Schattenspiele - Schattenwelten

Abgelegt unter: Tierisches, Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Fotos, Gedankensplitter, Alles — Buchstabenwiese at 2:17 pm on Donnerstag, August 19, 2010

Schatten mit Schal Pink © Martina Hildebrand 2006

 


Schattenspiele und Schattenwelten

 

Gut ist, wenn jemand über seinen Schatten springen kann.

Weniger gut ist, wenn jemand nur noch ein Schatten seiner selbst ist.

Seine Schatten vorauswerfen klingt sogar ein bisschen wie eine Drohung.

Und im Schatten eines anderen stehen, gefällt den meisten gar nicht, obwohl man da einfach nur einen Schritt zur Seite gehen braucht, um wieder im Licht zu stehen.

 

Dabei kann ein Schatten durchaus etwas Gutes sein.

Bei sengender Hitze lässt es sich zum Beispiel viel besser im Schatten eines großen Baumes aushalten, als in der Sonne.

Mit der Hilfe eines Schattens kann man sogar die Uhrzeit ablesen, auf einer Sonnenuhr.

Und nicht zu vergessen: Wo Schatten ist, da muss auch irgendwo Licht sein.

 

Sonne und Wolken © Martina Hildebrand 2010

 

Einen Schatten haben … ist das jetzt etwas Gutes oder eher nicht so gut?

Ich würde sagen, es kommt drauf an … ;-)

 

Ich habe jedenfalls einen Schatten, nicht so einen hoffe ich, aber eben so einen.

 

Schattenfrau © Martina Hildebrand 2009

 

Schattenbild © Martina Hildebrand 2010

 

 


Natürlich habe ich nicht alleine einen Schatten.


Zu zweit – Pardon! – zu dritt einen Schatten zu haben, ist noch viel schöner.

 

Schattenfamilie © Martina Hildebrand 2010

 


Und manchmal sind Schatten sogar romantisch.

 

Schattenpaar © Martina Hildebrand 2008

 

Ich spielte mit dem Schatten,

im Beisein meines Gatten,

juchzend vor Freud und Wonne,

im Licht der Abendsonne.

 

Schattenpaar Abendsonne 1 © Martina Hildebrand 2007  

 

Schattenpaar Abendsonne 1 © Martina Hildebrand 2007

 

Schattenpaar Abendsonne 4 © Martina Hildebrand 2007

 

Schattenpaar Abendsonne 3 © Martina Hildebrand 2007

 


Wusstet ihr eigentlich schon, dass Pepper ein Schattenjäger ist?

 

Einen Ball auf der Hunderunde mitzunehmen, das kann ich mir getrost sparen. Zweimal werfen und ich kann selbst hinterherlaufen. Ein Hund von Welt interessiert sich eben mehr für den Duft der weiten Hundewelt, als für einen rollenden Ball.

 

Aber Schattenjagen, das scheint auch für einen Welthund wie Pepper nicht unter seiner Würde zu sein. Wenn ich bei Sonnenschein mit meinen Armen und Händen herumwedle, dann ist er nicht mehr zu halten. Er rennt hin und her, springt in die Höhe und bellt vor Freude.

 

Auch Schmetterlingsschatten, die vor seiner Nase am Boden „vorbeifliegen“, sind offensichtlich eine interessantere Beute als der Schmetterling selbst. Bisher hat er zwar noch keinen Schatten fangen können, aber wer weiß …

;-)

 

Gelegentlich hat eben auch der beste Freund des Menschen schon mal einen Schatten.

 

 Pepperschatten © Martina Hildebrand 2010

 

Nun habe ich noch ein paar schattige Blumengrüße für euch. Ich hoffe, ihr mögt Tulpen.

;-)

 

 Schattentulpen © Martina Hildebrand 2010

 

Martina Hildebrand

 


Nachtrag:

Ein Dankeschön geht an Elisabeth, die mich mit diesem Beitrag an meine Schattenbilder erinnert hat, die ich in den letzten Jahren fotografiert und nun herausgekramt habe.

:-)

Wäschephilosophie

Abgelegt unter: Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Alles — Buchstabenwiese at 3:37 pm on Sonntag, August 1, 2010

Kobold © Martina Hildebrand 2010

Wäscheerkenntnisse und jede Menge Kobolde

 

Es ist soweit. Wie bereits angekündigt, geht es heute um Wäsche und was ich über sie herausgefunden habe. Lasst euch überraschen.

 

Die Vorgeschichte:

 

Normalerweise besucht Wäsche bei uns den Waschkeller, um gewaschen zu werden und schnurstracks wieder im Schrank zu landen. Das mag unsere Wäsche. Denn nur so ist gewährleistet, dass sie sich möglichst bald wieder an unsere warmen Körper kuscheln kann, während sie sich die Luft der weiten Welt um die Fasern wehen lässt.

Normalerweise, wie gesagt.

 

Doch unsere Wäschewelt war aus dem Gleichgewicht geraten. Ob ein Wäschekobold sein Unwesen trieb oder eine ganze Horde Haushalts- und Schmerzkobolde?

Klammheimlich versammelte sich nach und nach die Wäsche in unserem Waschkeller und mutierte zu vielen sorgsam sortierten Wäschehügeln. Und da Wäsche praktisch jeden Tag neu produziert wird, guckte ich irgendwann dumm aus der vielen Wäsche.

 

 

Wie konnte es nur soweit kommen?

 

Nun, zunächst hatte ein Depressionskobold mich wochenlang voll im Griff. Ich war also nicht gerade zu Höchstleistungen zu gebrauchen. Wer selbst schon mal in die Fänge eines Kobolds geraten ist, der liebend gerne Blei in Menschenkörper pumpt, wird verstehen, was ich meine. Vermutlich hat der Wäschekobold das ausgenutzt.

 

Und gerade als der Depressionskobold von mir abließ und mich eine kleine Energiewelle durchströmte, schlug der fiese Schmerzkobold zu und attackierte meinen Rücken.

Wochenlang war ich außer Gefecht gesetzt, zum Nichtstun verdammt.

Selbst das Befüllen der Waschmaschine war ein äußerst schmerzhaftes Unterfangen.

Nach Feierabend trug Herr Buchstabenwiese mir die Wäsche in den Keller und wieder rauf, stopfte für mich die Wäsche in die Maschine und holte sie wieder raus, sodass ich wenigstens das Nötigste waschen und bügeln konnte.

Was im Stehen machbar war, konnte ich unter Tabletteneinfluss einigermaßen erledigen. Langsam und in Maßen.  

 

Fakt ist, es wurde mehr Wäsche produziert, als ich zu waschen in der Lage war.

 

Da fragt man sich, wieso hatten wir überhaupt noch was Sauberes zum Anziehen?

 

Indem man von der Hand in den Mund lebt. In Wäschesprache ausgedrückt heißt das: Waschen - anziehen.

Okay, ganz so krass war es nicht, aber so ähnlich. Die gewaschenen Hemden von Herrn Buchstabenwiese, der jeden Tag ein Hemd braucht, fristeten im dunklen Keller auf der Stange ihr Dasein, bis eins nach dem anderen ans Licht geholt und gebügelt wurde.

 

 

Glücklicherweise wechselte auch noch die Jahreszeit.

Nach einem dunklen Winter und einem nicht allzu schönen Frühling kam der Sommer. Es wurde heiß.

   

 

Das heißt, die Wäsche, die jetzt im Keller lag, brauchten wir größtenteils nicht mehr.

Der Wäschekobold wird sich gefreut haben.

 

Schon hierbei hat mich die erste Wäscheerkenntnis überfallen:

 

Wäsche ist heimtückisch.

Hält man sie nicht ständig unter Kontrolle, vermehrt sie sich explosionsartig. Gibt man ihr Raum, ist man verloren.

 

Das erinnert mich jetzt irgendwie an wucherndes Unkraut im Garten.

Man könnte also sagen, die Wäsche ist das Unkraut des Hauses. Und während man es beseitigt, wächst bereits neues.

 

Und dann?

 

Der Schmerzkobold zog sich langsam zurück, das Saunawetter pausierte und ich bekam einen heftigen Unkrautvernichtungsdrang.

So machte ich mich zunächst über das Gartenunkraut her, das mittlerweile astronomische Größen angenommen hatte und offensichtlich die Herrschaft über meinen Garten anstrebte. Ich ruhte nicht eher, bis ich alles ausgerupft oder AUSGEGRABEN hatte. Sehr zum Leidwesen meines Rückens. Egal. Einen Tag ausruhen, ein paar Tage kürzertreten und eine neue Energiewelle erfasste mich.

 

Nun ging es dem Wäscheunkraut an den Kragen!

Ich wusch und hängte die Wäsche hinaus ins herrliche Sommerwetter. Ich wusch und hängte, wusch und hängte, wusch und hängte unaufhörlich. Ich war besessen und hatte nur noch eins vor Augen: leere Wäschekörbe.

       

 

Genauso besessen war ich vom Bügeln. Ich! Eigentlich mag ich bügeln überhaupt nicht. Doch jetzt bügelte ich beschwingt alles weg, was mir unter die Finger kam. Schon wieder was trocken, das gebügelt werden muss? Her damit. Ob Hemden, Blusen, vereinzelte T-Shirts oder etliche Weihnachtsdecken. Alles wurde sofort weggebügelt.

   

 

Was die Nachbarn wohl gedacht haben, als mitten im Sommer Weihnachtsdecken zum Trocknen auf der Leine hingen? *grins*

Weihnachtsdecken zählten NACH Weihnachten nicht wirklich zu den notwenigen Dingen und waren daher liegen geblieben. Aber nach Weihnachten ist nun mal vor Weihnachten und bald ist es wieder soweit: „Leise rieselt der Schnee …“ *träller* Ich bin vorbereitet.

 

Keine Panik, es sind noch vier Monate und vierundzwanzig Tage bis Heiligabend. Freilich muss man bedenken, dass der erste Advent bereits am 28. November ist, das heißt, die Schokoladenweihnachtsmänner werden bald wieder die Kaufhäuser bevölkern. *grins*

Nur, dass ihr euch nicht wundert…

 

Zurück zur Wäsche

 

Wäsche?

Wo?

Die Körbe waren leer!

Wow, was für ein Anblick. Ich hatte mein Ziel erreicht.

 

Nun musste die Wäsche nur noch in den Schrank. Einige Sachen hatte ich nach und nach bereits weggeräumt, doch einiges hing noch auf Bügeln an Türklinken oder lag gefaltet auf dem Bett. Und da sah ich das Dilemma.

Der Schrank war geschrumpft.

 

 

Nein, ich hatte keine neuen Klamotten gekauft, damit ich nicht waschen muss.

Vielleicht aber hatte ein Wäschekobold mir heimlich Koboldwäsche untergejubelt. Wäre doch möglich, in einem Haus, in dem es offensichtlich von Kobolden nur so wimmelt.

 

 

Das würde auch erklären, warum ich das Gefühl hatte, Wäsche für einen mindestens Sechspersonenhaushalt zu waschen.

Jedenfalls passten weder alle Handtücher ins Regal noch alle meine Klamotten in den Schrank.

 

Plötzlich machte es Klick und eine weitere Wäscheerkenntnis sprang wie eine unter Spannung stehende Wäscheklammer von der Leine und mir direkt ins Auge:

 

Wäsche muss im Fluss sein.

 

 

Ihr wisst schon, kein Fluss wie der Rhein oder so. Nein. So, wie alles im Leben im Fluss sein sollte, so ist es auch mit der Wäsche. Dadurch ist sie besser verteilt, sie ist im Gleichgewicht. In der Wäschebalance sozusagen.

 

Ich will es mal verdeutlichen.

Nehmen wir mal die Unterwäsche, die wir gerade anhaben. Morgen früh ziehen wir nach dem Duschen neue Unterwäsche an, hoffe ich doch. Das heißt, der getragene Slip wird in den Wäschekorb geworfen. Ein paar Tage später wird dieser Slip mit dem restlichen Inhalt des Korbes geleert und in den Wäschekeller gebracht, wo er darauf wartet, gewaschen zu werden. Nach der Wäsche wird der Slip gefaltet und in den Schrank oder in die Schublade geräumt. Andere Wäsche lagert vielleicht noch im Bügelkorb, bevor sie in den Schrank wandert. So rotiert die Wäsche von einer Station zur anderen.

 

Und wenn alles im Fluss ist, ist an jeder Station ein Teil der Wäsche. Und voilà, die Wäsche passt in den Schrank. Alles ist im Gleichgewicht.

 

Gibt es sonst noch etwas Wissenswertes über Wäsche?

 

Klar.

 

Hin und wieder ist es an der Zeit, sich von einem Slip zu trennen und neue Slips ins Leben zu lassen.

Dafür gibt es die verschiedensten Gründe.

Er ist über die Jahre „eingelaufen“ und schnürt uns alles ab, was uns lieb ist.

Er hat ein Loch an der Seite, das wir nicht stopfen können oder wollen.

Sein Gummi ist so ausgeleiert, dass er uns vom Allerwertesten rutscht.

Oder er fristet sein Dasein nur noch als Notfallslip in der Schublade, für den Fall, dass alle anderen Slips in der Wäsche sind.

 

Der Notfall wird nicht eintreffen, da bin ich sicher. Denn längst schon haben wir einen neuen Slip gekauft. Lassen wir ihn also los und trennen uns von ihm.

 

Denn auch Loslassen gehört dazu, alles im Fluss zu halten und die Balance zu wahren. Was wir festhalten, kann nicht fließen.

So ist das auch bei der Wäsche.

 

Also, seht zu, dass eure Wäsche immer im Fluss bleibt.

 

Ja, dann werde ich mich wohl mal ans Ausmisten machen …

 

Martina Hildebrand

 


Nachtrag:

 

Mein Lesetipp passend zur Wäschephilosophie :-) : Anna-Lenas „Single Socken“

 

 

 

 

Saunawetter und Feuchtgebiete

Abgelegt unter: Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Alles — Buchstabenwiese at 4:25 pm on Dienstag, Juli 13, 2010

Sonne © Martina Hildebrand 2010

36 Grad und es wird noch heißer …

 

Heute will ich mal etwas Ungewöhnliches tun, ungewöhnlich für mich, ungewöhnlich bei diesen Temperaturen. ABER: Über Hitze und Schwüle meckern kann schließlich jeder. ICH mache mich jetzt auf die Suche nach …

 

… 10 Vorteilen dieses „wunderbaren“ Saunawetters.

 

 

 

 

 

 

Achtung, es geht los:

 

1. Enorme Gesichtscremeersparnis

Wer braucht schon teure Feuchtigkeitscreme, wenn ein Schweißfilm das ganze Gesicht überzieht. Meine sonst so trockene Gesichtshaut spannt nicht, juckt nicht, ist nicht gereizt, sondern elastisch und feucht. Vor allem feucht.

Da tun sich so einige Feuchtgebiete auf. Und das nicht nur im Gesicht.

Was mich auch gleich zu Vorteil Nummer zwei führt …

 

2. Preiswertes Verhütungsmittel

Wer will sich schon mit seinem schweißgetränkten Body an einen anderen schweißgetränkten Body kuscheln, um noch mehr Schweiß zu produzieren …

Muss ich das noch weiter ausführen?

Pepper, der auf nackte, schweißbedeckte Männerwaden steht, lasse ich jetzt mal außen vor.

 

 

3. Super Alters- und Krebsvorsorge

Zu viel Sonne kann Krebs erzeugen und lässt unsere Haut schneller altern. Logisch.

Doch nun kommt der Clou. Noch mehr Sonne bewirkt das Gegenteil. Zumindest bei mir.

Bei Temperaturen um die 30 Grad und mehr habe ICH keine Ambitionen mehr, mich in der Sonne aufzuhalten. Gibt es einen besseren Schutz?

Ich bleibe freiwillig im Haus und ziehe die Rollläden runter.

Ähm, ist wirklich Sommer?

Rätselfrage: Woran erkennt man, dass Sommer ist?

Richtig. An der Dunkelheit.

(Liebhaber der analogen Fotografie sollten allerdings prüfen, ob sie sich nicht gerade einfach nur in einer Dunkelkammer aufhalten, um Fotos zu entwickeln.)

 

4. Coole Kellerbegegnungen

Wer liebt sie nicht, die Begegnungen mit schweißgetränkten Wäschebergen, wenn er sich dafür im KÜHLEN Keller aufhalten darf. Cool. Her mit der Wäsche.

 

5. Befreites Bügeln

Beim Bügeln muss ich nicht mehr schwitzen.

Nicht mehr als ich es ohnehin schon tue.

Ich erinnere an die Feuchtgebiete. Feucht ist feucht. Es macht also keinen Unterschied.

 

 

6. Erwachender Spieltrieb

Ohne schlechtes Gewissen darf ich die schweren Beine hochlegen und meinen Spieltrieb beim Beamtenmikado ausleben: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

Wer verliert, muss einen erneuten Schweißabsonderungsschub aushalten. Doch selbst das ist ja ein Vorteil. Ich verweise auf Punkt eins.

 

7. Energiereduzierte Spiegeleier

Rein theoretisch könnte ich Energie sparen, indem ich Spiegeleier auf meinen Fußsohlen brate. Eigentlich ganz praktisch, aber obwohl ich KEINE Stinkefüße habe, soll dieser Punkt doch lieber theoretisch bleiben.

 

8. Freiheit im Bett

Hurra, das Bett in unserem Backofen-Schlafzimmer gehört wieder uns. Kein Hund macht sich breit, liegt längs und quer und schubst uns aus dem Bett. Ganz brav und freiwillig liegt er VOR dem Bett, alle vier Pfoten von sich gestreckt.

 

9. Enormer Zeitgewinn

Es fällt mir überhaupt nicht schwer, lange wach zu bleiben. Gleichzeitig bin ich ungeheuer motiviert früh aufzustehen, um mit Pepper meine tägliche Runde über sonnengetränkte Felder zu drehen. Ich komme tatsächlich mit drei bis fünf Stunden Schlaf aus, was mir tagsüber auch das Nichtbewegen beim Beamtenmikado erleichtert.

 

10. Romantik pur

Eigentlich sind es sogar zwei Vorteile. Sommergewitter sorgen bei schwüler Hitze für Romantik, während wir gleichzeitig Strom sparen. Wow.

Samstagnacht erst hatten wir dieses Vergnügen. Es blitzte und donnerte und … Poff! Der Strom war weg, mitten im Film. Für eine halbe Stunde saßen wir bei Kerzenlicht und einem Buchstabenspielchen gemütlich beisammen und genossen Winterromantik mitten im Sommer.

 

Sonnenuntergang7 © Martina Hildebrand 2010

 

Fertig!

Okay, vielleicht gewöhne ich mich ja doch noch an das Wetter.

Klar, und die Erde ist ne Scheibe …

 

Mein Tipp: Durchhalten. Nichts bleibt, wie es ist.

 

 

Martina Hildebrand

 

P. S. Kaum habe ich mich mit den Vorteilen des Saunawetters beschäftigt, fallen auch schon die Temperaturen und es regnet. Ob ich das öfter machen sollte? Scheint ja zu helfen. Herrlich, diese Hitzeunterbrechung.

Brief an Petrus

Abgelegt unter: Herausgefunden, Zeit, Taufrisch, Sinnig Unsinniges, Alles, Fotos, Tagebuch — Buchstabenwiese at 8:31 pm on Freitag, Juli 2, 2010

Wolken 5 © Martina Hildebrand 2010

Lieber Petrus,

 

ich weiß nicht, was du dir DABEI gedacht hast.

Da nimmst du dem Frühling ein paar Grad weg, nur um dem Sommer ein paar Grad oben draufzupacken!!! Und wer darf das ausbaden, und zwar im eigenen Saft? Wir!

Es ist zu heiß, mein lieber Petrus, falls du es noch nicht gemerkt hast!

 

Du sitzt da oben auf deiner Wolke, auf der es schön kühl ist, und guckst uns beim Schwitzen zu. Apropos kühle Wolke und zugucken …

Da kommt mir gerade ein Gedanke …

 

Solltest du etwa da oben frieren? Wolltest du, dass wir Frauen uns hier unten auf der heißen Erde kurze Röcke und knappe Oberteile anziehen, damit dir da oben wieder warm wird?  

 

Ist ja wieder mal typisch Mann! Dass Mann immer gleich übertreiben muss.

 

Lieber Petrus, nun dreh die Wetterheizung doch bitte mal ein paar Grad runter, dann ist es immer noch warm genug, dass sich das Gucken lohnt. Ansonsten mache ich die Rollläden so dicht, dass du gar nix mehr sehen kannst. So!

 

Hochachtungsvoll

 

Martina Hildebrand

 

Kleine Abkühlung gefällig?

Pepper im Schnee © Martina Hildebrand 2009

 

Schneezweige © Martina Hildebrand 2009

 

 


Schon besser, oder?


Oder doch lieber so:

 

Wasser de Luxe © Martina Hildebrand 2008

 

Wasser © Martina Hildebrand 2008

 

Pepper im Wasser © Martina Hildebrand 2008

 

      

Freddy

Abgelegt unter: Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Alles, Geschichten — Buchstabenwiese at 8:35 pm on Mittwoch, Juni 30, 2010

Gummibärchen © Martina Hildebrand 2009

Freddy

 

Kennt ihr auch dieses unglaublich tolle Gefühl, nachdem ihr euch aufraffen konntet das Chaos in eurem Büro zu beseitigen?

 

 

Ihr klopft euch stolz und zufrieden auf die Schulter, genießt die leere Fläche auf dem Schreibtisch, die verlockend zum Schreiben ruft, spürt diese Energie verbunden mit dem Gefühl der Aufgeräumtheit durch euren Körper fließen und versprecht reuevoll, es nie wieder soweit kommen zu lassen. Nie wieder soll dieses Chaos über euch hereinbrechen.

 

 

Doch dann kommt Freddy.

 

 

Freddy ist der beste Freund vom „Inneren Schweinehund“, was enorm viel über seine Fähigkeiten aussagt. Die beiden arbeiten Hand in Hand. Oh ja, so sieht es aus.

 

Freddy ist gerissen und arbeitet mit System.

Erst platziert er kleine Dinge wie Kugelschreiber, Bleistifte, Anspitzer und Lineale auf dem Schreibtisch so, dass es kaum auffällt, und irgendwie scheinen diese Dinge auch dort hinzugehören.

 

Dann lässt er hier einen Duden liegen und dort eine Zeitschrift, alles Dinge, die wir brauchen und die auf unserem Schreibtisch ihre Daseinsberechtigung haben. Alles ganz legitim.

 

Und während wir damit beschäftigt sind, ein Synonym herauszusuchen oder eine Idee aufzuschreiben, flüstert uns Freddy ins Ohr, dass wir genau jetzt etwas anderes dazwischenschieben sollten. Etwas, das wir längst tun wollten, das uns irgendwie immer wieder entfallen war. Auch hier hatte Freddy natürlich seine Finger im Spiel, in weiser Voraussicht, diesen Umstand genau für diesen Zweck gebrauchen zu können.

Wir nehmen das entsprechende Buch aus dem Regal und widmen uns spontan dieser Aufgabe. Bald wird dieses Buch - dank Freddy - auch seinen Platz auf dem Schreibtisch finden …

 

Nach und nach füllt sich der Schreibtisch auf diese Weise quasi unbemerkt.

 

 

Gerade wenn wir wahrnehmen, dass da etwas nicht stimmt, dass die vor Kurzem von uns eigenhändig geschaffene Ordnung auf den Kopf gestellt wird, wir uns an unser Versprechen erinnern es nie wieder soweit kommen zu lassen, lenkt uns Freddy geschickt ab.

Er hat das natürlich vorausgesehen, sogar darauf spekuliert, weil es die Sache für ihn spannender macht. Umgehend sorgt er dafür, dass uns etwas Wichtiges, Unaufschiebbares einfällt. Freddy ist da sehr kreativ. Und für den Fall, dass Freddy sein Repertoire ausgeschöpft haben sollte, ruft er seinen Freund zur Hilfe, den „Inneren Schweinehund“. Wie wir alle wissen, ist er der absolute Meister im Finden von Ausreden.

 

Wie festgewachsen sitzt er mit seinem dicken Schweinehintern auf seiner Couch, blickt uns mit großen Hundeaugen an und redet auf uns ein. Morgen sei auch noch ein Tag, wir sollten uns zwischendurch auch mal ausruhen, das hätten wir uns schließlich verdient. Ein Tässchen Kaffee und ein Stückchen Schokolade würde uns die Lebensgeister zurückbringen. Danach ginge alles wie von selbst.

 

 

Klingt verlockend, oder nicht? Schließlich haben wir ja selbst schon gemerkt, dass wir ein bisschen müde sind und ein kleines Päuschen brauchen könnten …

Und schon sind wir in die Schweinefalle getappt. Zack.

 

Vorsicht!!! Jetzt bloß nicht mit Kaffee und Schokolade NEBEN dem „Inneren Schweinehund“ auf der Couch Platz nehmen!

 

Wer es soweit kommen lässt, ist unweigerlich verloren.

Denn der beste Freund von Freddy ist nun in seinem Schweineelement. Er wächst und wird immer fetter. Tief und tiefer sinkt er mit seinem dicken Schweinehintern in die Polster. Und wir, die ahnungslos danebensitzen, erliegen der Schwerkraft, rollen gegen den „Inneren Schweinehund“ und stellen fest, dass dieser erstaunlich kuschelig ist …  

 

 

Jetzt hat Chaos-Freddy sein Ziel erreicht: Während wir mit dem „Inneren Schweinehund“ kuscheln, geht für ihn der Spaß erst richtig los. Er läuft zur Hochform auf und lässt unser Büro im Chaos versinken.

 

Nachdem Freddy sich ausgetobt hat, lauert der hinter den Büchern darauf, dass wir erscheinen. Auf keinen Fall will er diesen einen Moment verpassen. Den Moment, in dem wir unser Büro betreten und uns unsere kuschelige Zufriedenheit bei DEM Anblick aus dem Gesicht fällt. Das ist der Moment, auf den Freddy hinarbeitet.

 

Erstaunlich, dass wir es überhaupt schaffen unser Büro immer wieder in Ordnung zu bringen, oder?

 

Nein, so erstaunlich ist das gar nicht. Wenn wir nämlich jetzt den Entschluss fassen aufzuräumen, lässt uns Freddy für eine Weile in Ruhe. Ja, mehr sogar. Er setzt sich neben seinen Freund, den „Inneren Schweinhund“, lenkt ihn ab und lässt uns freie Bahn zur Chaosbeseitigung.

Denn Freddy liebt die Herausforderung. Ein chaotisches Büro in noch mehr Chaos stürzen, das kann schließlich jeder. Doch eine wunderbare Ordnung in solch ein Chaos verwandeln, das kann nur Freddy.

 

So, und bevor ich jetzt die Spuren von meinem Chaos-Freddy beseitige, der dieses Mal besonders viel Spaß gehabt haben muss, setze ich mich noch mit einer Tasse Kaffee und einem Stückchen Schokolade neben dem „Inneren Schweinehund“ aufs Sofa und kuschel eine Runde. Wir wissen ja, danach geht alles wie von selbst.

 

 

 

Martina Hildebrand

Ob Petrus bügeln kann?

Abgelegt unter: Zeit, Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Alles — Buchstabenwiese at 9:03 pm on Sonntag, Juni 27, 2010

Zeit © Martina Hildebrand 2009

Ob Petrus bügeln kann?

 

Vor zwei Tagen hat mir die Post einen Katalog gebracht. Oh, dachte ich, dann kann ich gleich ein bisschen darin rumblättern. Da bin ich ganz Frau.

 

Meine Augen weiteten sich, als ich DAS hier las: Herbst / Winter 2010.

 

Hatte nicht gerade erst der Sommer begonnen?

Hatten nicht gerade noch alle herumgejammert, weil sie sich in Sommerklamotten Frostbeulen holten, weil der gemeine SOMMER einfach nicht kommen wollte?

Und waren nicht gerade im Moment Temperaturen draußen, bei denen man in der Mittagsonne wie Vanilleeis bei 175 °C im Backofen zerfließt? Wer will da schon Winterklamotten kaufen?

 

Andererseits hatte ich bei Sabine auch schon was von Weihnachten gelesen …

Das bringt mich jetzt doch ins Grübeln. Sollte ich mich vielleicht auf einen schrecklichen Kälteeinbruch vorbereiten?

Stehen im Supermarkt etwa schon die Schokoladennikoläuse im Regal, verziert mit einem Deutschlandschal um den Hals, WM-Nikoläuse oder so?

Kann es sein, dass die Ereignisse immer mehr zusammenrücken, oder kommt es mir nur so vor?

 

Ich glaube ja, dass die Zeit schrumpft. Irgendwer hat die Zeit gepackt und sie wie eine leere Brötchentüte zusammengeknüllt. Und nun liegen Frühling, Sommer, Herbst und Winter nebeneinander, unter- und übereinander, durcheinander, dicht beieinander.

 

Wir brauchen dringend ein Zeitbügeleisen, das das Zeitknäuel glattbügeln kann.

Irgendjemand muss es schließlich ausbügeln. Ob Petrus bügeln kann?

 

Martina Hildebrand

Mai-Gedanken

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, Herausgefunden, Gluecksmomente, Fotos, Gedankensplitter, Alles — Buchstabenwiese at 4:52 pm on Samstag, Mai 1, 2010

Apfelbaum © Martina Hildebrand 2010

Mai-Gedanken - De-her Mai ist geko-hommen, die Bäume schlagen aus …

 

Der Mai wird als Wonnemonat, Weidemonat, Liebesmonat, Blumenmonat und Frühlingsmonat bezeichnet … Aha …

 

Maiherz © Martina Hildebrand 2010

 

Bäume sprießen, Blumen blühen, Vögel zwitschern, Menschen pfeifen vergnügt und heiter …

 

 

Frühlingsblumen2 © Martina Hildebrand 2010

 

Wonne reimt sich auf Sonne und Tonne, wobei mir noch nicht klar ist, was die Tonne mit Wonne zu tun hat …

 

Voller Wonne

scheint die Sonne

in die Tonne …

 

Bringt der Mai dir keine Wonne,

klopp ihn einfach in die Tonne …

 

Oder so …

 

Wolken © Martina Hildebrand 2010

 

Ich habe mal rumgeblättert, was mein Synonymlexikon unter Wonne hergibt:

 

Begeisterung, Behagen, Freude, Glück, Heiterkeit, Hochgefühl, Seligkeit, Vergnügen, Vergnügtheit, Wohlbehagen, Wohlgefallen, Beglückung, Entzücken, Ergötzen, Frohmut, Glückseligkeit …

 

Wow, das alles steckt also im Mai, klingt vielversprechend.

 

Maiblumenstrauß © Martina Hildebrand 2010

 

Na denn würde ich sagen, wünsche ich uns allen einen wunderbaren Mai, und passt ein bisschen auf die ausschlagenden Bäume auf.

 

Sonnenuntergang4 © Martina Hildebrand 2010

 

Martina Hildebrand

 

Angeknabbertes Glück…

Abgelegt unter: Tierisches, Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Gluecksmomente, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 7:48 pm on Mittwoch, April 28, 2010

Glücksklee2 © Martina Hildebrand 2010

Angeknabbertes Glück

 

Heute bin ich dem Glück begegnet. Es war grün, hatte einen Stängel und vier Blätter, mal zwei. Und das an Peppers Geburtstag.

 

Die wunderschönen Wiesenblumen wollte ich fotografieren. Ich bestaunte gerade die riesigen dreiblättrigen Kleeblätter, als ich sie sah. Erst das eine, dann das andere. Zwei vierblättrige Kleeblätter standen direkt nebeneinander. Wow, soviel Glück auf einmal. Irgendjemand hatte zwar das Glück bereits angeknabbert, aber das tat meiner Freude keinen Abbruch. Geteiltes Glück ist doppeltes Glück. In diesem Falle also vierfaches Glück. Man stelle sich nur mal vor, wenn sich das noch weiter vervielfältigen ließe, welch unglaubliche Glückswelle die ganze Welt erfassen würde.

 

 Frühlingswiese2 © Martina Hildebrand 2010

Früher habe ich die vierblättrigen Kleeblätter gepflückt und mit nach Hause genommen. Festhalten wollte ich das Glück. Doch Zuhause angekommen war bereits der Lebenssaft aus dem Glücksklee herausgeflossen. Schlaff und ohne Kraft lag es vor mir. Meist habe ich es dann getrocknet, um es haltbar zu machen. Aber mal ehrlich. Wie schön ist ein vertrocknetes Kleeblatt anzusehen? Macht das glücklich? Kann ein totes Kleeblatt Glück bringen?

 

 

So kam ich irgendwann auf die Idee, den Glücksklee in eine Vase mit frischem Wasser zu stellen. Und siehe da, wenn ich dem Glück zu trinken gab, es pflegte, dann hielt es wesentlich länger und sein Anblick machte mich viel glücklicher. Doch auch in der Vase lebte es nicht ewig. Irgendwann wurde es gelb und war hinüber. Das Glück ließ sich einfach nicht dauerhaft festhalten.

 

Ja, da standen sie nun, die zwei vierblättrigen Kleeblätter. Was tun?

 

 Glücksklee3 © Martina Hildebrand 2010

 

Ich beschloss, den Glücksklee an seinem Platz stehen zu lassen. Dort würde er am längsten halten, falls kein Schaf oder Hund vorbeikam und ihn aufmampfte. Aber eine Glücksgarantie gibt es nun mal nicht. Immerhin wäre es so möglich, dass andere an dem angeknabberten Glück teilhaben könnten. Ihr erinnert euch? Das Glück vervielfältigen …

 

Und:

Einen angeknabberten lebendigen Glücksklee im Herzen zu bewahren, vermittelt viel mehr Glückskraft als einen vertrockneten in der Hand zu halten.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Glück auf all euren Wegen, und meinem kleinen Glücksquirl auf vier Pfoten wünsche ich Alles Liebe und Viel Glück zum Geburtstag.

 

 Pepper © Martina Hildebrand 2010

 

Pepper mit Ball © Martina Hildebrand 2010

 

Martina Hildebrand

 

Sonntagsfahrer…

Abgelegt unter: Sinnig Unsinniges, Herausgefunden, Gluecksmomente, Fotos, Alles, Tagebuch — Buchstabenwiese at 9:33 pm on Donnerstag, April 22, 2010

Hariksee © Martina Hildebrand 2010

Sonntagsfahrer

 

Hurra, am Sonntag war es endlich soweit: Wir schwangen uns aufs Motorrad und cruisten durch die Gegend. Es war das erste Mal in diesem Jahr, und gleich habe ich zwei Erkenntnisse gewonnen …

 

Herrn Buchstabenwiese hatte es schon die ganze Zeit ordentlich in den Fingern gejuckt. Erst machte uns die Batterie einen Strich durch die Rechnung und dann war Herr Buchstabenwiese auch noch krank. Doch am Sonntag, da passte alles zusammen. Sowohl das Motorrad als auch Herr Buchstabenwiese waren wieder fit, die Sonne strahlte bei einem flugzeugfreien Himmel und Zeit hatten wir auch noch. Also, Klamotten an und rauf auf den Bock.

 

Wir düsten einfach so drauf los, Richtung Schwalmtal und Nettetal, da ist es ja immer schön. So fuhren wir und fuhren, hin und her, kreuz und quer, bis sich irgendwann der Allerwerteste meldete. Es wurde Zeit, dass wir einen Stopp einlegten. Herr Buchstabenwiese war der gleichen Meinung und fragte, wo wir anhalten sollten. In Gedanken sah ich einen Wald mit Bächlein vor mir oder einen schönen See und dachte an meine Kamera, die im Tankrucksack mitreiste. „Irgendwo, wo es schön ist“, war daher meine äußerst präzise Antwort. Herr Buchstabenwiese nickte und fuhr weiter.

 

Hariksee 2 © Martina Hildebrand 2010

 

Er fuhr und fuhr und fuhr und fuhr und fuhr und fuhr und fuhr und fuhr … vorbei an dem schönen Hariksee … und fuhr … raus aus dem schönen Naturpark Schwalm-Nette … und fuhr … Richtung Mönchengladbach. Raus aus dem Seelen umschmeichelnden Grün, raus aus dem Paradies, rein ins hässliche Betongrau. Unmut, von meinem schmerzenden Hinterteil ausgehend, breitete sich in mir aus. Welchen Teil von „ANHALTEN, wo es SCHÖN“ ist, hatte mein Liebster nicht verstanden???

 

Da, eine rote Ampel, dem Himmel sei Dank. Endlich konnte ich ihn fragen.

Ja, meinte er, es würde höchste Zeit anzuhalten, nur wo. Aber ich hätte ja auch mal gucken können.

HALLO? Ich habe die ganze Zeit geguckt und dabei sogar noch gedacht, als wir an all den schönen Ecken vorbeigefahren sind. Nur mit dem Reden während des Fahrens tue ich mich schwer. Allerdings fragte ich mich allen Ernstes, ob mein Liebster mit geschlossenen Augen gefahren ist.

„Wir sind zum Beispiel am Hariksee vorbeigefahren, da ist es doch schön …“

Unsere Kommunikation wurde jäh unterbrochen, als die Ampel grün wurde. Das hieß Klappe halten, Visier runterklappen und festhalten. Besser ist das.

 

Herr Buchstabenwiese änderte die Richtung und fuhr zum Hariksee.

Okay, sonntags bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen … da haben scheinbar alle im Umkreis von hundert Kilometern, die sich halbwegs fortbewegen können, die gleiche Idee …

Aber, wir waren endlich irgendwo angekommen. Wo, das war mir inzwischen auch schon egal, Hauptsache Erlösung für mein gequältes Hinterteil.

 

Oh je, wie alte Omas und Opas, stiegen wir stöhnend vom Motorrad. Und nachdem wir ein bisschen herumgelaufen waren und ich ein paar Fotos im Kasten hatte, steuerten wir eine freie Bank an und wären am liebsten nie wieder aufgestanden. Mein Gott, als hätten wir nicht lange genug gesessen. *Kopf schüttel*

 

Hariksee 3 © Martina Hildebrand 2010

 

Hariksee 4 © Martina Hildebrand 2010

 

Am nächsten Tag hatte ich schwere Schultern und Oberarme vom Festhalten. Ja, so ist das, wenn man in die Jahre kommt, gerade vom Winterschlaf erwacht ist und mit einer gehörigen Portion Frühjahrsmüdigkeit das erste Mal in der Saison aufs Motorrad steigt.

;-)

Aber schön war‘s doch.

 

Ente am Hariksee © Martina Hildebrand 2010

 

Ente am Hariksee 2 © Martina Hildebrand 2010

 

Zwei Dinge sind mir am Sonntag klar geworden:

 

Erstens: Wenn man kein konkretes Ziel hat, muss man sich nicht wundern, wenn man nirgends ankommt und einem der Popo wehtut.

 

Zweitens: Männer können mit der Definition „schön“ nichts anfangen. Sie brauchen klare Anweisungen.

 

Gänsefamilie © Martina Hildebrand 2010

 

Gänsefamilie 2 © Martina Hildebrand 2010

 

In diesem Sinne wünsche ich euch „Allzeit Gute Fahrt“

 

 

Gänsefamilie 4 © Martina Hildebrand 2010

 

Hariksee 5 © Martina Hildebrand 2010

 

Martina Hildebrand

 

 

Bist du in deinem Element?

Abgelegt unter: Tierisches, Herausgefunden, Sinnig Unsinniges, Gluecksmomente, Alles, Fotos, Geschichten — Buchstabenwiese at 4:52 pm on Montag, März 15, 2010


Bist du in deinem Element?

 

Tataaaaaa… nun ist es soweit. Die Enthüllung naht.

Auch wenn ihr gar nicht neugierig seid, wer sich hier versteckt hat…

 

Handschuhversteck © Martina Hildebrand 2010

 

… zeige ich euch trotzdem, wer unter dem Handschuh ist.

 

Wer es nicht wissen will, sollte also auf keinen Fall weiterlesen!

 

     

 

 

Ich denke, Katinka möchte schon endlich wissen, wer der kleine Kerl ohne Knie, mit dem Handschuh über dem Kopf, ist.

 

Und Andrea aus der fernen Schweiz ahnt sicher, wer sich da so schüchtern verbirgt.

Ich weiß nämlich, dass sie einen berühmten Kumpel von unserem neuen Mitbewohner kennt. Der tritt regelmäßig in einer Show auf, mit einem Doktor.

Ja, das hättet ihr wohl nicht gedacht, dass unser Kleiner einen Promi zum Kumpel hat und dass er ihm auch noch wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

 

Anfangs wollte er uns seinen Namen nicht verraten. Aufgrund seiner Herkunft tippte meine Schwiegermutter auf „Eckart“ und Herr Buchstabenwiese auf „Ping“. Obwohl ich Ping schon passend und auch niedlich fand, hatte ich so eine Ahnung, dass es nicht der richtige Name sein konnte. Er reagierte einfach nicht auf Ping.

 

Mir fiel ein, dass ich seinen berühmten Kumpel vor 22 Monaten bei dieser Show kennen gelernt habe und diese Begegnung mich total glücklich gemacht hat. Und plötzlich wusste ich es. Dieser kleine Kerl heißt Felix! Felix, der Glückliche. Und das ist er also:

 

 Pinguin1 © Martina Hildebrand 2010

 

Dann habe ich ihm Bert vorgestellt. Ihr kennt doch Bert und seine Dialoge noch, oder?

 

Bert © Martina Hildebrand 2010

 

Felix und Bert haben sich auf Anhieb verstanden.

 

 Bert und Felix 1 © Martina Hildebrand 2010

 

 Bert und Felix 1 © Martina Hildebrand 2010

 

Felix steht auch total auf Pepper. Er meinte, mit ihm könne man viel Spaß haben. Ich bin nicht sicher, ob Pepper das auch so sieht.

 

 Pepper und Felix © Martina Hildebrand 2010

 

Aber was hat das jetzt mit der Überschrift zu tun, mit der Frage, ob du in deinem Element bist?

 

Euch ist sicher aufgefallen, dass Felix ein Pinguin ist. Na kommt schon, das sieht man doch. Und nun stellt euch einen Pinguin in der Wüste vor… wie beschwerlich es für ihn wäre, sich mit diesen kleinen Patschefüßen fortzubewegen. Wir würden sagen, er ist plump und unbeweglich.

 

Ein Pinguin gehört ja auch nicht in die Wüste?

Stimmt genau.

 

Deshalb stellt euch nun den gleichen Pinguin vor, wie er ins Wasser eintaucht. Wie wendig, schnell und elegant er sich auf einmal bewegen kann. Denn dort im Wasser ist er in seinem Element…

 

Und Felix, soll mich daran erinnern, dass es nicht immer an mir liegt, wenn etwas nicht so läuft wie es soll, wenn jeder Schritt beschwerlich ist. Denn vielleicht bin ich einfach nicht in meinem Element.

Er soll mir Mut machen, mit meinen Patschefüßen durch die Wüste zu laufen und mein Wasser zu suchen, mein Element, in dem ich mich rundum wohlfühlen kann.

 

Wer sie noch nicht kennt, diese wunderschöne Pinguin-Geschichte vom Comedy-Doktor, und wer gerne den berühmten Kumpel von Felix kennenlernen will, dem kann ich dieses kleine Video nur empfehlen: Pinguin-Geschichte

 

Auf das ihr in eurem Element seid.

 

Felix © Martina Hildebrand 2010

 

Martina Hildebrand

 

 

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