Licht und Schatten

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 2:09 am on Samstag, September 22, 2007

Licht und Schatten

Sonnenstrahlen werfen Schatten. Graue Wolken beschmutzen den blassblauen Himmel. So sieht es heute Morgen draußen aus. Schatten- und Lichtspiele, solange die Sonne scheint, solange die Schmutzwolken das Licht durchlassen. Solange Lücken in der Wolkendecke sind. 

Mit Sonne scheint alles etwas heller, nur der Schatten wird dunkler, je heller das Licht.Oder scheint es nur so und der Schatten ist immer gleich? Wenn es dunkel wird, scheint der Schatten an Kraft zu verlieren. Doch ist es nicht so, dass nur der Kontrast nicht mehr so extrem ist und dadurch der Schatten weniger sichtbar ist? Wenn es dunkel ist, ist kein Schatten da und es ist egal wo man steht, man steht immer im Dunkeln. Nur fällt es nicht so auf. Doch gibt es Licht, habe ich die Wahl im Schatten zu stehen oder im Licht. Und wenn kein Platz mehr im Licht ist, schmerzt es viel mehr, als wenn es dunkel ist und alle im Dunkeln stehen. Dabei stehst du am gleichen Platz. Nichts ist anders nur das Drumherum. 

Inzwischen ist die Lücke geschlossen, die unser Dorf erhellt hat und die Schatten sind weg oder ist nur das Licht weg? 

10. September 2007   Martina Müller

Wüstenherz

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 9:44 am on Dienstag, September 18, 2007

Mein Herz ist eine Wüste

Ohne Oase

Das Leben dort verborgen.

Martina Müller

Die Bedeutung von Kunst

Abgelegt unter: Gedankensplitter, Alles, Schlaue Sprüche, Allgemein — Buchstabenwiese at 9:39 am on Dienstag, September 18, 2007

Das ist die Bedeutung von Kunst – sie verwandelt das Alltägliche ins Außergewöhnliche. 

Natalie Goldberg

Herbstkleid

Abgelegt unter: Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 7:41 pm on Mittwoch, September 12, 2007

Es ist soweit: Unser Dorf legt das Herbstkleid an… 

Unsere Nachbarn von Gegenüber haben den Herbst eingeläutet: Ein großes rotbraunes Deko-Herbstblatt ziert jedes Fenster im Erdgeschoß. Auch die Nachbarn neben diesem Herbstblatt-Haus haben die Hoffnung auf einen späten Sommer begraben. Unter Kürbissen. Am Hauseingang türmen sich Kürbisse in grün, gelb und orangerot.  

Und dass, obwohl der offizielle Herbstanfang noch elf Tage entfernt ist. Aber sie haben ja Recht. Weht nicht schon seit einigen Tagen kühle Herbstluft durch Deutschland und ist nicht auch das Licht anders, irgendwie weicher? Gestern stellte ich erstaunt fest, dass ich zu einer ungewohnten Zeit Licht anmachen musste. Es wird definitiv früher dunkel. Die Tage beginnen sanfter, die Abende werden länger. Zeit für Entspannung. Zeit für auf der Couch in eine Decke einkuscheln und heißen Kakao trinken. Zeit für Herbst. 

Tatsächlich ist mir schon vor einigen Tagen beim Spazierengehen aufgefallen, dass es in unserem Dorf bereits von bunten Hauseingangs-Kürbissen wimmelt. Es wird Zeit, dass auch ich mir Kürbisse besorge. Denn unser Dorf hat das Herbstkleid längst angelegt. 

Martina Müller

Flohzirkus

Abgelegt unter: Alles, Tagebuch, Allgemein — Buchstabenwiese at 7:30 pm on Mittwoch, September 12, 2007

Flohzirkus

Am Montag hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Sie war klein, schwarz und flink. Die Begegnung meine ich.

Bei einer Krauleinheit zum Wohle meines Hündchens, sah ich plötzlich etwas Kleines, Schwarzes durchs weiße Fell am Nacken flitzen. Nur kurz. Es war da und wieder weg. Glaubte wohl, es könnte sich vor mir verstecken. Alarmiert befahl ich meinem Hündchen still stehen zu bleiben und untersuchte das Nackenfell. Da, da war es wieder. Und wieder weg. Da, kurz bekam ich das Ding zu fassen, schwupp war es wieder weg. Das wird doch wohl nicht… Da, gleich hatte ich es… erwischt. Jetzt ist es auf den Fliesen, korrigiere: Es war auf den Fliesen. Es, genau genommen ER, sprang unmittelbar zurück ins Fell. Jetzt hatte ich Gewissheit. Nur eine Spezies konnte so springen: Ein Floh hatte es sich im Fell meines Hündchens bequem gemacht. Das erklärte auch, warum mein Hündchen den Abend zuvor plötzlich und scheinbar ohne Grund quiekte und aufsprang wie von der Tarantel gestochen. Von wegen Tarantel, vom Floh gestochen. Nicht mit mir, Freundchen!

Ein weiteres Mal suchte ich das Nackenfell ab, bekam diesen Blutsauger zu fassen und schnippte ihn auf die Fliesen. Doch bevor ich ihn zerdrücken konnte, sprang er und war weg. Weg? Wie, weg? Wo ist er hin? Ist er zurück ins Fell gesprungen oder ist er jetzt bei mir? Aaaaah… Keine Panik. Es gab einen Weg das herauszufinden. Ein Anti-Flohschampon-Bad. Nein, nicht ich, mein Hündchen natürlich.

Hunde-Handtücher aus dem Keller geholt, Schampon bereitgestellt, rein in die Wanne, mit dem Hündchen, Stöpsel in die Wanne (damit ich den Floh auch hinterher im Wasser schwimmen sehen kann!), Hündchen abgebraust und ordentlich Schampon aufs Hündchen verteilt. So, nun noch fünf Minuten einwirken lassen. Ein begossener Jack Russel, der gar nicht wusste wie ihm geschah, stand zitternd, aber brav in der Badewanne. Nein! Stopp! Nicht schütteln! Gut so… braver Hund… Noch zwei Minuten. Schließlich wollen wir doch sicher sein, dass der Floh auch sein Leben aushaucht. So, Zeit ist um. Ach, noch eine Sicherheitsminute. Jetzt aber. Hündchen abgebraust, Schütteln verhindert, raus aus der Wanne, Schütteln verhindert, rein in die Handtücher, Hündchen trocken gerubbelt, Schütteln erlaubt.

Ein kurzes Stoßgebet zum Himmel: Bitte lass mich den Floh finden, bitte lass mich den Floh finden…

Badewasser absuchen… da… nein, nur Dreck… weitersuchen… da, das könnte er sein… ein Stück Toilettenpapier abgerupft… was Kleines, Schwarzes rausgefischt… untersucht… erleichtert ausgeatmet… Ich hatte ihn erwischt, diesen Miniblutsauger! Dieser Floh stach mein Hündchen nicht mehr, und dieser Floh legte auch keine Eier in meine Wohnung. So! Flohzirkus beendet.

Natürlich habe ich noch am gleichen Tag die längst fällige Anti-Flohbehandlung zur Vorbeugung mit einem Spot-on-Produkt erledigt. Nun ist mein Hündchen wie neu. Frisch gebadet und behandelt. Vorsichtshalber habe ich noch ein paar Sprühstöße eines speziellen Anti-Flohmittels in der Wohnung verteilt. Nur zur Sicherheit. Schließlich wollen wir doch keinen Flohzirkus in der Wohnung.

Martina Müller