Zeitwind

Abgelegt unter: Zeit, Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 7:58 pm on Dienstag, März 2, 2010

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Zeitwind

 

Woche für Woche vergeht

Die Zeit

Wie Blätter vom Wind verweht

 

 

Martina Hildebrand

Ich habe ihn gesehen…

Abgelegt unter: Gluecksmomente, Herausgefunden, Fotos, Alles, Lyrik, Tagebuch — Buchstabenwiese at 1:02 pm on Freitag, Februar 5, 2010

Schneegesicht © Martina Hildebrand 2010

Ich habe ihn gesehen…

 

… gehört und gefühlt.

 

Wo?

Na hier, bei uns.

 

Wann?

Am Mittwoch, beim Hundespaziergang.

 

Wie?

Na, indem ich meine Döppen aufgemacht habe.

(Für Auswärtige: Döppen=Augen)

;-)

 

Warum?

Weil ich hingeguckt habe.

 

Ja, und WEN hast du gesehen?

Sagte ich das nicht? Den Frühling natürlich.

 

Frühlingssonne © Martina Hildebrand 2010

 

Ach war das schön,

das anzuseh’n.

Die Vögel zwitscherten munter,

flogen den Himmel rauf und runter,

und die flimmernde Sonne,

die reinste Frühlingswonne,

sie wärmte mein Gesicht,

es war wie ein Gedicht.

 

 

Puh, da ist mir echt warm geworden. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich dem Frühling begegne und so war ich angezogen wie immer, so dick wie ein Michelinmännchen. 

 

Kommt, ich zeige euch den Frühling. Ich hatte zwar nur die kleine Kamera dabei, aber es ist mir trotzdem gelungen ihn einzufangen:

 

 Frühling1 © Martina Hildebrand 2010

 

 Frühling2 © Martina Hildebrand 2010

 

Frühling3 © Martina Hildebrand 2010

 

Frühling4 © Martina Hildebrand 2010

 

Frühling5 © Martina Hildebrand 2010

 

Und stellt euch vor, da hat es jemandem wohl nicht gereicht, die Sonne von der Erde aus zu genießen. Wie sonst ist es zu erklären, dass er einfach durch die Sonne hindurch fliegt?

 

 

       Sonnenflug2 © Martina Hildebrand 2010

 

So ein Flegel. Bei so viel Indiskretion bekam die Sonne rote Ohren und eine rote Nase. Seht ihr es?

 

      Sonnenflug3 © Martina Hildebrand 2010

 

Wie ihr sehen könnt, ist der Frühling längst im Anmarsch. Und beim Schneeschippen stellt euch einfach vor, dass ihr einen Weg für den kommenden Frühling schippt…

;-)

 

Martina Hildebrand

 

Füllende Leere

Abgelegt unter: Schreib-Kraft, Herausgefunden, Zeitreise, Sinnig Unsinniges, Gluecksmomente, Lyrik, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 5:56 pm on Freitag, Januar 29, 2010

Peppi1© Martina Hildebrand 2010

Leere

 

Ein leeres Blatt

 liegt da,

 ist leer,

bleibt leer,

ein Blatt der Leere.

Martina Hildebrand

 

 

Das habe ich im November letzten Jahres geschrieben, gestern habe ich es hervorgekramt. Es passte einfach.

 

Doch dann habe ich was anderes gemacht, als zu schreiben. Und dabei blieb das Blatt nicht leer. Ich habe gezeichnet. Und zwar das hier:

 

Zeichnung1 © Martina Hildebrand 2010

 

„Hast du das gemacht?“, fragte mein Schatz mich gestern Abend mit großen Augen.

„Ja“, antwortete ich.

Nach einem Moment der Sprachlosigkeit, fragte er mich doch glatt, ob es dafür einen Trick gäbe. Also wirklich.

„Nee“, lachte ich, „du nimmst einfach einen Bleistift und zeichnest.“

Er war beeindruckt. *smile*

 

Diese Seite kannte er offenbar noch nicht an mir, und ich hatte sie auch vergessen.

Denn da gab es mal vor vielen Jahren, in einem anderen Leben wie mir scheint, ein junges Mädchen, das liebte Sarah Kay Bilder, und es liebte Bilder abzuzeichnen. Und wenn man dieses Mädchen nach einem Berufswunsch fragte, antwortete es: „Irgendwas mit Mathematik und Zeichnen“. Eine merkwürdige Kombination, nicht wahr? Aber eine genaue Vorstellung hatte das Mädchen nun mal nicht. Es wusste nur, dass es Mathe und Zeichnen liebte. So einfach war das…

 

 

Zeichnung1a © Martina Hildebrand 2010

 

Letztes Jahr in einer großen Buchhandlung entdeckte ich den kleinen Lesezeichenkalender von Sarah Kay für 2010. Ich musste lächeln und konnte nicht widerstehen ihn mitzunehmen. Und als ich gestern so dasaß und nichts Gescheites zu schreiben wusste, fiel mir unter anderem dieser Kalender in die Hand. Kurz darauf packte ich mein Kreativbuch weg und fing an zu zeichnen. Aber würde ich das überhaupt noch können? Würde bei meiner inneren Unruhe überhaupt was dabei rauskommen? Ich hatte Zweifel, doch am Ende war ich selbst überrascht.

 

Fazit: Manchmal kann Leere ganz schön füllend sein.

 

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende mit füllender Leere,

 

Martina Hildebrand

 

Schneemanngedicht

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, Tierisches, Fotos, Alles, Geschichten, Lyrik — Buchstabenwiese at 12:13 pm on Dienstag, Januar 26, 2010

Schneemann 2 © Martina Hildebrand 2010

 

Nichts bleibt wie es ist

 

Ein Schneemann steht im Schnee,

da kommt ein Hund, oh weh,

der hebt galant sein Bein,

das darf doch wohl nicht sein,

dem Schneemann wird ganz heiß,

nun ist er nicht mehr weiß.

 

2010 Martina Hildebrand

 

Schneemann und Peppi © Martina Hildebrand 2010

 


Nachtrag:

 

Ich habe Pepper natürlich NICHT erlaubt, sein Beinchen an meinem schönen schnuckeligen Schneemann zu heben, auch wenn er es gerne getan hätte.

Damit wäre die Würde des hier abgebildeten Schneemanns wieder hergestellt.

;-)

 

Der Sommer hat ein Loch…

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 3:42 pm on Donnerstag, Juli 16, 2009

 Pepper gräbt ein Loch © Martina Müller 2009 

Sommerloch-Poesie 

Du glaubst es kaum und spürst es doch,

der Sommer, der hat stets ein Loch.

 

Und wie es die Natur so will,

ist so ein Loch halt leer und still.

 

So siehst du nichts, weil da nichts ist,

und fühlst nur Leere, so ein Mist.

 

Martina Müller

Zeitstrom

Abgelegt unter: Zeit, Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 8:10 pm on Mittwoch, Mai 6, 2009

Wasser fließt © Martina Müller 2009 

 

Zeitstrom 

Die Zeit ist ein Fluss,

ein plätschernder Bach,

ein reißender Strom,

ein Rinnsal.

 

Die Zeit, sie fließt,

wirbelt herum,

bedächtig,

strudelt,

steht.

 

Wie ein Wasserfall,

fällt sie in die Tiefe,

orientierungslos,

platscht auf,

und fließt

weiter.

Martina Müller

Der Osterhase kommt…

Abgelegt unter: Tierisches, Fotos, Alles, Geschichten, Lyrik — Buchstabenwiese at 4:09 pm on Samstag, April 11, 2009

 

Osterhase im Freien © Martina Müller 2009 

Der große Osterhasen-Irrtum 

Ein Häschen hoppelt durchs Gebüsch,

ihm war’s am Morgen etwas frisch,

da sieht er Kinder überall,

drum hoppelt er zum großen Stall.

 

„Der Osterhase“, ruft ein Kind,

Das Häschen denkt, die Kleine spinnt,

doch plötzlich kreischen alle „Wo?“,

und Häschen hüpft ganz schnell ins Stroh.

 

Sich fix in Sicherheit gebracht,

das Häschen erst mal herzhaft lacht.

Da denkt der Mensch, er sei so klug,

und fällt herein auf den Betrug.

 

Als ob ein Hase – au Weia,

kocht und färbt, versteckt die Eier.

So schmunzelt Häschen vor sich hin,

Die denken glatt, dass ich es bin.

 

„Ja, ja, so ist es jedes Jahr,
dass mich verfolgt ne Kinderschar.
Wie du, hab’ ich mich hier versteckt,
ich dachte schon, ich wär’ entdeckt.“

 

Das Häschen zuckt, weil es erschrickt,

der Stimme folgend um sich blickt,

da sitzt auf einem Ballen Stroh,

der Osterhase, einfach so!

Martina Müller 

Und es gibt ihn doch! ;-)

 

 

 

Und hier noch ein paar Frühlingsfotos:

 

Rote Blüten © Martina Müller 2009 

Weiße Blüten © Martina Müller 2009

Marienkäfer © Martina Müller 2009

Und ein Pepper-Ei, versteckt im Gras.  ;-)

Pepper-Ei © Martina Müller 2009

Ich wünsche euch allen von Herzen ein Frohes Osterfest. 

Martina Müller

 

Rutschpartie…

Abgelegt unter: Alles, Geschichten, Lyrik — Buchstabenwiese at 12:34 pm on Dienstag, Januar 13, 2009

Schneemann © Martina Müller 2009 

Rutschpartie 

Ein Schneemann hoch am Berge stand,

so nah am Abgrund, nah am Rand,

da schaute er ins Tal hinunter,

es war die Welt dort so viel bunter.

 

Drum wollte er so gern ins Tal,

doch hatte er ja keine Wahl,

mit seinen Füßen festgepappt,

am Hang, das hätte nie geklappt.

 

So stand er still und steif und starr,

am Berg – ach wohl das ganze Jahr.

 

Doch plötzlich kitzelt ihn sein Fuß,

er fragt sich noch: „Was ist das bloß?“,

da rutscht er auch schon übern Hang,

den Weg ins Tal, am Fluss entlang.

 

Der Schneemann freute sich enorm,

er fühlte sich noch gut in Form,

drum lachte er und juchzte laut,

für diesen Tag war er gebaut.

 

So schlittert’ er hinab ins Tal,

vergnügt und heiter, triumphal.

 

Doch als er endlich unten war,

da wurde ihm mit einmal klar,

vom Hang, von oben, ei der Daus,

da sah die Welt viel bunter aus.

 

Hui, da fing er an zu schwitzen,

Schweiß drang ihm aus allen Ritzen.

So nahm das Schicksal seinen Lauf,

der Schneemann löst’ sich langsam auf.

 

Am End ein Häufchen Schneematsch noch,

da lachte er: „Und schön war’s doch.“

 

Schneemann adé © Martina Müller 2008

Und die Moral von dem Gedicht:
Was dich erwartet weißt du nicht,
denn in der Ferne ist das Licht,
vermischt mit Wunsch und Zuversicht. 

Martina Müller

Der Nikolaus war da…

Abgelegt unter: Weihnachten, Alles, Geschichten, Lyrik, Tagebuch — Buchstabenwiese at 3:28 pm on Samstag, Dezember 6, 2008

Nikolaus © Martina Müller 2008 

Der Nikolaus schleicht durch die Nacht 

„Ho, Ho, Ho“, es kräftig lacht,
Nikolaus schleicht durch die Nacht. 

Einen Sack so schwer wie Blei,
voll gepfropft mit allerlei,
schleppt er auf dem Rücken mit,
stöhnt und ächzt bei jedem Schritt. 

Auch bei uns, da kehrt er ein,
sollt’ im Sack für uns was sein?
„Ho, Ho, Ho“, lacht er uns an,
hält den dicken Bauch sich dann. 

Und glaubt es oder glaubt es nicht,
da fragt er uns im Kerzenlicht,
wie er’s herinnen bei uns find,
ob wir auch brave Kinder sind. 

Stumm vor Erfurcht nicken wir,
Nikolaus ist wirklich hier,
schenkt uns jedem ein Paket,
wir sind richtig aufgedreht. 

„Ho, Ho, Ho“, hält er den Bauch,
„so soll es der Weihnachtsbrauch“.
„Danke, lieber Nikolaus.“
Schon verlässt er unser Haus. 

„Ho, Ho, Ho“, es kräftig lacht,
Nikolaus schleicht durch die Nacht. 

Martina Müller

Es herbstet sehr…

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, Alles, Lyrik, Tagebuch — Buchstabenwiese at 3:48 pm on Sonntag, September 21, 2008

Herbstblatt © Martina Müller 

Von drauß’ vom Felde komm’ ich her… 

Von drauß’ vom Felde komm ich her,
ich muss euch sagen, es herbstet sehr!
Allüberall in den Baumesspitzen,
sah ich goldne Blättlein sitzen;
und drunten aus dem Feldesflor,
sah mit großen Augen ein Häschen hervor. 

Und wie ich so strolcht durch den goldenen Mais,
da rief eine Stimme in mir ganz leis’:
„Frau Müller, rief sie, schöne Gestalt,
hebe die Beine, es wird bald kalt!
Die Heizung fängt zu heizen an,
die Heizsaison ist aufgetan. 

Alt und jung sollen nun
von des Sommers Regen ruh’n;
und morgen ist es dann soweit,
es beginnt die goldne Herbsteszeit!“ 

Ich sprach: „O liebe Stimme in mir drin,
der Sommer mag zu Ende sin;
doch heizen findet noch nicht statt,
wo’s eitel teures Öl nur hat.“ 

„Hast’ denn das Jäckchen auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Jäckchen, das ist hier;
und Kakao, so heiß und lecker,
trink ich fromm und ohne Mecker.“   

„Hast’ denn die Decke auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Decke, die ist hier,
doch für die Tage nur die schlechten,
da wärmt sie mir den Teil, den rechten.“ 

Die innere Stimme sprach: „So ist es recht,
nimm’s mit Humor, das ist nicht schlecht.”
Von drauß’ vom Felde komm ich her,
ich muss euch sagen es herbstet sehr! 

Nun sprecht, wie ich’s hier innen find?
Ist’s warm mein Kind?
Ist’s kalt mein Kind? 

Martina Müller 

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