Der tiefe Fall von Sams…

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, Alles, Geschichten, Tagebuch — Buchstabenwiese at 11:25 pm on Freitag, März 27, 2009

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Der tiefe Fall von Sams…   

               …und der Regen ist Schuld 

Mein Sams begleitet mich nun seit 20 Monaten. Es war treu, elegant, schlank, zuverlässig und immer gut gelaunt. Es beanspruchte nicht viel Platz für sich, drängte sich nie auf, war stets voller Leben. Doch nun liegt mein heiß geliebtes Sams vor mir und gibt keinen Mucks mehr von sich. Es ist dunkel, eine tote, leere Hülle. Mein Sams hat mich verlassen.

 

Angefangen hatte alles am Mittwoch. Wie gewohnt begleitete mich mein Sams auf meinem Hundespaziergang. Es machte ihm nichts aus, dass es draußen kalt und regnerisch war. Es verschwand dezent in meiner Hosentasche und ertrug sein Schicksal klaglos.

 

Der blöde Regen. Er ist Schuld. Er ist Schuld, dass ich feuchte Kniekehlen bekam und meine nasse Hose nach dem Spaziergang Zuhause zum Trocknen über das Geländer in der ersten Etage hängte. Damit nahm das Schicksal seinen Lauf…

 

Es polterte.

Mein Herz stockte.

Mein Sams!

 

Mein Sams war aus der Hosentasche gerutscht, zwei Etagen in die Tiefe gefallen und lag nun auf den kalten Fliesen im Keller…

 

Ich zog eine trockene Hose an, lief in den Keller und sammelte die Einzelteile auf. Liebevoll setzte ich Sams wieder zusammen, schaltete es ein und… es lebte.

 

Ach, was war ich froh, dass es noch funktionierte. Es hatte den tiefen Fall überlebt.

 

Dachte ich.

 

Äußerlich hatte es nur einen Kratzer, doch es muss wohl so was wie innere Blutungen gehabt haben. Denn einen Tag später, machte es etwas Seltsames: Es schaltete sich von alleine aus und wieder an.

Hmmm… das war neu…

 

Und heute passierte es wieder. Es schaltete sich von selbst aus, ging wieder an, wieder aus und…     …blieb aus.

Mein Sams hatte sich verabschiedet.

 

Alle Wiederbelebungsversuche scheiterten. Und jetzt steht fest, dass ich Abschied nehmen muss von Sams. Dabei habe ich es so geliebt.

So plötzlich kann es gehen. Gestern noch voll im Saft und heute schon leblos.

 

Und jetzt? Ja, jetzt brauche ich ein neues Handy…

 

In tiefer Trauer

Martina Müller

Ich bin zurück…

Abgelegt unter: Alles, Tagebuch, Allgemein — Buchstabenwiese at 8:00 pm on Dienstag, März 24, 2009

Spatz © Martina Müller 2009 

Hi, ich bin zurück… 

Schön, dass ihr vorbeischaut. Meine Blog-Pause ist mit sofortiger Wirkung beendet, denn eins habe ich für mich herausgefunden:

Der Blog hat nichts damit zu tun, dass es mir zurzeit nicht gut geht! Somit kann auch eine Pause nichts daran ändern. Oh Wunder, welch eine Erkenntnis.

Wie bei vielen Dingen liegt auch hier die Ursache nicht im Offensichtlichen, sondern irgendwo im Verborgenen. Aber es wirkt sich eben auf alle Bereiche aus. C’est la vie.

Wenn es uns nicht gut geht, wir irgendwie aus dem Gleichgewicht sind, reagieren wir sensibler auf alles, was um uns herum geschieht. Wir zweifeln, verlieren das Vertrauen, beziehen Vieles auf uns. Plötzlich ist da so ein fieses Männchen in uns, das uns blöde Sätze eintrichtert:

„Du kannst aber auch gar nichts, du bist nichts wert, du bist zu nichts zu gebrauchen.“

„Keiner hat dich lieb, du bist für niemanden wichtig.“

„Alles ist doof, die ganze Welt ist be….“

„Wozu das Ganze?“                                   

Kann sich einer davon freisprechen, an miesen Tagen diese oder ähnliche Gedanken zu haben oder mal gehabt zu haben? Hand aufs Herz! Nein, nein, mir braucht ihr das nicht zu verraten, es reicht, wenn ihr ehrlich zu euch selbst seid. Ist ja kein Beichtstuhl hier.

Und so schlimm ist es ja auch nicht, WENN man diese Gedanken auch wieder loslässt. Schlimm wird es erst, wenn sie sich auf Dauer einprägen, was leicht passieren kann. Vielleicht hilft es ja, wenn ihr diese Gedanken alle auf einmal, in geballter Ladung, auf einen Zettel schreibt. Ich bin sicher, ihr müsst am Ende über euch selbst lachen, über so viele blöde und dumme Gedanken, die vor Selbstmitleid nur so triefen.

 Krokusse-Frühling © Martina Müller 2009

Unsere Gefühle sind vielschichtig. Sie reichen von unbeschreiblichem Glück bis zu tiefer Trauer und Verzweiflung, von Lust und Liebe bis zu unbändiger Wut und Enttäuschung. Wer würde nicht gerne ständig vor lauter Glück auf Wolken schweben… Andererseits wäre das auf Dauer wohl ziemlich anstrengend. Außerdem, wenn es die anderen Gefühle nicht gäbe, wie würden wir dann wissen, dass wir gerade glücklich sind? Ich meine, wenn es nur ein einziges Gefühl gäbe, wäre eine Unterscheidung ja gar nicht nötig. Nein, ich denke es hat einen Sinn, dass wir so vielseitig fühlen können und auch mal mies drauf sind. Solange wir irgendwas fühlen, heißt das, wir leben. Wenn wir nichts mehr empfinden, dann sind wir tot.

UND: Man braucht nicht erst zu sterben, um tot zu sein!      

Ja, ihr dürft staunen, mein Hirn hat den Streik beendet und seine Arbeit wieder aufgenommen. Zumindest zeitweise.

Daher ist mir auch aufgefallen, dass es sehr vielen Menschen in den letzten Wochen und Monaten nicht gut ging und auch jetzt noch nicht gut geht. Fragen nach dem Sinn geistern in den Köpfen herum. Wozu das alles, das bringt doch nichts.

Gleichzeitig triefen die Medien seit einiger Zeit nur so vor bedrohlichen Nachrichten, die noch mal extra bedrohlich herausgeputzt und ausgeschlachtet werden: Finanz- /Wirtschaftskrise, insolvente Firmen, Stellenabbau, Amoklauf, Menschen, die an Krebs sterben, tödliche Unfälle, Schlechtwettermeldungen, tödlich verlaufende Grippeviren - so gefährlich wie noch nie, Steueraffären, düstere Aussichten werden prophezeit… usw. usf.

Zufall?

Wenn wir uns jetzt mal vor Augen halten, dass ständige Wiederholungen, wie sie in den Medien regelrecht zelebriert werden, sich in unsere Köpfe einnisten, so dürfte uns die schlechte Stimmung, der Zweifel an allem und jedem, eigentlich nicht verwundern. Eine Suggestion namens Hoffnungslosigkeit tröpfelt in unsere Hirne und formt sich zu einer grauschwarzen Brille. Statt rosarot sehen wir nur noch schwarz. Wir fühlen uns bedroht, denn alles wird ja noch schlimmer werden, dabei ist es ja schon schlimm genug. Wir lauern nur noch auf das Negative. Hah, da isses ja, ich wusste es doch, war ja klar.

Alles wird seziert und nach unserem Befinden gedeutet. Da kann so eine klitzekleine Frage nach dem Sinn des Lebens schon mal aufkommen und sich zu einem riesigen Mammut entwickeln.

Aber ich schweife ab…

Warum bin ich eigentlich hier, was wollte ich euch mitteilen?

 

Ach ja: Ob Sinn oder nicht, ich bin zurück…

Martina Müller 

Ich mach’ dann mal Pause…

Abgelegt unter: Alles, Tagebuch, Allgemein — Buchstabenwiese at 10:12 pm on Montag, März 16, 2009

Möwe © Martina Müller 2009 

Ich mach’ dann mal Pause 

Euch ist sicher aufgefallen, dass meine Beiträge in der letzten Zeit eher oberflächlich und spärlich sind. Und ich sehe es zum Teil auch an euren Kommentaren bzw. Nichtkommentaren. Meine Beiträge sind uninteressant geworden, weil ich sie schreibe, nur um etwas zu schreiben und um den Blog nicht verwaisen zu lassen.

Ich kann zurzeit keine Beiträge schreiben, die berühren. Irgendetwas in mir sperrt sich dagegen. Und ständig nur so ein Blabla zu schreiben, das ist einfach nicht mein Ding, das bin nicht ich. Eine große Leere hat sich in mir breitgemacht, ich bin traurig und unzufrieden mit mir selbst.

Mein Blog war mir immer wichtig. Doch seit einiger Zeit gibt mir der Blog nichts mehr, es findet keine richtige Kommunikation mehr statt, vielleicht weil ich zurzeit nichts geben kann. Und auch meine Besuche in euren Blogs bringen mir im Moment nicht so viel. Ich fühle mich Blogmüde. Es kommt mir so vor, als ob ich meine Zeit nur vertrödle und nichts mehr auf die Reihe bekomme.

Wasservogel © Martina Müller 2009

Seit Tagen denke ich deshalb schon über eine bewusste Blog-Pause nach. Und jetzt habe ich mich durchgerungen. Ich verordne mir eine Zwangspause. Ich werde mich in dieser Zeit bewusst um andere Dinge kümmern.

Wie lange diese Pause dauern wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht nur eine Woche, vielleicht aber auch ein bisschen länger. Aber ich komme auf jeden Fall in absehbarer Zeit wieder. Schreibt mich also nicht ab. Stellt euch einfach vor, ich sei in Urlaub.

Ein dickes Dankeschön an alle, die mir auch in der Zeit mangelnder Kreativität die Treue gehalten haben.

Also, bis demnächst in diesem Blog.

 

Blubb © Martina Müller 2009

Martina Müller

Angriff…

Abgelegt unter: Traumhaftes, Sinnig Unsinniges, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 11:31 am on Dienstag, März 10, 2009

Geist © Martina Müller 2008 

Angriff!!! 

Ich blicke ins Terrarium, um nachzusehen, wie es meinen Landschildkröten Bonnie und Bob geht.

 

Uaaaaaaaaaaah, was ist denn da los? Igitt!!! Die Pinienrinde ist ja klitschnass und Silberfische tummeln sich da drin. Bäh. Und… oh Gott… schluck… Riesen… äh… Riesenviecher. Die werden immer größer und scheinen sich explosionsartig zu vermehren. Hiiiiiiiiiilfe! Die sehen aus wie Chamäleons mit riesigen spitzen Zähnen. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHH… jetzt kommen die auch noch aus dem Terrarium geklettert und wollen mich beißen. Hiiiiiilfe, willst du das wohl sein lassen!!!! Ich springe auf den Sessel, schnappe mir irgendwas und hau auf das Ding drauf, bevor es sich bei mir festbeißt. Dieses Killer-Chamäleon lässt einfach nicht locker. Uaaaaaah… geh weg… lass mich in Ruhe…

Wie? Was? Wo bin ich? Wo sind sie? Ich lieg im Bett?

Puh… alles nur geträumt… Was für ein Glück.

Wieso träume ich eigentlich immer so einen Sch… und was hat dieser Traum nun wieder für eine Bedeutung?

Dass wir keine Pinienrinde mehr kaufen sollen, nur weil Douglasienrinde gerade nicht lieferbar ist?

 

Dass es in meinem Leben gerade irgendwelche „Biester“ gibt, die sich in mir festbeißen wollen?

 

Oder heißt das, den letzten beißen die Killer-Chamäleons?

Martina Müller

Blumengruß - Stöckchen

Abgelegt unter: Stoeckchen, Fotos, Alles — Buchstabenwiese at 9:45 pm on Montag, März 9, 2009

 

 

Blumengruß

Zur Einstimmung auf den Frühling, der uns ganz schön warten lässt, hat Ika dieses Blumengruß-Stöckchen auf die Reise geschickt.

 Und ich habe einen dieser lieben Blumengrüße von ihr erhalten. Herzlichen Dank, liebe Ika, ich nehme ihn gerne an.

 

Natürlich sollen wir den Blumengruß auch weiterreichen, und zwar gezielt an drei Blogs, egal ob sie schon einen Blumengruß erhalten haben oder nicht.

 

Damit möglichst viele einen Blumengruß zum Frühling bekommen, wähle ich erst mal drei Blogs aus, die meines Wissens bisher noch keinen erhalten haben.

 

Einen ganz lieben Blumengruß, der von Herzen kommt

 

 Blumengruß © Martina Müller 2009

 

sende ich somit an

Andrea, Wortmeer und An-drea.

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr den Blumengruß annehmen und auch weiterreichen würdet, bin euch aber auch nicht böse, wenn ihr den Blumengruß nicht weiterreichen wollt, weil ihr einfach keine Stöckchen mögt. Dann freut euch einfach nur über meinen Blumengruß und weil ich an euch gedacht habe.

 

Martina Müller

Schietwetter

Abgelegt unter: Tierisches, Gluecksmomente, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 2:47 pm on Freitag, März 6, 2009

Regentropfen auf der Scheibe © Martina Müller 2009 

Schietwetter 

Wisst ihr eigentlich, warum so ein Wetter, wie heute, Schietwetter genannt wird? 

Ist doch klar: Da geht man mit dem Hund nur zum „Schieten“ raus und eilt unverzüglich zurück ins warme und trockene Heim. Schietwetter eben. 

Es ist nass und kalt und kalt und nass. Ach ja, und nass und kalt. Erwähnte ich schon nass? Nee, da jagt man keinen Hund vor die Tür.
Aber ich habe ja einen klugen und braven Hund. Denn ICH wäre ja bereit gewesen noch ein paar Meter weiter zu gehen. *hust hust* Nicht so mein Pepper. Nachdem er getan hatte, was ein Hund nun mal so tun muss, drehte er sich postwendend Richtung Heimat. 

„Na komm, noch ein paar Meter“, lockte ich ihn. Er starrte mich mit erhobenem Pfötchen an, als wollte er sagen: „Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder?“ Doch, meinte ich. Zumindest versuchte ich, es ernst zu meinen. Und er, der sonst ein erhebliches Stück voraus läuft, schlich mit vorwurfsvollen Blick hinter mir her. Jederzeit bereit auf den Pfoten kehrt zu machen. Ja, es war wirklich fies draußen, und wir waren beide bereits klitschnass.  

„Okay, du hast ja Recht“, gab ich mich geschlagen und drehte mich um. Die Aussicht endlich ins Trockene und Warme zu kommen, beflügelte Pepper offensichtlich erheblich. Er jagte in einem Tempo voraus, dass ich kaum hinterherkam, und ich musste laut lachen, trotz dieses Schietwetters.  

Pepper © Martina Müller 2009

Ach, ich liebe diesen Hund, der jetzt übrigens sehr zufrieden mit mir im Sessel sitzt. 

Martina Müller

Jetzt geht’s los…

Abgelegt unter: Gluecksmomente, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 4:49 pm on Dienstag, März 3, 2009

Na also, es geht doch… 

Wer sagt’ s denn, gestern habe ich noch nach Frühlingsboten Ausschau gehalten… 

Frühlingsboten © Martina Müller 2009

…und heute schaut der Frühling höchstpersönlich vorbei.

Daumen hoch © Martina Müller 2009

Wow, war der Spaziergang heute schön. Nach ewig langer Zeit habe ich mal wieder meinen MP3-Player mitgenommen, für alle Fälle die kleine Kamera in die Tasche gesteckt und…

…da fehlt doch noch was…

…ach ja, der Pepper, den habe ich natürlich auch mitgenommen. Außer Rand und Band flitzte er voraus, rannte wieder zurück, jagte die Schatten, die ich mit meinen Händen machte, bellte vor Freude und kugelte sich im Gras. Ich glaube ihn hat der Frühling gestochen.

Pepper kugelt sich © Martina Müller 2009

Und ich? Ich hörte „Amore Per Sempre“, blickte hinauf in den blauen Frühlingshimmel, begegnete einem Elefanten und fühlte mich so unendlich lebendig. Ich drehte mich, hüpfte und marschierte. Wie gut, dass mich hier auf den Feldern niemand sehen konnte.

Elefanten-Wolke © Martina Müller 2009

Und weil Pepper und ich heute so gut drauf waren, sind wir noch eine Extra-Runde gelaufen.

Jetzt liegt Pepper eingerollt auf der Decke und hat die Äugelchen zu, ich sitze hier und schreibe und die Sonne scheint noch immer… Yes, that’s life!

Martina Müller