Hochzeitsbericht

Abgelegt unter: Traumhaftes, Hochzeit, Gluecksmomente, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 7:46 pm on Mittwoch, Oktober 28, 2009

Ringe © Martina Hildebrand 2009 

Teil 1 

Der Hochzeitsmorgen und ein besonderer Augenblick 

Endlich ist er da, DER Tag. Unser Hochzeitstag.

Wow, so viele sind gekommen. Familie, alte Freunde, ehemalige Kollegen…  ich bin so gerührt. Der Raum ist voll mit lieben Menschen, die am Tag unserer Hochzeit an unserer Seite sein wollen…

 

Doch noch bevor die Hochzeit angefangen hat, sind plötzlich alle weg. Sie sind Musik hören, die mein Schatz irgendwo in der Ferne macht. Merkwürdig. Und ich bin noch nicht mal umgezogen. Wo ist überhaupt mein Kleid? Und die Kette? Hilfe, ich habe die Kette von meiner Mutter vergessen. Die wollte ich doch heute tragen. Panik. Und wieso zum Kuckuck habe ich ORANGEFARBENE (!) Unterwäsche dabei???

 

Dann verschwindet auch noch jemand. Wer? Keine Ahnung, ich habe ja offensichtlich genug mit mir selbst zu tun.

Die Hochzeit beginnt eine ganze Stunde später als geplant, und dann auch noch das: Meiner Schwiegermutter gefällt das Kleid nicht!

Was für ein Albtraum.

 

Ich wache auf und stelle fest, dass ich in meinem Bett liege. Es ist die Nacht vor der Hochzeit und alles ist gut. Es war tatsächlich alles nur ein Traum. Puh, noch mal Glück gehabt. Also, alles wieder auf Anfang spulen.

 

Ich liege eine Weile wach und frage mich, was das für ein lautes Rauschen ist. Regnet es? Na prima, es schüttet wie aus Eimern! Es hört sich an, als wären die Niagara Fälle direkt über uns. Wenn das so bleibt, na dann Prost Mahlzeit, denke ich noch, bevor ich wieder ins Land der Träume versinke. 

 

Herzballon © Martina Hildebrand 2009 

 

Am Hochzeitsmorgen wachen wir tatsächlich pünktlich auf und es regnet nicht. Hallelujah, und ich hatte im Geiste meine perfekte Brautfrisur schon zu einem nassen Etwas zusammenfallen sehen. Dennoch, alles ist nass draußen und die heutige Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 75 %! Nicht gerade beruhigend. Hätten wir nur gestern geheiratet, da war supertolles Bilderbuch-Sonnenwetter. Ich glaube Petrus wird alt, er hat das Datum verwechselt.

 

Trotz Aufregung brauche ich auch am Hochzeitsmorgen erst mal einen Kaffee zum Wachwerden. Ohne geht gar nix. Im Radio läuft „Es war ne geile Zeit…“. Moment mal. Ist das irgendwie eine versteckte Botschaft? Soll das heißen, dass die geile Zeit vorbei ist? Hmmm… Nee, sie fängt doch gerade erst an, oder täusche ich mich. Ich lasse kurz mein bisheriges Leben Revue passieren. Ja, es waren schon geile Zeiten dabei, aber es gab auch andere Zeiten, die weniger schön bis besch… waren.

Nichtsdestotrotz, heute fängt für mich, für uns, eine neue Zeit an, und zwar eine geile Zeit! Basta! Beschlossen und besiegelt.

 

Entgegen meiner Horrorfantasien der letzten Tage, in denen praktisch alles schief gelaufen ist, was nur schief laufen kann, läuft alles nach Plan. Ich bin pünktlich beim Friseur, wo meine Haare hochgesteckt werden und ich dezent geschminkt werde. Ich bin pünktlich und trocken (!) zurück, wo meine zukünftige Schwägerin mit Pepper auf mich wartet, um mir ins Kleid zu helfen. Mein Schatz ist mit seinem Bruder und Trauzeugen bereits auf dem Weg zu seinen Eltern, um sich dort fertig zu machen. Perfekt. Denn mein Schatz wollte weder das Kleid noch sonst irgendwas vorab sehen. Er wollte von mir überrascht werden, den Augenblick genießen, an dem er mich zum ersten Mal als Braut sieht.

 

 Brautfrisur Brautfrisur

 

 

Bevor ich nun aber das schwer erkämpfte Kleid anziehe, trinken meine zukünftige Schwägerin und ich noch ein Gläschen Sekt zum Einstimmen. Ja, so viel Zeit muss sein.

Und da ich jetzt eh nichts mehr groß beeinflussen kann, werde ich langsam ruhiger. Es kommt wie es kommt. Und vielleicht tut auch der Sekt seine Wirkung.

 

Dann ist es soweit. Ich bin fertig. Das Kleid passt, nichts ist gerissen und die Frisur lebt auch noch. Und als meine zukünftige Schwägerin ein „Du siehst toll aus“ von sich gibt, kann es von mir aus losgehen. Wie auf Bestellung höre ich, wie jemand die Haustüre aufschließt. 

  

Jetzt ist er da, der Augenblick, in dem MEIN Bräutigam mich zum ersten Mal in meinem Kleid sehen wird. Erwartungsvoll und aufgeregt steht er unten im Flur, während ich mich bereit mache die Treppe hinunter zu schreiten…

 

Brautfrisur

Fortsetzung folgt… 

Martina Hildebrand

Verschieben wir es auf morgen…

Abgelegt unter: Gluecksmomente, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 9:35 am on Donnerstag, Oktober 22, 2009

Teverener Heide © Martina Hildebrand 2009 

… oder Flittertage 

Eigentlich sollten die Fotografen-Fotos von der Hochzeit Anfang dieser Woche kommen… das hat leider nicht geklappt. Vielleicht Freitagabend. Ihr ahnt es sicher schon… genau… der Hochzeitsbericht verschiebt sich daher auch ein wenig. Denn vielleicht gibt es ja auch das ein oder andere Foto dazu. Mal sehen.

 

Dafür zeige ich euch jetzt ein paar Fotos von einem unserer Flittertage. Als Entschädigung sozusagen. Zumal es heute draußen nass und eklig und eklig und nass ist. Da können ein paar schöne Bilder nicht schaden.

 

Letzte Woche waren wir nämlich in der Teverener Heide. Da kann man wunderbar spazieren gehen und sich erholen. Der Waldboden federt bei jedem Schritt, so dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu laufen und die Luft riecht herrlich würzig nach Wald. Wenn nicht so viele Leute unterwegs sind, wird man dort von einer wohltuenden Ruhe eingehüllt, hört vielleicht mal einen Specht klopfen oder ähnliches.

 

Teverener Heide © Martina Hildebrand 2009

 

Teverener Heide © Martina Hildebrand 2009

 

Teverener Heide © Martina Hildebrand 2009 

 

Teverener Heide © Martina Hildebrand 2009

 

Teverener Heide © Martina Hildebrand 2009

 

Rotes Laub © Martina Hildebrand 2009 

 

Und wer mit offenen Augen genießen kann, der sieht auch noch die kleinen Schönheiten der Teverener Heide.

 

Pilze © Martina Hildebrand 2009

 

Pilze © Martina Hildebrand 2009

 

Pilze © Martina Hildebrand 2009

 

Pilze © Martina Hildebrand 2009

 

Pilze © Martina Hildebrand 2009

 

Pilzkolonie © Martina Hildebrand 2009

 

Alles in Grün © Martina Hildebrand 2009

 

Ja, ich muss zugeben, wenn man bereit ist sich ins Auto zu setzen und ein paar Meter zu fahren, dann gibt es hier im Umkreis auch noch was anderes als Felder und Kühe. Dann ist es fast wie im Urlaub, nur die Berge fehlen.

 

Pepper © Martina Hildebrand 2009 

So und jetzt muss ich hinaus ins uselige Nass.

 

Martina Hildebrand

Oh, wie ist es im Wald so schön…

Abgelegt unter: Tierisches, Traumhaftes, Gluecksmomente, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:29 pm on Sonntag, Oktober 18, 2009

Lichtspiele im Wasser © Martina Hildebrand 2009 

…trallalalalaaaaaaa… 

Am Mittwoch waren die Hildebrands im Wald spazieren. In jenem Wald in dem sie sich endlich ihr „Ja-Wort“ gaben. Das Wetter war aber auch zu schön.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf den „Hochzeitsbericht“. Das hier ist die Mühle, in der die schöne Müllerin aufhörte eine Müllerin zu sein. Ist doch irgendwie passend, nicht wahr?

 

Mühle © Martina Hildebrand 2009

 

Ja, so schön hätte es am Hochzeitstag auch aussehen können, wenn Petrus in seiner Güte nicht beschlossen hätte die Hildebrands mit seinen Tränen zu segnen. Kurz vor dem Fototermin, der trotz allem draußen stattfand, hatte er immerhin ein Einsehen und hörte auf zu weinen. Aber die Wolken waren so neugierig, dass sie bis nachmittags über der Mühle herumlungerten, um ja nix zu verpassen.

Ich bin sehr gespannt, ob die Fotos trotzdem etwas geworden sind.

 

Ist es nicht herrlich hier im Wald?

 

Wald © Martina Hildebrand 2009

 

Leiter im Wasser © Martina Hildebrand 2009 

 

Nanu, eine Leiter im Tümpel? Da haben wohl die Wasserelfen vergessen sie rechtzeitig herunterzuziehen. Oder war es eine Einladung für uns, sie zu besuchen? Sorry, liebe Elfen, aber das ist mir zu nass und zu kalt. 

Was findet Pepper wohl so spannend?

 

Pepper auf einer Bank © Martina Hildebrand 2009

 

Klar, die schnatternden Enten.

 

Ente © Martina Hildebrand 2009

 

Nein, Pepper, damit kannst du nicht spielen. Aber wie man sieht, hatte er trotzdem Spaß.

 

Pepper buddelt © Martina Hildebrand 2009

 

Der Wald um die Mühle herum ist wirklich wunderschön, kann ich nur empfehlen, da sind sogar die Bäume verliebt.

 

Bäume © Martina Hildebrand 2009

 

Ringe © Martina Hildebrand 2009

 

Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang.

 

Martina Hildebrand

Mein Name ist…

Abgelegt unter: Hochzeit, Taufrisch, Gluecksmomente, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 1:20 pm on Dienstag, Oktober 13, 2009

…nicht Hase 

Blumen © Martina Müller 2009 

Ihr wisst es ja schon, ich heiße jetzt anders… 

Was soll ich sagen, als ich nach der Hochzeit das erste Mal ans Telefon ging, meldete ich mich völlig normal und unbedarft mit “Müller”. War klar. So wie immer halt. Aber es war ja nicht „wie immer“. Doch erst als ich am anderen Ende ein lachendes “Ich wusste es” hörte, fiel mir ein: Ach ja, ich heiße ja gar nicht mehr Müller… Mist. 

Natürlich wurde ich kurz darauf ein zweites Mal auf die Probe gestellt. Es klingelte, ich nahm den Hörer ab und hatte schon wieder mein übliches “Müller” auf der Zunge als ich stutzte… da war doch was… ich machte eine kunstvolle Pause, suchte nach dem richtigen Namen, fand ihn und nannte ihn schließlich. Natürlich war der Anruferin meine Unsicherheit nicht entgangen… 

Und wie sollte es anders sein, das Telefon klingelte ein drittes Mal und wieder meldete ich mich forsch mit… na ratet mal… genau, mit  “Müller”. Ich merkte es nicht einmal, bis ich am anderen Ende diese Worte vernahm: “War das nicht Hildebrand?”
“Sch…”, entfuhr es mir. Hatte ich schon wieder nicht dran gedacht. 

Ich schätze, ich werde wohl noch eine Weile brauchen, bis ich mich an meinen neuen Namen gewöhnt habe. 

Tja, und wer aufmerksam gelesen hat, der weiß auch, wie ich ab sofort heiße.

Okay, ich sag’s noch mal, vielleicht gewöhne ich mich dann auch dran: Martina Hildebrand. 

Über die Hochzeit berichte ich natürlich auch noch, versprochen. Gebt mir ein bisschen Zeit. Schließlich flittere ich noch.  

Martina Müller äh Hildebrand 

Abschied…

Abgelegt unter: Taufrisch, Hochzeit, Tierisches, Gluecksmomente, Alles, Fotos, Tagebuch — Buchstabenwiese at 9:34 pm on Freitag, Oktober 9, 2009

Paar © Martina Müller 2009 

Letzter Beitrag als… 

…tataaaa…   Martina Müller.

 

Ja, das hier wird der letzte Beitrag als Martina Müller in meinem Blog sein. Ab morgen, ca. 13:30 Uhr werde ich anders heißen. Also nicht „Anders“ mit Namen, aber eben anders.

Wie? Nur Geduld, das werdet ihr erfahren. Nach der Hochzeit.

 

Ich dachte, ich melde mich noch mal vor dem großen Tag morgen.

Außerdem wollte ich euch noch die Fliege für Pepper zeigen, die ich diese Woche aus einer alten Krawatte von dem zukünftigen Herrn Buchstabenwiese, extra für den morgigen Tag, genäht habe. Ist sie nicht süß?

 

Fliege © Martina Müller 2009

 

Wie die Fliege mit Pepper aussieht, werdet ihr dann nach der Hochzeit sehen. Hoffentlich. Wenn er sie anbehält.

 

Dann möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mir/uns vorab schon so liebe Wünsche überbracht haben und bei allen, die so lieb die Daumen für das Wetter morgen drücken.

 

So, ein letztes Mal:

Martina Müller

Wie ein Vogel im Wind…

Abgelegt unter: Tierisches, Gluecksmomente, Alles, Geschichten — Buchstabenwiese at 8:50 pm on Montag, Oktober 5, 2009

 Vogel in der Luft © Martina Müller 2009

 

Vogelfrei

 

Alma saß auf dem Ast eines Apfelbaumes und sah dem Treiben des Windes zu.
Wie er die Wolken über den Himmel scheuchte, an den Ästen der Bäume zerrte und Blätter durch die Luft schleuderte. Es war das ideale Wetter sich seinen Atem durch die Federn pusten zu lassen.

Alma spreizte ihre Flügel und flog dem Wind entgegen. Heftig zerrte er an ihren Federn während sie sich gegen ihn stemmte. Sie kam keinen Millimeter vorwärts. Für eine Weile sah es so aus, als stünde sie in der Luft. Und genau das war beabsichtigt. 

Dann ließ sie sich plötzlich fallen und von dem Wind durch die Lüfte tragen. Hui, das kitzelte im Bauch. Was für ein Spaß. Sie durfte nur den richtigen Moment nicht verpassen. Den Moment, in dem sie das Ruder wieder selbst in die Hand nehmen musste, um nicht gegen einen Baum geschleudert zu werden. Gleich war es soweit…

Jetzt! Seitlich flog sie dem Wind davon, schlug einen Bogen und ließ sich erneut auf dem Apfelbaum nieder. 

Alma liebte es, so durch die Lüfte zu segeln. Eine kleine Pause nur, dann würde sie das Spielchen von vorne beginnen.
Ach, es war herrlich ein Vogel zu sein.

Martina Müller