Es lebe der Frühling…

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, SDS-Aufgabe, Glosse, Alles — Buchstabenwiese at 12:07 pm on Dienstag, April 22, 2008

Es lebe der Frühling 

„Jetzt den Sommer spüren. Warum warten? Jetzt ist Sommeranfang bei Douglas…“ So springt es mir auf der AOL-Seite ins Auge. 

Natürlich, warum warten? Klar, warten ist schließlich doof. Weiß doch jeder. Warten ist ein No Go. Lassen wir also den Frühling einfach aus und machen einen auf Sommer. Wer braucht schon den Frühling? Wie wäre es mit einem neuen Kalender, wo der Frühling und der Herbst einfach getilgt werden. Dann gäbe es nur noch Super-Sommer, Sonne, Sonnenstich und superleichte Düfte von Douglas, die uns praktisch schwerelos machen, uns in den Himmel fliegen lassen. Was dann noch der Winter im Kalender zu suchen hat? Na ist doch klar: Wer will schon auf das Weihnachtsgeschäft verzichten. 

Ich für meinen Teil liebe den Frühling. Auch wenn er nicht perfekt ist, so ist er auf jeden Fall voller Überraschungen. Frühlingsgefühle wechseln sich ab mit Frühjahrsmüdigkeit, genauso wie sich Sonne, Regen, Hagel und Schnee im April die Hand geben. Der Frühling ist das Erwachen der Natur, Knospen entfalten sich und trotzen dem nasskalten Wetter. Die Bäume beginnen zu sprießen, das erste Grün leuchtet und vertreibt das Wintergrau. Die Sonne erwärmt uns sanft mit ihren Strahlen, ohne uns zu verbrennen. Der Frühling weckt die Lebensgeister der Hoffnung, Hoffnung auf ein besseres Jahr, auf eine neue Liebe, auf das pure Leben. Der Frühling kämpft sich durch die Winterstarre und belebt die Natur und uns.  

Douglas hingegen scheint das egal zu sein, scheint mit dem Frühling abgeschlossen zu haben, schiebt die hoffnungsvollste Zeit des Jahres einfach so beiseite und schielt schon auf das Sommergeschäft.
Und sie sind bei weitem nicht die einzigen. Denn auch die Berliner Morgenpost schreibt: „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer.“ In meinem Kalender steht der Sommeranfang doch tatsächlich erst auf dem 21. Juni. Wir aber befinden uns mitten im April. Wieso also sollte es jetzt schon Sommer sein? Habe ich was verpasst? Kann hier jeder machen, was er will? Ich dachte das Privileg hätte der April.

Wenn das so weiter geht, stehen demnächst die Schokoladenweihnachtsmänner schon im Frühling in den Regalen, direkt neben den Osterhasen. Und am Ende kommt es doch noch so, dass Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen, vielleicht mitten im Sommer, da schmilzt auch die Schokolade so richtig schön. Na denn, Frohe und schokoladige Osternachten. Es lebe der Frühling. 

Martina Müller

Stöckchen Nr. 3 – Das Mackenstöckchen

Abgelegt unter: Stoeckchen, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:15 pm on Freitag, April 18, 2008

 

Stöckchen Nr. 3 – Das Mackenstöckchen 

Hurrah ein neues Stöckchen wurde mir zugeworfen. Genau genommen waren es drei. Eins habe ich mit links gefangen, eins landete direkt vor meinen Füßen und eins lag plötzlich hinter mir. Ich hoffe, ich habe keins übersehen. Und das sind die eifrigen Stöckchenwerfer: Uta, Sophilina und Dodo 

Und hier kommen auch schon die zu erfüllenden Aufgaben: 

1. Setze einen Link zu der Person, die dir das Stöckchen zugeworfen hat.
Schon erledigt, werft mal einen Blick nach oben.  

2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog.
Was gibt’s da zu erwähnen. Einfach die Punkte 1 bis 4 erfüllen. 

3. Erzähle von dir sechs unwichtige Dinge / Gewohnheiten / Macken.

Okay, dann wollen wir mal sehen, was mir so einfällt. Fragt sich nur, ob man Macken an sich selbst bemerkt… 

I.   Eine Gewohnheit von mir ist es, mir Zahlenreihen, wie Telefonnummern, in Form eines Rhythmus zu merken, ähnlich einer Melodie. Ja, lacht nur. Ich finde Zahlen nun mal sehr klangvoll. Es gibt aber auch schon mal Zahlen, die haben einfach keinen Rhythmus, weil sie in dieser Reihenfolge nicht gut zusammenpassen und die kann ich mir dann trotz meines guten Zahlengedächtnisses anfangs nur schwer merken.  

II.   Das gehört wohl eher in die Kategorie Macken: Ich gehöre zu den Menschen, die vor einem Termin immer glauben noch massig Zeit zu haben und dann auf rätselhafte Weise doch immer wieder in Zeitdruck geraten. Es ist wie verhext. Seufz. Anfangs bin ich die Ruhe selbst, tu noch dies und das, ist ja noch Zeit. Doch meist endet das in totaler Panik und Hetze. Schon als Kind musste ich fast täglich zum Bus rennen, um ihn nicht zu verpassen. Da ich gut im Laufen war, kam ich trotzdem meistens rechtzeitig zur Schule. Ach, ich sehe schon die skeptischen Blicke und höre die guten Ratschläge: Dann musst du eben eher anfangen. Nein, das hilft leider auch nix. Am Anfang ist ja immer noch genug Zeit, doch dann… Aber jetzt gibt’s endlich eine Erklärung für dieses Phänomen. Und zwar hier. Ich kann nämlich gar nix dafür. Jawoll, die Gene sind schuld. Ich bin eben eine Eule. 

III.   Noch ne Macke: Wenn es im Schlafzimmer stockfinster ist, kann ich nicht schlafen. Dunkelheit macht mir Angst. Aber zum Schlafen reicht es schon, wenn die Rollläden nicht ganz runtergelassen sind, so dass durch die Ritzen ein bisschen Mondlicht oder Laternenlicht durchdringt. Denn nichts, absolut nichts sehen zu können, das geht bei mir gar nicht. Ist sozusagen ein No Go. 

IV.   Und da wir schon im Schlafzimmer sind: Egal wie müde ich bin, egal wie spät es ist, ich muss vor dem Einschlafen mindestens eine Seite lesen, sonst ist der Tag nicht vollständig. Überhaupt: Ein Leben ohne Bücher könnte ich mir nicht vorstellen. Kann man ohne Bücher überleben? Sind sie für den Geist nicht das, was der Sauerstoff für den Körper ist? Überlebensnotwendig? 

V.  Oje, da ist ja noch eine Macke: Ich kann mich oft schwer entscheiden. Ich glaube, es liegt daran, dass ich mich dann nicht nur FÜR etwas entscheiden muss, sondern gleichzeitig auch GEGEN etwas, was ich äußerst ungern tue. Besonders wenn ich gerne beides möchte. Ich arbeite dran. Täglich. So lese ich meistens auch zwei Bücher zur gleichen Zeit. Meistens einen Roman und ein Sachbuch. Am liebsten würde ich sowieso oftmals mehrere Dinge gleichzeitig tun. So habe ich es als Teenager fertig gebracht gleichzeitig Musik zu hören, ein Buch zu lesen und zu stricken, nur weil ich mich nicht für eins entscheiden konnte. Meist war ich am Ende so ins Buch vertieft, dass ich gar nicht merkte, wenn die Musik aufhörte. Wie das mit dem Stricken klappte, weiß ich gar nicht mehr. Habe ich bestimmt auch irgendwann beiseite gelegt. Heute stricke ich nicht mehr.

VI.   Wenn ich mich mal an etwas so richtig festgebissen habe, vergesse ich alles um mich herum, auch Bedürfnisse wie Essen und Trinken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Spaß macht oder einfach nur getan werden muss. Wenn ich mich einmal dazu durchgerungen habe, dann ruhe ich nicht eher, bis ich fertig bin. Oder bis mein Körper „stopp“ sagt. Neuerdings versuche ich, mir selbst Pausen zu verordnen, man wird schließlich nicht jünger.  Aber nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich sei eine super Hausfrau oder so. Eher nicht. Leider. Denn auch jetzt, während ich hier schreibe, vergesse ich gerade die Welt um mich herum und ruhe nicht eher bis dieses Mackenstöckchen fertig ist, egal ob unten die Wäsche wartet. So kann es dann auch passieren, dass ich die Eieruhr für meinen Tee zwar höre, aber auch wieder nicht, und der Tee dann alle Zeit der Welt hat zu ziehen, solange bis er kalt ist… So werden aus fünf schon mal 30 Minuten und der Tee wird ungenießbar.  

So, nun muss ich wieder auftauchen. Wo bin ich, wie spät ist es, was habe ich verpasst?  

4. Reiche das Stöckchen an sechs andere Blogger weiter.
Tja, nun habe ich ein Problem. Die meisten, die ich kenne, haben das Stöckchen schon und ob die anderen Stöckchen mögen, weiß ich gar nicht. Daher mache ich es mir ganz einfach:

Wer will, nimmt einfach das Stöckchen mit… ist ausdrücklich erwünscht, besonders von allen, die mir immer so nette und liebe Kommentare schreiben. Einfach aufheben, in die Tasche stecken, Zuhause auspacken, neben den PC legen und anfangen zu schreiben…  

  

Och bitte, tut mir den Gefallen.  

Martina Müller

Es liegt was in der Luft…

Abgelegt unter: Fotos, Alles — Buchstabenwiese at 9:32 pm on Dienstag, April 8, 2008

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Wolkenreise

Abgelegt unter: Fotos, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 9:15 pm on Dienstag, April 8, 2008

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Wolkenreise 

Ach könnt’ ich fliegen,
wie ein Vogel so frei,
dann wär’ mir die Schwerkraft,
so ganz einerlei.

Ach könnt’ ich schwimmen,
wie ein Fischlein im Meer,
ich liebte das Tummeln
im Wasser so sehr.

Ach könnt’ ich klettern,
wie ein Affe im Baum,
dann würde ich hangeln,
hätt’ Sorgen wohl kaum.

Doch kann ich nicht fliegen,
nicht tummeln im Meer,
dafür kann ich träumen
dass ich all das wär.

Martina Müller