Ein Zauberhund

Abgelegt unter: Gluecksmomente, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 1:48 pm on Sonntag, Oktober 28, 2007

Ein Zauberhund 

Mein Hündchen ist ein Zauberer. Er schafft es immer wieder mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Gestern hat Pepper sich so sehr mit mir gefreut, als ich mit dem neuen Harry Potter nach Hause kam, dass aus dem Lächeln ein lautes Lachen wurde. Seine Zunge hat aber auch so gekitzelt am Hals…  

Martina Müller

Baron von und zu Sommerwinter gibt Interview

Abgelegt unter: Der Zeit-Baron, Zeit, Sinnig Unsinniges, Alles, Geschichten — Buchstabenwiese at 1:18 pm on Sonntag, Oktober 28, 2007

Der Zeitdieb III – Zeit ist Jetzt 

Zeitdieb gibt Stunde zurück

28. Oktober 2007: Letzte Nacht brachte
mysteriöser Zeitdieb gestohlene Stunde zurück.
Ein Interview mit Baron von und zu Sommerwinter
 

„Herr Baron von und zu Sommerwinter, warum haben Sie sich an die Presse gewandt?“ 

„Weil der Zeitdieb mich gebeten hat, nach Rückgabe der gestohlenen Stunde den Menschen eine Botschaft zukommen zu lassen.“  

„Herr Baron, Sie haben mich bereits gestern um das heutige Interview gebeten…“ 

„Na und?“ 

„Woher wussten Sie, dass der Zeitdieb die gestohlene Stunde heute Nacht zurückbringen würde?“ 

„Nun ja, Herr, äh…“ 

„Rastlos, Rudi Rastlos, von der Rapid Express.“ 

„Ja richtig, Herr Rastlos. Das tut hier nichts zur Sache.“  

„Weil Sie doch der Zeitdieb sind?“ 

„Papperlapapp! Wenn ich der Zeitdieb wäre, hätte ich die Stunde diesmal nicht zurückgegeben.“ 

„Immerhin haben Sie bereits einmal…“ 

„Herr Rastig…“ 

„Rastlos!“ 

„Wie auch immer, der Zeitdieb hat mir eine Nachricht zukommen lassen.“ 

„Warum gerade Ihnen?“ 

„Wer wäre geeigneter als ich?“ 

„Wieso zeigt der Zeitdieb nun Reue?“ 

„Reue? So ein Quatsch.“ 

„Warum sonst, hat er die gestohlene Stunde zurückgegeben, Herr Baron?“ 

„Nun ja, der Zeitdieb will testen, ob die Menschen verstanden haben, was Zeit bedeutet.“ 

„Herr Baron, heißt das, der Zeitdieb wird erneut zuschlagen?“ 

„Möglicherweise… ja, ich gehe davon aus.“ 

„Aber die Stunde gehört uns, Herr Baron. Nicht Ihrem mysteriösen Zeitdieb. Er macht sich strafbar.“ 

„Tatsächlich, Herr Rast… äh Rastlos? Meines Wissens gibt es noch immer kein Gesetz, das es verbietet Zeit zu stehlen.“ 

„Aber was will der Zeitdieb denn mit seiner Tat erreichen?“ 

„Er will den Menschen die Zeit näher bringen. Wenn Sie mich fragen, ist das verlorene Zeit.“ 

„Herr Baron, halten Sie die Menschen etwa für dumm?“ 

„Nun ja, so würde ich das nicht nennen, eher gedankenlos, zu beschäftigt, zu selbstgefällig. Die Menschen glauben, sie könnten alles beherrschen, sogar die Zeit. Doch die Zeit lässt sich nicht beherrschen, sie ist sensibel, kostbar und kompliziert.“ 

„Zeit ist doch nur Zeit, sonst nichts.“ 

„Nun ja, das Sie das verstehen würden, Herr Rastlos, das habe ich auch nicht erwartet. Sehen Sie, die Zeit des Einzelnen ist beschränkt, doch gleichzeitig ist die Zeit unendlich. Sie schreitet unaufhörlich weiter. Immer in ihrem eigenen Takt, egal, was die Menschen tun oder nicht tun. Sie lässt sich nicht beirren. Wie viel Zeit der Mensch hat, wie er diese Zeit empfindet, liegt ganz am Menschen selbst. Wenn er durch die Zeit rast, ist sie schnell zu Ende. Vertrödelt der Mensch die Zeit, hinkt er immer hinterher. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit mit der Zeit zu leben.“ 

„Und welche, Herr Baron?“ 

„Im Hier und Jetzt zu leben. Weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft, sondern jetzt, denn das Leben passiert hier und jetzt, in diesem Augenblick.“ 

„Vielen Dank fürs Interview, Herr Baron von und zu Sommerwinter.“ 

„Immer wieder gern, Herr Rastlos. Wir sehen uns.“ 

„Herr Baron…“ 

„Herr Rastlos?“ 

„Wie lautet die Botschaft vom Zeitdieb?“ 

„Ach, die Botschaft… sie heißt: Zeit ist Jetzt. 

Martina Müller

Glück ist…

Abgelegt unter: Gluecksmomente, Fotos, Alles — Buchstabenwiese at 1:07 pm on Freitag, Oktober 26, 2007

Glück

Glücksmomente

Abgelegt unter: Gluecksmomente, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 12:52 pm on Freitag, Oktober 26, 2007

Glücksmomente 

Es wird ab sofort eine neue Kategorie auf meiner Buchstabenwiese geben: „Glücksmomente“ 

Doch was sind eigentlich Glücksmomente?

Ich schrieb mal in einer Einsendeaufgabe für mein Studium „ein flüchtiger Moment“, worauf mich mein Studienleiter belehrte: Wie anders, als flüchtig kann ein Moment sein… 

Sie sind also flüchtig. Dennoch sind sie wertvoll, Vitamine für die Seele. Ein Moment des Glücks, so flüchtig er auch sein mag, kann unsere Seelen berühren und für immer dort verweilen…  

Glücksmomente

Sie lassen uns Flügel wachsen und uns wie Vögel in die Wolken hinauf schwingen.
Sie lassen uns wie Kinder tanzen und springen und hüpfen.
Sie lassen unsere Seelen Ruhe finden, wie ein See am Morgen, unberührt und voller Zuversicht auf den neuen Tag.
Sie geben uns die Kraft für all das, was kommen mag.
Sie entschädigen uns für all das, was gewesen ist.
Sie lassen uns morgens aufstehen.
Sie lassen uns hoffen.
Sie verbinden uns mit unserer Seele.
Sie bringen uns zu uns selbst zurück und in die Ewigkeit.

Vielleicht kann ich mit meinen Glücksmomenten auch eure Seelen berühren und ein paar Glücksmomente in die Welt hinausschicken.

Martina Müller

Ziele

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 6:56 pm on Samstag, Oktober 20, 2007

Ziele

Die Luft ist klar und raubt mir im ersten Moment den Atem. Während mein Hündchen den Rasen abschnuppert, stehe ich fröstelnd auf der Terrasse und betrachte den Himmel. Heute Morgen ist es knackig kalt. Der Himmel ist wolkenlos. Weiße Streifen zieren das Blau und zeichnen kreuz und quer ein grafisches Muster. Flugzeuge haben ihre Spuren hinterlassen.  

Ich hole meine Kamera, um das Schauspiel festzuhalten. Die Himmelsgrafik scheint noch nicht vollendet, immer wieder entstehen neue Streifen am Himmel. Erst sind sie schmal, als hätte jemand mit Kreide einen Strich gezogen, dann plustern sie sich auf und werden zu einem breiten puderigen Streifen. Ob es da oben jeden Morgen so zugeht? Wer sitzt wohl in diesen Flugzeugen, wo reisen die Menschen hin? Sind sie geschäftlich unterwegs oder fliegen sie in den Urlaub? Besuchen sie jemanden in der Ferne oder brechen sie in ein neues Leben auf? Und warum zum Kuckuck sitze ich nicht in einem der Flieger, auf der Reise in ein neues, besseres Leben?

Ist doch klar: Weil ich kein Ziel habe. Ohne Ziel weiß ich ja nicht, in welchen Flieger ich einsteigen soll? Wie soll ich jemals ankommen, wenn ich nicht weiß, wo ich hin will? Endlich ein Ziel haben und aufbrechen. Vorwärtskommen, nicht auf der Stelle treten. Denn ohne Ziel drehe ich mich im Kreis bis mir schwindlig wird und alles um mich herum verschwimmt. Ich wanke hin und her, finde keinen Halt, drohe zu fallen… 

Pepper weiß jedenfalls, wo er hin will: Er steht mittlerweile vor der Terrassentüre und wartet geduldig darauf, dass sie wie von Zauberhand aufschwingt und er hineinhüpfen kann. Sein Glaube ist da unerschütterlich. Irgendwie weiß er sowieso immer, was er will. Manchmal sitzt er dann wie ein Erdmännchen vor mir, macht mit seinen Pfötchen „BitteBitte“ und starrt mich erwartungsvoll an. Frauchen wird meine Wünsche schon erfüllen. So viel Vertrauen möchte ich auch mal haben.  

Brrr, jetzt ist mir aber kalt. Genug fotografiert und philosophiert. Hinein in die warme Stube und schnell einen leckeren dampfenden Kaffee mit Milch zum Aufwärmen gemacht. Das ist es, was ich jetzt will: Eine leckere Tasse heißen Kaffee. Schließlich muss ja nicht jedes Ziel gleich das ganze Leben umkrempeln…   

Martina Müller

Die Zeit läuft

Abgelegt unter: Zeit, Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 5:29 pm on Mittwoch, Oktober 17, 2007

Die Zeit läuft

Oh Schreck, oh Schreck,
die Zeit läuft weg,
wo läuft sie hin,
mit welchem Sinn
läuft sie denn weg,
die Zeit, oh Schreck.

Martina Müller

Trau dich

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Geschichten — Buchstabenwiese at 11:29 am on Dienstag, Oktober 16, 2007

Trau dich 

„Hör auf dein Herz.“

„Aber es ist mir fremd.“

„Dann höre ihm zu, lerne es kennen.“

„Und dann?“

„Dann kennst du seine Melodie.“

„Aber was nutzt es? Ich stecke hier fest.“

„Finde heraus, was deinem Herzen Kraft gibt.“

„Wie?“

„Lege deine Hände um dein Herz und spüre seinen Rhythmus.“

„Und das hilft?“

„Es gibt dir und deinem Herzen Kraft.“

„Und dann komme ich hier heraus?“

„Dann spürst du, was für dich und dein Herz richtig ist.“

„Aber es hilft mir nicht, hier herauszukommen…“

„Du konzentrierst dich nur darauf, dass du feststeckst, das hindert dich, deinen Weg zu finden.“ 

“Du meinst, wenn ich den Gedanken loslasse und mich auf mein Herz konzentriere, finde ich meinen Weg?“

„Ja. Dein Herz und du, ihr seid nur gemeinsam stark. Wofür sollte es schlagen, wenn nicht für dich? Und wofür solltest du leben, wenn nicht für dein Herz? Alles andere findet sich von selbst. Trau dir und trau deinem Herzen. Trau dich.” 

Martina Müller

Ein bisschen Dankbarkeit tut gut

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 10:16 am on Montag, Oktober 15, 2007

Ein bisschen Dankbarkeit tut gut 

Wenn wir uns fragen, wie es uns geht, fällt uns als erstes das Negative ein. Den meisten von uns geht es so. Mir auch. Heute habe ich auf meinem Simplify-Kalender als Titel stehen: “Feiern Sie Ihr Dankfest.” 

Mein Kalender fragt mich, wie ich mein Leben einstufe, süß oder bitter, hart oder bequem… Das beste Mittel, um das herauszufinden, sei eine Dankbarkeitsliste zu erstellen. Ich soll 20 Dinge in 60 Sekunden aufschreiben für die ich aufrichtig dankbar bin. 20! Wie sollen mir so viele positive Dinge einfallen? Mir. Ich war in den letzten Jahren mehr unglücklich als glücklich, habe so viel verloren. 

Dann denke ich an Kinder, die so krank sind, dass ihr Leben viel zu kurz sein wird. Ich denke an ihre Mütter und Väter. Ich denke an Menschen in meinem Alter, die mitgeteilt bekommen, dass sie todkrank sind. Ich denke an Menschen, die ihre Liebste oder ihren Liebsten durch den Tod verloren haben. Ich denke an Menschen, die in Kriegsgebieten leben, ihr Zuhause verloren haben und täglich um ihr Leben und das Leben ihrer Liebsten fürchten müssen. Ich denke an Menschen, die in den Krieg ziehen und andere Menschen töten müssen oder selbst getötet werden. Ich denke an ihre Angehörigen. Ich denke an Menschen, die hungern müssen. Ich denke an Kinder mit von Ratten angefressenen Zehen. Ich denke an Menschen die keine Zukunft haben. Ich denke an all die Menschen, die viel mehr Leid erfahren haben, als ich und habe plötzlich einen dicken Kloß im Hals. Ich möchte weinen um all die Menschen, denen es viel schlechter geht als mir. 

Ich setze mich hin und schreibe. 

Ich bin dankbar dafür…

  1. …dass ich laufen kann.
  2. …dass ich sehen kann.
  3. …dass ich hören kann.
  4. …dass Uli da ist.
  5. …dass ich mein Hündchen Pepper habe.
  6. …dass ich eine Mutter hatte, die mich geliebt hat und dass ich sie nicht früher verloren habe, dass ich einen Vater habe, der mich liebt und dass er noch lebt.
  7. …dass ich ein Dach über dem Kopf habe, dass ich einen Garten habe.
  8. …dass mein Auto noch läuft.
  9. …dass ich schreiben kann.
  10. …dass hier, wo ich lebe, kein Krieg herrscht und wir bisher von Terror verschont geblieben sind.
  11. …dass ich eine Schwester habe, die so ist wie sie ist, dass ich einen Bruder habe, der so ist wie er ist, dass ich Familie habe.
  12. …dass meine Eltern mit mir, als ich noch Kind war, in den Ferien immer in die Berge gefahren sind. Ich liebe die Berge und die Erinnerung daran.
  13. …dass ich einen PC habe, auf dem ich all meine Texte schreiben und speichern kann.
  14. …dass ich eine Digitalkamera habe, mit der ich so viele Fotos machen kann, wie ich will.
  15. …dass ich keine lebensbedrohende Krankheit habe.
  16. …dass ich in eine Welt hineingeboren wurde, in der ich nicht hungern muss.
  17. …dass ich eine Ausbildung habe, viele Jahre in meinem Job arbeiten durfte und viel Anerkennung erfahren habe.
  18. …dass die Sonne scheint und so unsere Erde erst bewohnbar macht.
  19. …dass meine Eltern sich damals für mich entschieden haben.
  20. …dass ich bin wo ich bin, wer ich bin, wie ich bin.

Martina Müller

Nebelwelten

Abgelegt unter: Fotos, Alles — Buchstabenwiese at 12:19 pm on Mittwoch, Oktober 10, 2007

Und so sah es gestern aus:

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Nebelwelt

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 9:45 am on Dienstag, Oktober 9, 2007

Nebelwelt 

Ich blicke nach Draußen. Die Welt ist milchig. Nebel hält sie gefangen, versperrt mir den Blick auf das Geschehen um mich herum. Es ist still. Dunst umschließt jedes Haus, kriecht die Straße hinauf und formt in der Ferne eine Mauer. Weiß und undurchsichtig. Hin und wieder dringen Geräusche zu mir. Woher kommen sie, wie weit sind sie entfernt? Kümmert’ s mich? Das weiße Nichts schirmt alles von mir ab. Eingehüllt in weiße Watte genieße ich die himmlische Ruhe. Die Welt da draußen kann mir nichts anhaben. Sie ist ausgesperrt, für eine Weile. Bis sie ihr wahres Gesicht entblößt. 

Martina Müller

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