Mamma Mia
Mamma Mia
Rein zufällig stolperte ich vor ca. zwei Wochen beim Fernsehen (RTL) über das Making Of des Kinofilmes „Mamma Mia“ und blieb hängen. Die Freude und Begeisterung von Meryl Streep, Pierce Brosnan & Co bei den Dreharbeiten sprangen mich förmlich an, infizierten mich. Diesen Film musste ich sehen. Nicht nur wegen der tollen Besetzung. So ist neben Meryl Streep, die ich für ihr Temperament in diesem Film sehr bewundere, und Pierce Brosnan, der smarte Colin Firth zu sehen, den ich schon als Mr. Darcy (in Stolz und Vorurteil) und als Mark Darcy (in Bridget Jones) klasse fand. Ein weiteres Highlight: Die Darsteller mussten die Abba-Songs selbst singen. Das wollte ich unbedingt hören.
Letzten Montag fuhren wir also nach Alsdorf ins Kino und lümmelten uns mit Popcorn und Eis bewaffnet in die bequemen Kinosessel. Meine Sesselnachbarinnen schienen Kino mit einem Kaffeekränzchen zu verwechseln. Ich befürchtete schon, dass ich mehr von ihren Männerepisoden mitbekommen würde, als vom Film. Doch ich hatte Glück. Es dauerte nicht lange und die beiden waren von dem Film so gefangen, dass sie Männer Männer sein ließen, den Mund zum Popcornessen benutzten und den Film genossen. Hallelujah! Soll heißen, der Film war klasse. Ausnahmslos alle Schauspieler verkörperten ihre Rolle mit einer solchen Inbrunst und Lebenslust, dass ich förmlich in den Film hineingezogen wurde. Es war als hätten sie Dale Carnegies Aussage „Was du in anderen Menschen entzünden willst, muss erst in dir selbst brennen“ die ganze Zeit in sich getragen.
Natürlich ist Pierce Brosan kein super Sänger, doch das kann man getrost unter den Tisch fallen lassen. Wer hört schon auf den Gesang, wenn man ihn vor sich hat.
Ebenfalls beeindruckt hat mich, die für mich noch unbekannte, Amanda Seyfried. Sie hat nicht nur überzeugend gespielt, sondern auch noch gut gesungen.
Der Film war witzig und charmant. Das ganze Kino lachte und hätte vermutlich gerne mitgetanzt und mitgesungen. Am Ende wurde geklatscht, als stünden Meryl Streep, Pierce Brosnan & Co leibhaftig vorne auf der Bühne. Es hätte mich nicht gewundert, wenn es auch noch Rufe nach einer Zugabe gegeben hätte.
Mamma Mia ist sicherlich anders als andere Kinofilme. Mehr Musical als Film vielleicht, doch wer Musicals mag, sich von Abba-Musik begeistern lässt oder wer einfach diese brillanten Schauspieler liebt, sollte sich den Gefallen tun und mal wieder ins Kino gehen. Mich hat der Film in Hochstimmung versetzt und viele kleine Glückshormone vom Kopf bis zum dicken Zeh durch den Körper tanzen lassen, nach der Musik von Abba natürlich. Und für einen Abend fühlte ich mich fast wie eine „Dancing Queen“.
„I have a dream…“
Martina Müller
Nachtrag: Infos hier





