider nicht mehr wo):
“Mach keine kleinen Pläne. Sie haben nicht den Zauber, das Blut der Menschen in Wallung zu bringen. Sie werden nicht realisiert. Mach große Pläne, setze dir hoffnungsvoll die höchsten Ziele- und arbeite.”
:D

Ein Sachbuch also, ist doch klasse. Bin schon auf das Thema gespannt. Jedenfalls habe ich irgendwo gelesen, dass Sachbücher eine größere Chance auf Veröffentlichung haben, als andere. Klingt doch also schon mal vielversprechend. :-)

Positive Gedanken kann ich immer gut brauchen. Die wünsche ich dir auch von Herzen. ;-)

Liebe Grüße,
Martina

Kommentar von Erika

13. Januar 2010 @ 19:08

Liebe Martina,
vielen Dank für Deine lieben Worte. Auch wenn der erste Kommentar verschwunden war, Deine Worte sind tief bei mir angekommen. Ich finde auch, dass Du ein offener gefühlvoller Mensch bist. Und es ist schön und bereichernd sich auszutauschen. Mir hilft das auch sehr. Was ich in meinen Kommentaren zum Ausdruck bringe, ist das, was mein Herz und meine Seele sagen, ich schreib alles einfach fließend hin ohne zu überlegen und wundere mich manchmal hinterher selbst was ich geschrieben habe. Es ist eigentlich auch eine Therapie, von Dir und anderen ernst genommen zu werden, so wie ich bin. Und ich kann offen über alles schreiben, so wie es aus meinem Innern herausfließt.
Es ist ein Geschenk für mich.
Alles Gute für Dich , schön, dass es Dich gibt
:-)
herzlichst Erika

und Grüße den Pepper :-)

Kommentar von Buchstabenwiese

14. Januar 2010 @ 02:36

Danke schön, liebe Erika.
Und es ist schön, dass es dich gibt.

“…und wundere mich manchmal hinterher selbst was ich geschrieben habe.” Das geht mir manchmal ganz genauso. Also, dass ich mich wundere, was ich geschrieben habe. :-) Irgendwie ordnet das Schreiben und der Austausch mit euch oft meine Gedanken.

Alles Liebe,
Martina

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