Da bin ich wieder…

Abgelegt unter: Zeit, Taufrisch, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 5:10 pm on Montag, September 6, 2010


Da bin ich wieder und schaut mal was ich mitgebracht habe …

 

Die Zeit vergeht wie im Flug…

 

 

Im Flug © Martina Hildebrand 2010

 

…und nun weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Auf jeden Fall sollte ich mich mal zurückmelden.

Ich bin also wieder bloganwesend.

 

 

Der Urlaub ist längst vorbei. Viel unternehmen konnten wir in den eineinhalb Wochen nicht. Das Wetter war ja mehr als bescheiden.

Wie gerne wäre ich mal in den Zoo gegangen oder einfach zum Spazieren woanders hingefahren … aber im Dauerregen … nee, das macht nicht wirklich Spaß, besonders wenn man auch gerne fotografieren will.

Außerdem musste noch einiges erledigt werden, bevor Herr Buchstabenwiese seinen neuen Job begann, so war die Zeit schneller rum, als wir Urlaub sagen konnten.

Und dann musste ich dringend noch mein Büro aufräumen, Papierkram erledigen usw. Fertig bin ich zwar noch nicht, aber es ist wieder Grund drin. Vom DSL, das zuweilen immer noch rummuckt, will ich mal gar nicht reden …

 

Einen Herzenswunsch hat mir mein liebster Herr Buchstabenwiese im Urlaub erfüllt, da spielte das Wetter nämlich absolut keine Rolle: Einen halben Tag in der Mayerschen.

Ich liebe es, dort herumzustöbern, die Regale entlangzuschlendern, die vielen Bücher anzuschauen, das ein oder andere Buch in die Hand zu nehmen und natürlich auch ein paar Bücher mit nach Hause zu nehmen. Sagte ich schon, dass ich eine Büchernärrin bin?

Nun habe ich vorerst wieder ausreichend zu lesen. Zusätzlich konnte ich mir endlich einen etwas teureren Buchwunsch erfüllen. Ein umfassendes Handbuch für mein Photoshop Elements 8. Das Buch ist 5,8 cm dick und wiegt ca. 2350 g.

 

Handbuch © Martina Hildebrand 2010

 

Es wäre doch schade gewesen, das tolle Bildbearbeitungsprogramm, das für mich vollkommen neu war, auf Dauer nicht richtig nutzen zu können. Nun steht dem nichts mehr im Wege.

 

Am letzten Urlaubstag von Herrn Buchstabenwiese ist dann ja auch das Wetter endlich besser geworden.

 

Sonne und blauer Himmel © Martina Hildebrand 2010

 

Und am ersten Arbeitstag war herrlichstes Sonnenwetter. Wie sollte es auch anders sein. Ich sehe das jetzt einfach positiv und mache eine Gleichung draus:

Neuer Job + Schönes Wetter = Gutes Omen.

:-)

 

Und da das Wetter am Wochenende ebenfalls schön war, konnten wir gestern endlich mal wieder mit dem Motorrad fahren. Das letzte Mal ist Monate her, das war, bevor ich mir den Rücken mit der Wii ruiniert hatte. Danach war es zu heiß oder es regnete ohne Unterlass, und wenn das Wetter mal passte, dann konnten wir nicht. Gestern hat alles gepasst. Perfekt.

 

Mühle © Martina Hildebrand 2010

 

Natürlich habe ich auch fotografiert ohne Ende. Gestern und auch die letzten Tage. Es gibt neue Schattenfotos, Fotos vom Motorradausflug und Fotos von der Hunderunde bei schönem Wetter. Ein Gedicht habe ich auch mal wieder geschrieben, dann habe ich noch eine neue Idee … Aber alles auf einmal geht eben nicht. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

 

Also, ich bin wieder bloganwesend.

 

Martina Hildebrand

 

 

Außer Kontrolle

Abgelegt unter: Zeit, Fotos, Gedankensplitter, Alles, Geschichten — Buchstabenwiese at 8:22 pm on Donnerstag, Juli 8, 2010

Uhr in Xanten © Martina Hildebrand 2010

Außer Kontrolle

 

Er scheint es eilig zu haben. Unaufhörlich marschiert er voran. Schneller und schneller.

Er rast, als ginge es um Leben und Tod.

Er dreht und dreht sich, bis er durchdreht, die Balance verliert, aus der Mitte springt und in die Tiefe fällt …

 

Nun liegt er da. Still und unbewegt. Ein Zeiger ohne Uhr.

 

Er hat seinen Mittelpunkt, um den er sich fortwährend gedreht hat, verloren.

SEINE Zeit bleibt stehen, während sich all die anderen Zeiger um den Mittelpunkt ihrer eigenen Uhr weiterdrehen. So, als wäre nichts geschehen.

 

Was soll er tun, der Zeiger, jetzt, wo er seine Aufgabe verloren hat?

Welche Bedeutung hätte sein Vorwärtsmarschieren noch?

 

Martina Hildebrand

 

Xanten © Martina Hildebrand 2010

 

 


So, und weil mir so heiß ist, gibt es noch ein kleines Foto zum Abkühlen. Keine Angst, es ist nur Wasser.

;-)

 

Pepper im Wasser © Martina Hildebrand 2009

 

 

 


„Like Ice in the Sunshine, I’m melting away…”

:oops:

 

Martina Hildebrand

Brief an Petrus

Abgelegt unter: Herausgefunden, Zeit, Taufrisch, Sinnig Unsinniges, Alles, Fotos, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:31 pm on Freitag, Juli 2, 2010

Wolken 5 © Martina Hildebrand 2010

Lieber Petrus,

 

ich weiß nicht, was du dir DABEI gedacht hast.

Da nimmst du dem Frühling ein paar Grad weg, nur um dem Sommer ein paar Grad oben draufzupacken!!! Und wer darf das ausbaden, und zwar im eigenen Saft? Wir!

Es ist zu heiß, mein lieber Petrus, falls du es noch nicht gemerkt hast!

 

Du sitzt da oben auf deiner Wolke, auf der es schön kühl ist, und guckst uns beim Schwitzen zu. Apropos kühle Wolke und zugucken …

Da kommt mir gerade ein Gedanke …

 

Solltest du etwa da oben frieren? Wolltest du, dass wir Frauen uns hier unten auf der heißen Erde kurze Röcke und knappe Oberteile anziehen, damit dir da oben wieder warm wird?  

 

Ist ja wieder mal typisch Mann! Dass Mann immer gleich übertreiben muss.

 

Lieber Petrus, nun dreh die Wetterheizung doch bitte mal ein paar Grad runter, dann ist es immer noch warm genug, dass sich das Gucken lohnt. Ansonsten mache ich die Rollläden so dicht, dass du gar nix mehr sehen kannst. So!

 

Hochachtungsvoll

 

Martina Hildebrand

 

Kleine Abkühlung gefällig?

Pepper im Schnee © Martina Hildebrand 2009

 

Schneezweige © Martina Hildebrand 2009

 

 


Schon besser, oder?


Oder doch lieber so:

 

Wasser de Luxe © Martina Hildebrand 2008

 

Wasser © Martina Hildebrand 2008

 

Pepper im Wasser © Martina Hildebrand 2008

 

      

Ob Petrus bügeln kann?

Abgelegt unter: Zeit, Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Alles — Buchstabenwiese at 9:03 pm on Sonntag, Juni 27, 2010

Zeit © Martina Hildebrand 2009

Ob Petrus bügeln kann?

 

Vor zwei Tagen hat mir die Post einen Katalog gebracht. Oh, dachte ich, dann kann ich gleich ein bisschen darin rumblättern. Da bin ich ganz Frau.

 

Meine Augen weiteten sich, als ich DAS hier las: Herbst / Winter 2010.

 

Hatte nicht gerade erst der Sommer begonnen?

Hatten nicht gerade noch alle herumgejammert, weil sie sich in Sommerklamotten Frostbeulen holten, weil der gemeine SOMMER einfach nicht kommen wollte?

Und waren nicht gerade im Moment Temperaturen draußen, bei denen man in der Mittagsonne wie Vanilleeis bei 175 °C im Backofen zerfließt? Wer will da schon Winterklamotten kaufen?

 

Andererseits hatte ich bei Sabine auch schon was von Weihnachten gelesen …

Das bringt mich jetzt doch ins Grübeln. Sollte ich mich vielleicht auf einen schrecklichen Kälteeinbruch vorbereiten?

Stehen im Supermarkt etwa schon die Schokoladennikoläuse im Regal, verziert mit einem Deutschlandschal um den Hals, WM-Nikoläuse oder so?

Kann es sein, dass die Ereignisse immer mehr zusammenrücken, oder kommt es mir nur so vor?

 

Ich glaube ja, dass die Zeit schrumpft. Irgendwer hat die Zeit gepackt und sie wie eine leere Brötchentüte zusammengeknüllt. Und nun liegen Frühling, Sommer, Herbst und Winter nebeneinander, unter- und übereinander, durcheinander, dicht beieinander.

 

Wir brauchen dringend ein Zeitbügeleisen, das das Zeitknäuel glattbügeln kann.

Irgendjemand muss es schließlich ausbügeln. Ob Petrus bügeln kann?

 

Martina Hildebrand

Kleine Blogpause

Abgelegt unter: Zeit, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 2:01 am on Mittwoch, Juni 2, 2010

Sonnenuntergang6 © Martina Hildebrand 2010

Kleine Blogpause

 

Wenn meine Blogrunden sich nur noch nach Pflichtrunden anfühlen und mir zur Last werden …

 

Wenn mein Schreiben, das mir wichtig ist, darunter leidet und ich mittlerweile erheblich mehr kommentiere als selbst zu schreiben …

 

Wenn ich das Kommentieren in euren wunderbaren Blogs als Ausrede benutze, Dinge brachliegen zu lassen und mir das Kommentieren trotzdem keine Freude mehr macht …

 

Wenn ich ziellos und unzufrieden vor dem Computer sitze, die Zeit totschlage, während sich um mich herum das Chaos türmt …

 

… dann kann es SO definitiv NICHT weitergehen.

 

… dann ist es an der Zeit etwas zu ändern.

 

… dann ist die Zeit für eine kleine Blogpause gekommen, um mich wieder auf Kurs zu bringen.

 

Flip © Martina Hildebrand 2010

 

Vermutlich werdet ihr die Blogpause hier kaum spüren, da ich in der letzten Zeit sowieso wenig geschrieben habe. Eh ihr begriffen habt, dass ich weg bin, bin ich schon wieder da.

 

Stellt euch vor, ich wäre in Urlaub und würde mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und den Anblick von Palmen, türkisblauem Wasser und weißen feinen Sand in mich aufsaugen.

 

Ich werde in der Zeit leider nicht auf den Malediven sein, sondern ein paar Dinge für mich neu organisieren und mir ein paar Gedanken über meine Zukunft machen. Und schwupps bin ich wieder da.

 

Wie lange die Pause dauert, weiß ich noch nicht genau. Wie ich mich kenne, bin ich nach einer Woche schon wieder zurück. Aber vielleicht dauert die Pause ja auch zwei Wochen. Mal sehen, wie es mir in der Zeit ergeht.

 

Zu tun gibt es hier so einiges.

Aufräumen, ausmisten, putzen, waschen, bügeln, Garten auf Vordermann bringen …

    

 

Öh, so hatte ich das eigentlich nicht gedacht, ich glaube, ich überlege mir noch mal, ob ich wirklich eine Blogpause machen soll …

 

Nee. Es muss wirklich sein.

Viel zu viel ist liegen geblieben, viel zu viel ist verdrängt worden.

 

Und nicht zuletzt: Irgendwo in diesem ganzen Chaos sitze ich verwirrt und ohne Ziel herum und warte darauf, dass ich das Chaos beseitige und mich dort abhole …

 

Und wenn ihr mich aus irgendeinem Grund zwischendurch erreichen wollt, weil ihr so große Sehnsucht habt, dann mailt mir doch einfach.

Ich bin ja nicht weg, ich bin nur nicht hier.

 

Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit bis wir uns in alter und neuer Frische wiederlesen.

 

Flip von hinten © Martina Hildebrand 2010

 

Bis bald und stellt keinen Unsinn an,

Martina Hildebrand

 

Zeitwind

Abgelegt unter: Zeit, Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 7:58 pm on Dienstag, März 2, 2010

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Zeitwind

 

Woche für Woche vergeht

Die Zeit

Wie Blätter vom Wind verweht

 

 

Martina Hildebrand

Irgendwann - Mein Hängezeit-Beitrag

Abgelegt unter: Zeit, Herausgefunden, Gedankensplitter, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:40 pm on Freitag, Januar 8, 2010

Lichtspiele im Schnee © Martina Hildebrand 2009 

Irgendwann… 

 

Stellt euch vor, ich stehe unter der Dusche…

*räusper* Die Männer machen gefälligst die Augen zu!

…und was mir einfällt ist dies hier:

„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“

Zack! Bumm! Einfach so.

 

Kennt ihr das, dass Worte plötzlich eine andere Bedeutung für euch bekommen, als bisher?

Ihr glaubtet die Bedeutung einer Weisheit verstanden zu haben und auf einmal seht ihr sie mit anderen Augen?

So als sei sie durch den Duschkopf gleich ins Gehirn geflossen?

 

“Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.”

 

Ich mochte diesen Spruch nicht besonders, er war für mich gleichbedeutend mit all den elenden Pflichten, zu denen man keine Lust hat. Und stets sah ich den erhobenen Zeigefinger dabei. So in der Art: „Nu mach aber mal voran, sei nicht so faul!“

Daher wandelte ich ihn gerne ab in: „Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe ruhig auf morgen.“

 

Doch an jenem Morgen unter der Dusche bekam ausgerechnet dieser blöde Spruch eine völlig andere Bedeutung für mich.

 

Tannenzapfen im Schnee © Martina Hildebrand 2009

 

Schon seit geraumer Zeit plagt mich die Angst schwerwiegend zu erkranken, dass mir irgendwann ein Arzt sagt, da ist nix mehr zu machen.

Okay, dazu müsste mich erst mal ein Arzt zu Gesicht bekommen… Aber im Ernst, ich denke oft daran plötzlich zu sterben, ohne all die Dinge getan zu haben, die ich „irgendwann“ mal machen möchte. Was ist, wenn ich gar nicht mehr bis „irgendwann“ lebe? Was ist, wenn ich zu einem Zeitpunkt sterbe, an dem ich unglücklich bin? Was, wenn ich sterbe und ich habe kein einziges Buch geschrieben?

 

Nein, um ehrlich zu sein, finde ich diese Gedanken gar nicht so abwegig. Zu viele Menschen sind um mich herum schon durch Unfälle und Krankheiten gestorben. Einige davon viel zu jung. Mir ist bewusst, dass das Leben von einer Sekunde zur nächsten ausgelöscht werden kann. Bei jedem von uns. Einfach so. Schnipp.

Mir macht das Angst. Mal mehr, mal weniger. Und all die Meldungen über Krebserkrankungen, sonstige Krankheiten und Todesnachrichten, die von überall in den Medien auf uns einstürmen, geben mir das Gefühl, dass ich nicht immer verschont bleiben kann, wo es doch fast jeden zu treffen scheint. Es scheint einfach logisch zu sein, dass ich irgendwann dran bin.

 

Natürlich muss jeder irgendwann sterben. Irgendwann. Doch irgendwann kann schon im nächsten Moment sein.

 

Ist es da nicht riskant, all die Dinge, die man gerne noch getan hätte, immer wieder auf morgen zu verschieben, auf „irgendwann“?

 

Schattenbild © Martina Hildebrand 2009

Martina Hildebrand, angezogen und nachdenklich

Abschied vom Jahr 2009

Abgelegt unter: Zeitreise, Zeit, Gluecksmomente, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:27 pm on Donnerstag, Dezember 31, 2009

Coole Freunde © Martina Hildebrand 2009 

Abschied vom Jahr 2009 

Heute ist der letzte Tag des Jahres 2009 und ich habe mich gefragt, was war das eigentlich für ein Jahr, das ich nun bald loslassen muss?

Manchmal ist der Blick getrübt, da man gerade durch die Brille der Leere, des „Alles-ist-blöd-Denkens“ sieht… ihr wisst schon… wenn es einem nicht gut geht, sieht man auch nichts Gutes…

 

Also habe ich mich auf die Suche begeben, um die Wahrheit herauszufinden. Ich schlenderte über die Buchstabenwiese, legte mich ins weiche Gras und befragte die Buchstaben. Und da Buchstaben gerne Geschichten erzählen, brauchte ich auch gar nicht lange warten…

 

Ein wenig geknickt erzählten sie mir, dass es Phasen gab, in denen ich im „Morast“ zu versinken drohte, mein Kreativmännchen in Urlaub fuhr, mein Sams sich folgenschwer in die Tiefe stürzte, ich mich leer fühlte und ich aus lauter Verzweiflung eine Blogpause machte…  Und dass es Ereignisse gab, die noch nachwirken.

 

Doch dann blühten die Buchstaben plötzlich auf. Sie erzählten mir Erstaunliches: Das Jahr 2009 beinhalte neben mehreren wunderbaren Glücksmomenten auch zwei große Highlights! Sie erzählten mir, dass es seit langer, langer Zeit ein Jahr sei, in dem das Positive überwiege. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Neugierig bat ich sie zu erzählen, während ich die Augen schloss und mich erinnerte.

 

So hat uns der Januar 2009 eine wundervolle Schneelandschaft beschert, wie es sie hier seit Ewigkeiten nicht mehr gegeben hat. Es war zauberhaft. Winterzauber vom Feinsten. Könnt ihr euch noch erinnern? Der Schnee war so pulvrig, dass ich den Schneemann in den Schnee „malen“ musste. Herrliche Bilder entstanden in dieser Zeit.

 

Und im April 2009 erwachte nicht nur der Frühling. In mir erwachte auch die Motorradbraut, und mein Schatz und ich fuhren seit langer Zeit wieder mit dem Maschinchen über die Lande. Ich erinnere mich noch an die erste Fahrt. Wow, was für ein Gefühl. Ich fühlte mich so leicht und frei.

 

 

Im Juni 2009 bescherte mir Dr. med. E. von Hirschhausen mit seinem Bühnenprogramm „Glücksbringer“ wahre Glücksgefühle. Nach einer langen dunklen Zeit, in der Glück für mich eine Legende war, beschäftigte ich mich wieder mit dem Glück. Unglaublich, aber wahr.

 

Doch DIE zwei Highlights des Jahres 2009 waren die Beendigung meines Schreibstudiums und meine Hochzeit.

 

Nach vier Jahren hatte ich es trotz all der widrigen Umstände geschafft mein Schreibstudium erfolgreich abzuschließen. Bei dem Gedanken daran kommen mir noch immer die Tränen, weil es mir so unendlich wichtig war und ich schon gar nicht mehr daran geglaubt hatte. Für mich ist das mein größter persönlicher Erfolg in diesem Jahr, weil ich da über mich hinausgewachsen bin, noch mal alle meine wenigen Kräfte mobilisiert und durchgehalten habe.

 

Und dann meine Hochzeit… was soll ich da noch erzählen? Ihr habt alle meinen Hochzeitsbericht gelesen und wart sozusagen hautnah dabei. Ihr habt den besonderen Moment miterlebt, als mein Bräutigam mich das erste Mal als Braut gesehen hat. Das Fotoshooting, die Trauung in der Mühle… Sooo schön. Und das, obwohl ich fast ohne Kleid hätte kommen müssen.

 

Ich muss sagen, nachdem ich mich die letzte Zeit so leer fühlte, bin ich nun völlig überrascht. All diese schönen Erlebnisse kamen mir so weit weg vor, so als seien sie schon längst verjährt, gar nicht mehr wahr, vielleicht gar nicht passiert? Und doch sind sie noch gar nicht so lange her. Sie alle gehören zum Jahr 2009 und zu mir.

 

Und nun wartet bereits ein Neues Jahr auf uns, das Jahr 2010. Es ist noch so weiß, wie ein Blatt Papier und wartet darauf von uns beschrieben zu werden.

Ich möchte mich bei euch allen ganz herzlich bedanken… 

für alle eure lieben Worte, die ihr für mich übrig hattet,

für alle eure guten Wünsche,

für euer wunderbares Licht in dunklen Zeiten, das ihr auf meine Buchstabenwiese für mich mitgebracht habt,

für euer herzliches Mitfreuen bei all den schönen Ereignissen, die ich erleben durfte,

für eure Geduld und Liebe,

und dafür, dass es euch gibt.

Ich wünsche euch von Herzen einen Guten Rutsch ins Jahr 2010.

Bleibt gesund und landet sanft.

Ich freue mich schon jetzt auf ein weiteres Jahr mit euch.

 

Martina Hildebrand

Zeitfragen…

Abgelegt unter: Zeit, Sinnig Unsinniges, Fotos, Gedankensplitter, Alles — Buchstabenwiese at 11:16 am on Freitag, Juni 5, 2009

Mohnblumen Zeit © Martina Müller 2009 

Zeitfragen 

Die Zeit, sie rast. Ungebremst ist sie in den Juni gestürmt.

 

Wenn es mir nicht gelingt, sie zu drosseln, dann saust sie durch den Monat hindurch, jagt die Tage, erlegt die Stunden in Windeseile und stürzt sich auf den Juli.

 

Mohnblumen leuchten in der Sonne und wiegen sich im Wind. Schmetterlinge flattern von Blüte zu Blüte, genießen den Frühlingsnektar.

 

Doch die Zeit blickt nicht nach rechts und nicht nach links, sie hetzt durch den Monat hindurch, ohne zu verweilen. Was kümmert sie der betörend süße Blütenduft oder das Frühlingsgezwitscher der Amsel. Die Zeit muss weiter.

 

Wie ein aufgezogener Spielzeugsoldat marschiert sie voran, durch Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Jahre, Jahrhunderte… Immer weiter und weiter.

 

Wieso nur hat sie es so eilig? Wo will sie hin? Und wer ist sie eigentlich, die Zeit?

Martina Müller

Zeitstrom

Abgelegt unter: Zeit, Gedankensplitter, Alles, Lyrik — Buchstabenwiese at 8:10 pm on Mittwoch, Mai 6, 2009

Wasser fließt © Martina Müller 2009 

 

Zeitstrom 

Die Zeit ist ein Fluss,

ein plätschernder Bach,

ein reißender Strom,

ein Rinnsal.

 

Die Zeit, sie fließt,

wirbelt herum,

bedächtig,

strudelt,

steht.

 

Wie ein Wasserfall,

fällt sie in die Tiefe,

orientierungslos,

platscht auf,

und fließt

weiter.

Martina Müller

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